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Information zur Veranstaltung

Nach dem großen Erfolg von „Die Frau und die Stadt“ leiht Martina Roth diese Saison der rebellischen Antigone ihre Stimme – überragende Schauspielkunst.

Antigone gilt als DAS Sinnbild schlechthin für den Widerstand des Individuums gegen unrechtmäßig ausgeübte Staatsgewalt. Der Stoff fesselt seit mehr als 2000 Jahren: Antigone, die sich der Ordnung des Königs Kreon widersetzt, weil sie sich stattdessen ewig gültigen Gesetzen verpflichtet fühlt. Sie bestattet ihren Bruder Polyneikes, obwohl Kreon dies bei Todesstrafe verboten hat.
Martina Roth spielt drei Mal Antigone oder drei Teile von ihr. Die Frau auf der Bühne, die Reale, die Zweifelnde, die Handelnde.

Die zweite Antigone ist ein genial auf die Leinwand projiziertes Ebenbild, mit dem die erste Antigone ins Zwiegespräch kommt, die Bewertende, Kritisierende. Martina Roth spielt quasi mit sich selbst beziehungsweise mit dem Film, der im Hintergrund abläuft. Die dritte Antigone ist das Archaische, Wilde, das Verrückte: wieder auf der Leinwand, fast nackt, wie ein eingesperrtes ungezähmtes Tier, ihre Worte wirr und doch von poetischer Größe. Der Zuschauer erlebt eine ebenso surreale wie archaische Situation, in der die Zeit wie aufgehoben scheint.


Mit „a n t i g o n e . s t i m m e n“ ist Martina Roth und Johannes Conen geglückt, woran sich viele versuchen, sie haben das antike Drama in eine zeitgemäße Form gebracht. Fürther Nachrichten