Bild: Zwei Männer ganz nackt - Komödie von Sébastien Thiéry
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Information zur Veranstaltung

(Deux hommes tout nus)
Komödie von Sébastien Thiéry
Deutsch von Jakob Schumann
Deutschsprachige Erstaufführung

„Ich kann keinen Mann küssen.“  -
„Das ist genau wie bei einer Frau.
Zunge rein und schön im Kreis.“
Alain und Cathérine Kramer

Alain Kramer ist irritiert, als er nachmittags splitternackt auf seinem Sofa aufwacht, ohne sich erklären zu können, wie er dorthin gekommen ist. Noch viel rätselhafter wird der Fall, als er neben sich seinen Angestellten Nicolas Prioux vorfindet. Ebenfalls nackt. Auch Prioux ist gerade am Erwachen; eine Erklärung, wie die beiden Männer in diese Situation geraten konnten, hat er aber auch nicht parat. Die beiden stellen alle möglichen Theorien auf: Vielleicht hat sie jemand unter  Drogen gesetzt. Oder es war schwarze Magie im Spiel. Möglich auch, dass der Geheimdienst etwas mit der Sache zu tun hat. Noch während sie zu erörtern versuchen, wie sie in diese Unannehmlichkeit geraten sind, kommt Alains Frau Cathérine nach Hause. Der Schock ist verständlicherweise für beide Seiten groß. Eine glaubwürdige Erklärung ihrer Situation können die beiden nackten Männer jedoch nicht bieten. Cathérine zieht den einzigen, logischen Schluss: Ihr Mann ist schwul und hat sie betrogen. Diese Theorie wollen Alain und Nicolas aber keinesfalls hören. Verzweifelt versucht Alain mit allerlei absurden Einfällen, seine Frau vom Gegenteil zu überzeugen.

Die temporeiche Komödie Zwei Männer ganz nackt führt Homophobie ad absurdum und bleibt dabei spritzig-erheiternd.  Das Stück wurde im September 2014 in Paris uraufgeführt. Der französische Schauspieler und Autor Sébastien Thiéry (*1970) spielte dabei eine der beiden Männerrollen selbst. Dem Titel seines Stückes folgend, hat er im April 2015 einen besonderen Auftritt bei der Verleihung des französischen Theaterpreises Molière geboten: Thiéry trat nackt auf die Bühne und forderte in seiner Rede an die französische Kulturministerin mehr Rechte und Sicherheiten für Autoren. Dieser Auftritt ist beispielhaft für die Kunst des Autors, wichtige Themen mit einer gehörigen Portion Humor zu bearbeiten.