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Information zur Veranstaltung

VERDI-REQUIEM

BARBARA FRITTOLI | Sopran
VIOLETA URMANA | Alt
RENÉ BARBERA | Tenor
CARLO COLOMBARA | Bass
MDR RUNDFUNKCHOR
ANDRÉS OROZCO-ESTRADA | Dirigent

Giuseppe Verdi | Messa da Requiem

Tag des Zorns. Eine Totenmesse, so leidenschaftlich wie eine Oper, mit einem jüngsten Gericht wie eine Höllenfahrt. Die Zeitgenossen meinten es nicht eben hochachtungsvoll, als sie 1874 die »Messa da Requiem« von Giuseppe Verdi als »Oper im Kirchengewande« titulierten. Zu leidenschaftlich, zu sinnlich, zu viel äußerer Furor – das war der Vorwurf. Aber Verdi war nun einmal ein Mann für die große Bühne, was allerdings nicht bedeutet, dass er die tradierte Totenmesse hier banalisierte, weil er sie italianisierte. Im Gegenteil: Hier wird ganz von Herzen voll Inbrunst gefleht um Errettung, die Furcht vor den Schrecken des jüngsten Gerichts macht sich tonstark Luft, die große Trommel schlägt zum »Dies irae« mit Macht. Die Trompeten verkünden das Ende der Tage, der Mensch steht vor der Apokalypse. Und keiner begleitet ihn dorthin mit mehr Imaginationskraft als Giuseppe Verdi.

(Foto: MDR/Peter Adamik)