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Berliner Künstlerinnen in den "goldenen" 1920er Jahren
Thomas R. Hoffmann  
Veranstalter:
Urania Berlin e.V. , An der Urania 17, 10787 Berlin, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Die 1920er Jahre in Berlin waren weit mehr als eine Epoche kulturellen Aufbruchs – sie waren das Ergebnis tiefgreifender gesellschaftlicher Erschütterungen. Die Niederlage im Ersten Weltkrieg, der Zusammenbruch der Monarchie und die Ausrufung der Weimarer Republik 1918 hatten die alten Ordnungen ins Wanken gebracht und neuen gesellschaftlichen Kräften Raum geschaffen – darunter einer erstarkenden Frauenbewegung, die nun auch in Kunst und Kultur sichtbar wurde.
Ein zentrales Symbol dieses Wandels war das Frauenwahlrecht, das 1918 eingeführt wurde, sowie die schrittweise Öffnung akademischer Institutionen für Frauen. Ab 1919 durften Frauen erstmals an der Berliner Akademie der Künste studieren – ein Recht, das ihnen zuvor verwehrt geblieben war und das viele in die künstlerische Emigration oder an private Kunstschulen gezwungen hatte. Jeanne Mammen etwa hatte an der Brüsseler Akademie studiert, Hannah Höch den Weg über die Berliner Kunstgewerbeschule genommen. Lotte Laserstein gehörte dann zur Pionierinnengeneration, die von dieser Öffnung unmittelbar profitierte – und fand an der Akademie mit Käthe Kollwitz und später Renée Sintenis sogar weibliche Vorbilder in Lehrpositionen, was einem doppelten Tabubruch gleichkam.
Die Künstlerinnen schufen ihr Werk in einer Stadt, die zwischen Inflation und Modernisierung, zwischen politischer Radikalisierung und kultureller Explosion zerrissen war – ebenso Hauptstadt der Avantgarde wie Seismograf tiefer gesellschaftlicher Widersprüche. Wie unmittelbar sich dieses Spannungsfeld in der Kunst niederschlug, zeigt eindrucksvoll die Ausstellung "Ruin und Rausch" in der Neuen Nationalgalerie.
Aus diesem Anlass stellt der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann Werke von Mammen, Höch, Laserstein, Kollwitz und Sintenis in einen inhaltlichen Dialog und fragt danach, wie diese Frauen – als Außenseiterinnen im Kunstbetrieb und als Zeuginnen des Umbruchs – ihre Zeit wahrnahmen, deuteten und gestalteten.
Foto: Thomas Hoffmann (c) Helen Nicolai
Ein zentrales Symbol dieses Wandels war das Frauenwahlrecht, das 1918 eingeführt wurde, sowie die schrittweise Öffnung akademischer Institutionen für Frauen. Ab 1919 durften Frauen erstmals an der Berliner Akademie der Künste studieren – ein Recht, das ihnen zuvor verwehrt geblieben war und das viele in die künstlerische Emigration oder an private Kunstschulen gezwungen hatte. Jeanne Mammen etwa hatte an der Brüsseler Akademie studiert, Hannah Höch den Weg über die Berliner Kunstgewerbeschule genommen. Lotte Laserstein gehörte dann zur Pionierinnengeneration, die von dieser Öffnung unmittelbar profitierte – und fand an der Akademie mit Käthe Kollwitz und später Renée Sintenis sogar weibliche Vorbilder in Lehrpositionen, was einem doppelten Tabubruch gleichkam.
Die Künstlerinnen schufen ihr Werk in einer Stadt, die zwischen Inflation und Modernisierung, zwischen politischer Radikalisierung und kultureller Explosion zerrissen war – ebenso Hauptstadt der Avantgarde wie Seismograf tiefer gesellschaftlicher Widersprüche. Wie unmittelbar sich dieses Spannungsfeld in der Kunst niederschlug, zeigt eindrucksvoll die Ausstellung "Ruin und Rausch" in der Neuen Nationalgalerie.
Aus diesem Anlass stellt der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann Werke von Mammen, Höch, Laserstein, Kollwitz und Sintenis in einen inhaltlichen Dialog und fragt danach, wie diese Frauen – als Außenseiterinnen im Kunstbetrieb und als Zeuginnen des Umbruchs – ihre Zeit wahrnahmen, deuteten und gestalteten.
Foto: Thomas Hoffmann (c) Helen Nicolai
Ort der Veranstaltung
Die Urania Berlin bietet einen Ort für all jene, die sich für wissenschaftliche Erkenntnisse interessieren. Aber es ist vor allem ein Ort des Austauschs, nicht nur zur Wissenschaft - sondern auch zu Kultur, Politik, Kunst und Gesellschaft. Es geht darum, Verständnis auf- und Barrieren abzubauen und Bildung für alle zugänglich zu machen. Indem hier ein breites Angebot an Veranstaltungen angeboten wird, leistet der Verein Urania Berlin e.V. einen wichtigen Teil zur Förderung von Bildung und Demokratie. Die Gründung des ersten Science Center der Welt 1888 ging übrigens von keinem geringeren als Alexander Humboldt aus, also zumindest lieferte er den Impuls dafür zusammen mit seinem Bruder Wilhelm. Die Vision eines Zentrums, in welcher der Zugang zu Bildung und Wissen für alle an erster Stelle steht, teilten auch die eigentlichen Gründer Wilhelm Foerster und Max Wilhelm Meyer, die zusammen mit Ernst Werner von Siemens dann die Pläne finalisierten und so schließlich das Urania Berlin gründeten.
Bei den hier stattfindenden Veranstaltungen handelt es sich um Vorträge mit Expertinnen und Experten, Podiumsgespräche, Filmvorführungen und anschließenden Fragerunden sowie Buchpremieren. Aber auch Tanzgalas und Live-Hörspiele finden hier statt. Sichern Sie sich jetzt Tickets für das vielfältige Angebot im Urania Berlin und seien Sie bei den erstklassigen Vorträgen und Darbietungen live dabei.
Bei den hier stattfindenden Veranstaltungen handelt es sich um Vorträge mit Expertinnen und Experten, Podiumsgespräche, Filmvorführungen und anschließenden Fragerunden sowie Buchpremieren. Aber auch Tanzgalas und Live-Hörspiele finden hier statt. Sichern Sie sich jetzt Tickets für das vielfältige Angebot im Urania Berlin und seien Sie bei den erstklassigen Vorträgen und Darbietungen live dabei.