Bild: hr-Sinfoniekonzert - Hilary Hahn, Andrés Orozco-Estrada
hr-Sinfoniekonzert - Hilary Hahn, Andrés Orozco-Estrada weitere Infos

Information zur Veranstaltung

hr-SINFONIEKONZERT

HILARY HAHN Violine
ANDRÉS OROZCO-ESTRADA Dirigent

Antonín Dvorˇák | Die Mittagshexe
Max Bruch | 1. Violinkonzert
Bohuslav Martinu˚ | 4. Sinfonie

Was haben die tschechische Volksmusik, die frühenglische Madrigalkunst und der Stil Claude Debussys gemeinsam? Diese drei Elemente finden sich, so jedenfalls behauptete es der Komponist Bohuslav Martinu˚ selbst, in seinen eigenen Werken wieder. Noch eine deutliche Prise Strawinsky und Dvorˇák ist darin enthalten, könnte man ergänzen, und vor allem ganz viel eigenes Genie. Denn Martinu˚ war ein brillanter Geist – seine uneingeschränkt positive 4. Sinfonie aus dem Jahr 1945, die Andrés Orozco-Estrada und das hr-Sinfonieorchester im Rahmen ihres Martinu˚-Zyklus in dieser Saison präsentieren, macht es deutlich. Martinu˚ galt zudem als Wunderkind an der Geige, mit sechs Jahren bekam er den ersten Unterricht. In diesem Alter hatte Hilary Hahn bereits ihren ersten öffentlichen Auftritt, mit zehn Jahren gab sie ihr erstes abendfüllendes Solokonzert, mit zwölf ihr Debüt mit dem Baltimore Symphony Orchestra – Hahns Karriere ist eine in allen Belangen singuläre! Längst ist die Amerikanerin mit den Pfälzer Wurzeln eine der führenden Geigerinnen unserer Zeit und zudem eine regelmäßige Partnerin des hr-Sinfonieorchesters. Schlank ist ihr Ton, überlegen ihre Gestaltungskraft, genau das Richtige für ein so populäres Werk wie Bruchs g-Moll-Violinkonzert.

(Foto: Michael Patrick O'Leary)