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Information zur Veranstaltung

hr-Sinfoniekonzert - Mahler 6

RAFAŁ BLECHACZ | Klavier
ANDRÉS OROZCO-ESTRADA | Dirigent
Wolfgang Amadeus Mozart | Klavierkonzert A-Dur KV 488
Gustav Mahler | 6. Sinfonie

Der Hammer macht es erst möglich: Wo das Cembalo dynamisch monochrom bleiben musste, konnte das Hammerklavier laut und leise klingen, mit allen delikaten Abstufungen dazwischen. Keiner nutzte diese neue Qualität so früh und so vollkommen wie Wolfgang Amadeus Mozart. Sein A-Dur-Klavierkonzert KV 488 ist eines der gelungensten Beispiele dieser Art. Ja, es ist das klassische Klavierkonzert schlechthin, es markiert die Höhe dieser Kunst. Doch der Hammer kann auch anders. Er kann, trocken auf einen Holzblock geschlagen, einen mächtigen, dumpfen Akzent setzen – »wie ein Axthieb«, so hat sich Gustav Mahler den unvorstellbaren Ton vorgestellt. Der riesenhafte Hammer ist das sonderbarste Element in einer sonderbaren Partitur, nämlich der zu Mahlers kolossaler 6. Sinfonie, die noch weitere eigenartige Instrumente verlangt, Kuhglocken etwa, Xylofon und Celesta. Mahler selbst nannte diese Sinfonie »tragisch«, mancher verglich sie schon mit einer der großen Tragödien der griechischen Antike. Die Größe dieser Sechsten, ihre enorme Fallhöhe, lässt keinen Zuhörer unbewegt. Sie trifft eben schonungslos »wie ein Axthieb«.

(Bild: © Felix Broede)