paradies spielen (abendland. ein abgesang) - von Thomas Köck Tickets - Erlangen, Markgrafentheater

Event-Datum
Mittwoch, den 27. Februar 2019
Beginn: 19:30 Uhr
Event-Ort
Theaterplatz 2,
91054 Erlangen
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: das theater erlangen (Kontakt)

Rollstuhlplätze sind nur bei der Theaterkasse buchbar.

Induktives Hören ist im Markgrafentheater bei einer Bestuhlung von 13 Reihen im Parkett ab Reihe 4 bis einschließlich Reihe 12 und bei einer Bestuhlung von 10 Reihen ab Reihe 1 bis einschließlich Reihe 9 bei fast allen Vorstellungen möglich. Das Hörgerät sollte dann auf Schalterstellung „T“ gestellt werden.
Ticketpreise
ab 8,60 EUR
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Bild: Paradies Spielen - Das Theater Erlangen
Dauer 1 Stunde und 55 Minuten, keine Pause

„Die mitteleuropäische Erschöpfung“ findet „im ewigen ICE“ statt. Fünf Reisende und ein mysteriöser Zugbegleiter rasen ohne Halt durch die Landschaft ins Ungewisse. Parallel dazu wird die Geschichte eines chinesischen Wanderarbeiterpärchens erzählt, das voller Hoffnungen wochenlang im Zug nach Europa gefahren ist, um wieder nur Kleidung in Massen zu produzieren. Und mittendrin ein Sohn am Krankenbett seines Vaters, der schwere Verbrennungen erlitten hat. Das Herz schlägt noch. Die Erde ist noch nicht verbrannt. Lohnt es sich noch zu kämpfen? Auf poetische und sprachgewaltige Art und Weise verwebt Köck persönliche Erlebnisse mit einem Gesellschaftsbild kurz vor dem Kollaps.

Für diesen dritten und abschließenden Teil seiner Klimatrilogie („paradies fluten“, „paradies hungern“), wurde Thomas Köck mit dem Mülheimer Dramatikerpreis 2018 ausgezeichnet und jüngst in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift "Die deutsche Bühne" für "paradies spielen" zum Nachwuchsautor des Jahres gewählt.

Regie … Katja Ott
Bühne ... Bernhard Siegl
Kostüme ... Nina Hofmann
Video ... Kai Wido Meyer
Musik ... Jan S. Beyer & Jörg Wockenfuß
Licht ... Ernst Schießl
Dramaturgie ... Karoline Felsmann

Besetzung
Ich ... Enrique Fiß
ein singender Kondukteur ... Charles P. Campbell
zwei chinesische Wanderarbeiter ... Ralph Jung und Violetta Zupančič
Marianne ... Olga Prokot
Sonja ... Alissa Snagowski
Doris ... Marion Bordat
Fred ... Ralph Jung
Martin ... Martin Maecker
ausgebrannter Chor im ewigen ICE der Spätmoderne


"Dazu hat Ott ihre Schauspieler zu minimalem Spiel angehalten, eindringliche Monologe - etwa von Enrique Fiß, dessen weitere Entwicklung es unbedingt zu verfolgen gilt - wechseln mit präzisen Chorszenen von eisiger Kälte. Dazwischen Späße, bei denen einem das Lachen im Hals stecken bleibt." (Süddeutsche Zeitung, 04.07.18)

"Es sind zwei Stunden, in der duch eine kluge Inszenierung die Wucht dieses Textes, der gerade mit dem Mülheimer Theaterpreis ausgezeichnet wurde, herausgearbeitet wird. (...) Die Stakkato-Sätze, die Chorauftritte, die Wiederholungen, die Zitate, die ans Publikum gerichteten Reden, die Querverweise und Monologe werden geschickt miteinander verbunden." (Erlanger Nachrichten, 03.07.18)
Bild: Markgrafentheater Erlangen

Das Theater Erlangen vereint drei Spielstätten, in denen ein vielseitiges Programm geboten wird - vom großen Klassiker bis hin zum zeitgenössischen Stück. Der barocke Kern bildet das Markgrafentheater. Er begeistert nach wie vor: So wurde das Markgrafentheater als Kulisse in der internationalen Historienverfilmung Farinelli (1994) von Gérard Corbiau genutzt. Zuletzt wurde 1999 der Zuschauerraum behutsam restauriert.
(Quelle/Foto: theater-erlangen.de)