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Veranstaltungsinfos
Weltalltage. Literatur, Teilhabe und Demokratie
Lesung und Gespräch mit Lena Gorelik, Moderation: Insa Wilke
„Ihn seht ihr sofort. Das Mitleid, die Erleichterung, die dem Mitleid hinterherrennt. Dass dieser Kelch
an euch vorübergegangen ist. Euer Blick springt zu euren eigenen Kindern, vielleicht streichelt ihr über deren Köpfe. Wenn niemand hinsieht natürlich. Wie gut, dass du gesund bist. Oder sogar: Wie gut, dass du normal bist. Das heißt: Wie gut, dass du nicht bist wie er. Dieser Kelch, der an euch vorübergegangen ist, ist mein Sohn, meine Tochter, mein Leben.“ Lena Gorelik
Lena Goreliks neuer Roman „Alle meine Mütter“ erzählt von einer besonderen, oft lebenslang komplexen Beziehung. Was es heißt, ungewollt Mutter oder nicht Mutter zu sein, oder Mutter zu sein eines chronisch kranken Kindes, das lebenslang begleitet werden wird. Was es heißt, ein Kind anzunehmen, es zu verlieren oder nicht loslassen zu können. Tiefste Liebe, Zweifel, ganz verschiedene Formen von Glück. „Alle meine Mütter“ bildet den Auftakt der neuen Reihe „Weltalltage“. Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe sind Gradmesser einer Demokratie. Eine Gesellschaft, in der sich möglichst viele Menschen einbringen können, begegnet extremistischen Strömungen mit mehr Standfestigkeit – Sensibilisierung und Abbau von Barrieren ebnen den Weg dorthin. Auf diesem Weg weitet „Alle meine Mütter“ unseren Blick – und wie beiläufig auch unser Herz. Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, lebt in München. Für ihr literarisches Werk wurde sie vielfach ausgezeichnet. 2023 kuratierte sie das 1. Stuttgarter Literaturfestival.
Gefördert im Innovationsfonds des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Literaturhäuser
Lesung und Gespräch mit Lena Gorelik, Moderation: Insa Wilke
„Ihn seht ihr sofort. Das Mitleid, die Erleichterung, die dem Mitleid hinterherrennt. Dass dieser Kelch
an euch vorübergegangen ist. Euer Blick springt zu euren eigenen Kindern, vielleicht streichelt ihr über deren Köpfe. Wenn niemand hinsieht natürlich. Wie gut, dass du gesund bist. Oder sogar: Wie gut, dass du normal bist. Das heißt: Wie gut, dass du nicht bist wie er. Dieser Kelch, der an euch vorübergegangen ist, ist mein Sohn, meine Tochter, mein Leben.“ Lena Gorelik
Lena Goreliks neuer Roman „Alle meine Mütter“ erzählt von einer besonderen, oft lebenslang komplexen Beziehung. Was es heißt, ungewollt Mutter oder nicht Mutter zu sein, oder Mutter zu sein eines chronisch kranken Kindes, das lebenslang begleitet werden wird. Was es heißt, ein Kind anzunehmen, es zu verlieren oder nicht loslassen zu können. Tiefste Liebe, Zweifel, ganz verschiedene Formen von Glück. „Alle meine Mütter“ bildet den Auftakt der neuen Reihe „Weltalltage“. Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe sind Gradmesser einer Demokratie. Eine Gesellschaft, in der sich möglichst viele Menschen einbringen können, begegnet extremistischen Strömungen mit mehr Standfestigkeit – Sensibilisierung und Abbau von Barrieren ebnen den Weg dorthin. Auf diesem Weg weitet „Alle meine Mütter“ unseren Blick – und wie beiläufig auch unser Herz. Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, lebt in München. Für ihr literarisches Werk wurde sie vielfach ausgezeichnet. 2023 kuratierte sie das 1. Stuttgarter Literaturfestival.
Gefördert im Innovationsfonds des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Literaturhäuser
Ort der Veranstaltung
Mit einer Rede von W.G. Sebald wurde das Literaturhaus im November 2001 eröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude mit historischem Pater-Noster und Atrium liegt gegenüber der Liederhalle und ist Teil des neu gestalteten Bosch-Areals. Zwei Etagen, zu denen auch das ehemalige Arbeitszimmer von Robert Bosch gehört, werden vom 1997 gegründeten Literaturhaus-Verein genutzt.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.