Bild: hr-Sinfonieorchester - Christoph EschenbachBild: hr-Sinfonieorchester - Christoph Eschenbach
hr-Sinfonieorchester - Christoph Eschenbach weitere Infos

Information zur Veranstaltung

CHRISTOPH ESCHENBACH
Musikfest | Kronberg Academy Festival

BRUNO PHILIPPE | Violoncello
WILLIAM HAGEN | Violine
CHRISTOPH ESCHENBACH | Dirigent

Joseph Haydn | 1. Cellokonzert C-Dur
Erich Wolfgang Korngold | Violinkonzert
Johannes Brahms/Arnold Schönberg | Klavierquartett g-Moll für Orchester

Brahms’ Geist in Schönbergs Händen. Wenn Brahms eine Fünfte komponiert hätte, so könnte sie klingen! Dass er nur vier Sinfonien geschrieben hat – eigentlich ein Jammer. Aber kann man dagegen nicht etwas machen? Arnold Schönberg, Brahms-Bewunderer durch und durch, hat dessen herrliches g-Moll-Klavierquartett für Orchester bearbeitet und nannte das in der Tat berauschende Ergebnis unter der Hand »Brahms’ Fünfte«. Seine dringlichste Absicht dabei war übrigens: »Streng im Stil von Brahms bleiben und nicht weiter zu gehen, als er selbst gegangen wäre, wenn er heute noch lebte.« Schönberg emigrierte 1933 in die USA, sein Kollege Erich Wolfgang Korngold ein Jahr später – zwei jüdische Komponisten, ins Exil gezwungen. Korngold, einst Europas größtes Wunderkind, machte Karriere in Hollywood, mit Filmmusiken. Und aus gleich vier Hauptthemen verschiedener Filme setzte er 1945 sein entsprechend süffig-melodisches Violinkonzert zusammen, ein geradezu klassisch abgeklärtes, wenngleich technisch aberwitzig schweres Werk aus dem Geist der Spätromantik. Das sich von der Zeitung New York Times sogleich einen passenden Namen eingehandelt hat: »Hollywood Concerto«.