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Information zur Veranstaltung

hr-Sinfoniekonzert - Schubert!

CAROLIN WIDMANN | Violine
ANDRÉS OROZCO-ESTRADA | Dirigent

13. Dezember
Jörg Widmann | Con brio
Franz Schubert | 1. Sinfonie
Franz Schubert | Polonaise B-Dur für Violine und Orchester
Jörg Widmann | Etüde Nr. 3 für Violine solo
Franz Schubert | 4. Sinfonie

14. Dezember
Franz Schubert | Rondo für Violine und Orchester
Jörg Widmann | 2. Violinkonzert (Auftragswerk der Suntory Hall Tokyo,
des Orchestre de Paris und des hr – Deutsche Erstaufführung)
Franz Schubert | Große C-Dur-Sinfonie

»Hier ist außer meisterlicher musikalischer Technik der Komposition, noch Leben in allen Fasern, Kolorit bis in die feinste Abstufung, Bedeutung überall, schärfster Ausdruck des Einzelnen, und über das Ganze endlich eine Romantik ausgegossen, wie man sie schon anderswoher an Franz Schubert kennt« – das schrieb Robert Schumann über die letzte Sinfonie seines Wiener Kollegen. Franz Schubert als Sinfoniker blieb zu seiner Zeit unbeachtet, und seine frühen sinfonischen Werke sind bis heute eher rare Gäste auf den Konzertpodien. Grund genug für das hr-Sinfonierochester, ihm eine Komplettaufführung zu gönnen: alle acht Sinfonien in einer Spielzeit, kontrastreich flankiert und angereichert durch korrespondierende Werke mit interessanten Parallelen. So wird die Geigerin Carolin Widmann am ersten Doppel- Konzert-Abend Schuberts Polonaise für Violine und Orchester in eine Violin-Etüde ihres Bruders, des Komponisten Jörg Widmann, überblenden und am zweiten dessen 2. Violinkonzert in Deutscher Erstaufführung präsentieren. Schubert, weiß Widmann, sei der Lehrmeister des instrumentalen Gesangs und stehe an der Spitze jener Komponisten, »die jenes extreme, fast unmögliche Singen fordern.« Und da ist sich Jörg Widmann wohl mit Robert Schumann einig: »Die Welt ist doch eine andere, wenn man EINMAL Schubert gehört hat.«

hr-Sinfoniekonzert - Schubert! Stimmen ...

4. April | 19.30 Uhr

Schubert! Nacht
ANNA LUCIA RICHTER | Sopran / MICHAEL GEES | Klavier
ANDRÉS OROZCO-ESTRADA | Dirigent

Franz Schubert | 3. Sinfonie
Anna-Lucia Richter/Michael Gees | Improvisation
Franz Schubert | 6. Sinfonie
Franz Schubert | Ausgewählte Lieder
Franz Schubert | 5. Sinfonie

5. April | 20 Uhr
CHRISTOPH PRÉGARDIEN | Tenor / ULRICH EISENLOHR | Klavier
ANDRÉS OROZCO-ESTRADA | Dirigent

Franz Schubert | 2. Sinfonie
Wolfgang Rihm | Das Rot – Sechs Gedichte von Karoline von Günderrode
Franz Schubert | Sinfonie h-Moll (»Unvollendete«)
Franz Schubert | Sechs Lieder nach Heinrich Heine aus »Schwanengesang« D 957

Das zweite Konzert-Doppel des Schubert-Projekts: fünf Sinfonien an zwei Abenden – drei in einer längeren »Schubert! Nacht« (Beginn bereits um 19.30 Uhr) und der berühmte Solitär der »Unvollendeten« am letzten Abend. Ergänzt wird das Sinfonische diesmal durch Schubert- Lieder – durch Werke jener Gattung also, in der der Komponist so sehr bei sich war wie nirgends sonst. Mit Christoph Prégardien wird dabei einer der wichtigsten Schubert-Sänger zu Wort kommen. Sein Tenor kann als Maßstab gelten für eine ebenso natürlich wie intelligent geführte Lieder-Stimme. »Prégardiens Romantik ist intensiv, unmittelbar und in jedem Moment dringlich, sie verschlägt einem den Atem«, hieß es dazu im Deutschlandfunk. »Auflehnung, Wut, Zorn, Sarkasmus – inzwischen finde ich viel mehr Farben in Schuberts Musik«, so der Sänger im Rückblick auf seinen sängerischen Erfahrungsschatz. »All diese Emotionen kann ich heute besser vermitteln als vor zwanzig Jahren.« Eine herausragende Lied-Interpretin der jüngeren Generation ist Anna Lucia Richter, Jahrgang 1990, auch sie mit Schuberts Liedern bereits mehr als vertraut. Schubert, der genuine Wiener, zeige für sie in allen seinen Kompositionen etwas typisch Österreichisches: »ein Lächeln in der Trauer.«

(Bild © Werner Kmetitsch)