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Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Beatrix von Pilgrim, Bühnenbildnerin und bildende Künstlerin, Rita Thiele, Dramaturgin und Theater.
Zimmertheater im Löwen
Kornhausstraße 5
72070 Tübingen
Tickets ab 20,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Zimmertheater Tübingen GmbH , Bursagasse 16, 72070 Tübingen, Deutschland
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Veranstaltungsinfos
Catarina oder von der Schönheit, Faschisten zu töten
Tiago Rodrigues
Deutsch von Niki Graça
Premiere: 17. Oktober 2026
In dieser portugiesischen Familie gibt es eine sommerliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia am 19. Mai 1954 durch Schergen der Salazar-Diktatur wird ein Faschist getötet. Das 2020 geschriebene Stück spielt in der nahen Zukunft (2028) im Süden Portugals. Die Familienzusammenkunft beginnt mit Essen und Trinken und endet mit der Erschießung des zuvor gekidnappten Delinquenten. Hier wird anscheinend Unrecht gerächt. Als sich die Tochter weigert, das Ritual fortzusetzen, da sie nicht mehr an die Logik der Vergeltung glaubt und an der Gewalt als ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie zweifelt, beginnt eine komplexe politische sowie ethische Auseinandersetzung innerhalb der Familie.
Das Stück stellt gewichtige Fragen, die unmittelbar unsere gesellschaftlichen Realitäten berühren. Was ist heute ein Faschist und wie funktionieren faschistische Rhetoriken? Was heißt heute eigentlich „politisch handeln“? Was hat eine wehrhafte Demokratie anzubieten, wenn Widerstand nicht in Gewalt umschlagen soll? Dürfen wir die Regeln der Demokratie verletzen, wenn wir nach anderen/besseren Wegen suchen, sie zu verteidigen? Besteht gegenwärtig nicht gerade die zentrale Herausforderung darin, „dass wir den Faschismus auf nicht faschistische Weise zu bekämpfen lernen“, so Eva von Redecker?
Und welche zeitgemäßen und in die Zukunft weisenden Ästhetiken des Widerstandes kann hier das Theater formulieren?
Tiago Rodrigues, geboren 1977 in Portugal, ist Schauspieler, Regisseur, Dramatiker und Produzent und seit 2022 Direktor des renommierten Avignon Festivals. Er hat in den letzten 20 Jahren mehr als 40 Aufführungen in über 25 Ländern geschaffen, gründete 2003 zusammen mit Magda Bizarro die Kompanie Mundo Perfeito und wurde 2015 Direktor des Teatro Nacional D. Maria II in Lissabon. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. 2018 mit dem XV. Europäischen Preis für Theaterrealitäten, 2019 mit dem Titel „Chevalier de l`Ordre des Arts et des Lettres“ der französischen Republik sowie den Prémio Pessoa, dies ist die renommierteste Auszeichnung für Kunst und Wissenschaft in Portugal.
„Catarina e a beleza de matar fascistas“ wurde 2020 von Tiago Rodrigues in Portugal uraufgeführt und gastierte vielfach in Europa.
Die deutschsprachige Erstaufführung von „Catarina oder von der Schönheit Faschisten zu töten“ fand am 14.2.26 in der Regie von Mateja Koleznik am Schauspielhaus Bochum statt.
Wir bieten unserem Publikum grundsätzlich nach jeder Vorstellung ein Nachgespräch an. Dazu werden wir Vertreterinnen und Vertreter aus der Tübinger Stadtgesellschaft sowie auswärtige Menschen mit unterschiedlicher Expertise einladen. Im Rahmen der Nachgespräche kooperiert das Zimmertheater mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung der Uni Tübingen. Unser besonderer Dank gilt hier Prof. Dr. Léonie de Jonge.
Content Note: In der Inszenierung wird eine Schusswaffe gezeigt und eingesetzt. Das Stück thematisiert Tötungsabsichten sowie Gewalt gegen Frauen, ausdrücklich auch einen Femizid. Außerdem werden rechtsextreme, rassistische, faschistische sowie frauen- und queerfeindliche Positionen und Formulierungen reproduziert.
Besetzung
Marco: Paul Smollich
Rui: Udo Rau
Isabel: Christina Weiser
Sara: Sophie Maria Scherrieble
Antonio: Thomas Bockelmann
Romeu: Malte Flierenbaum
Regie: Tobias Schilling
Bühnenbild/Kostüm: Birgit Angele
Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges
Technik: Mike Michelius, Alexander Schwab
Verlag: Henschel Schauspiel
Nachgespräche im Anschluss an die Vorstellungen von Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten
Samstag, 24.10. Dr. Martin Ulmer, Geschichtswerkstatt Tübingen, Jessica Reichert, Junge Geschichtswerkstatt Tübingen, und ein Vertreter der Young Guides Tübingen
Freitag, 30.10. Dr. Christopher Gohl und Dr. Bernd Villhauer, Welt-Ethos-Institut Tübingen
Samstag, 31.10. Vertreterinnen Omas gegen Rechts
Donnerstag, 5.11. Beatrix von Pilgrim, Bühnenbildnerin und bildende Künstlerin,und Rita Thiele, Dramaturgin und Theaterschaffende.
In Anwesenheit des Regisseurs Tobias Schilling.
Freitag, 6.11. Prof. Dr. Léonie de Jonge, Leiterin des Instituts für Rechtsextremismusforschung, Uni Tübingen.
In Anwesenheit des Regisseurs Tobias Schilling.
Freitag, 13.11. Dr. Sabine Volk, assoziierte Wissenschaftlerin am Institut für Rechtsextremismusforschung, Uni Tübingen
Donnerstag, 19.11. Prof. Dr. Annett Heft, Professorin für Rechts-extremismusforschung mit Schwerpunkt Medien und Öffentlichkeiten, Dr. Kilian Bühling & Mareike Stürenburg, Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, Institut für Rechtsextremismusforschung, Uni Tübingen
Freitag, 20.11. Prof. Dr. Tanja Thomas, Lehrstuhl für Transformationen der Medienkultur, Medienwissenschaft, Universität Tübingen
Samstag, 21.11. Prof. Dr. Barbara Stauber, Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik, Institut für Erziehungswissenschaft, Uni Tübingen.
In Anwesenheit des Regisseurs Tobias Schilling.
Donnerstag, 17.12. Dr. Christopher Gohl, Dr. Bernd Villhauer, Welt-Ethos-Institut Tübingen
Tiago Rodrigues
Deutsch von Niki Graça
Premiere: 17. Oktober 2026
In dieser portugiesischen Familie gibt es eine sommerliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia am 19. Mai 1954 durch Schergen der Salazar-Diktatur wird ein Faschist getötet. Das 2020 geschriebene Stück spielt in der nahen Zukunft (2028) im Süden Portugals. Die Familienzusammenkunft beginnt mit Essen und Trinken und endet mit der Erschießung des zuvor gekidnappten Delinquenten. Hier wird anscheinend Unrecht gerächt. Als sich die Tochter weigert, das Ritual fortzusetzen, da sie nicht mehr an die Logik der Vergeltung glaubt und an der Gewalt als ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie zweifelt, beginnt eine komplexe politische sowie ethische Auseinandersetzung innerhalb der Familie.
Das Stück stellt gewichtige Fragen, die unmittelbar unsere gesellschaftlichen Realitäten berühren. Was ist heute ein Faschist und wie funktionieren faschistische Rhetoriken? Was heißt heute eigentlich „politisch handeln“? Was hat eine wehrhafte Demokratie anzubieten, wenn Widerstand nicht in Gewalt umschlagen soll? Dürfen wir die Regeln der Demokratie verletzen, wenn wir nach anderen/besseren Wegen suchen, sie zu verteidigen? Besteht gegenwärtig nicht gerade die zentrale Herausforderung darin, „dass wir den Faschismus auf nicht faschistische Weise zu bekämpfen lernen“, so Eva von Redecker?
Und welche zeitgemäßen und in die Zukunft weisenden Ästhetiken des Widerstandes kann hier das Theater formulieren?
Tiago Rodrigues, geboren 1977 in Portugal, ist Schauspieler, Regisseur, Dramatiker und Produzent und seit 2022 Direktor des renommierten Avignon Festivals. Er hat in den letzten 20 Jahren mehr als 40 Aufführungen in über 25 Ländern geschaffen, gründete 2003 zusammen mit Magda Bizarro die Kompanie Mundo Perfeito und wurde 2015 Direktor des Teatro Nacional D. Maria II in Lissabon. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. 2018 mit dem XV. Europäischen Preis für Theaterrealitäten, 2019 mit dem Titel „Chevalier de l`Ordre des Arts et des Lettres“ der französischen Republik sowie den Prémio Pessoa, dies ist die renommierteste Auszeichnung für Kunst und Wissenschaft in Portugal.
„Catarina e a beleza de matar fascistas“ wurde 2020 von Tiago Rodrigues in Portugal uraufgeführt und gastierte vielfach in Europa.
Die deutschsprachige Erstaufführung von „Catarina oder von der Schönheit Faschisten zu töten“ fand am 14.2.26 in der Regie von Mateja Koleznik am Schauspielhaus Bochum statt.
Wir bieten unserem Publikum grundsätzlich nach jeder Vorstellung ein Nachgespräch an. Dazu werden wir Vertreterinnen und Vertreter aus der Tübinger Stadtgesellschaft sowie auswärtige Menschen mit unterschiedlicher Expertise einladen. Im Rahmen der Nachgespräche kooperiert das Zimmertheater mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung der Uni Tübingen. Unser besonderer Dank gilt hier Prof. Dr. Léonie de Jonge.
Content Note: In der Inszenierung wird eine Schusswaffe gezeigt und eingesetzt. Das Stück thematisiert Tötungsabsichten sowie Gewalt gegen Frauen, ausdrücklich auch einen Femizid. Außerdem werden rechtsextreme, rassistische, faschistische sowie frauen- und queerfeindliche Positionen und Formulierungen reproduziert.
Besetzung
Marco: Paul Smollich
Rui: Udo Rau
Isabel: Christina Weiser
Sara: Sophie Maria Scherrieble
Antonio: Thomas Bockelmann
Romeu: Malte Flierenbaum
Regie: Tobias Schilling
Bühnenbild/Kostüm: Birgit Angele
Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges
Technik: Mike Michelius, Alexander Schwab
Verlag: Henschel Schauspiel
Nachgespräche im Anschluss an die Vorstellungen von Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten
Samstag, 24.10. Dr. Martin Ulmer, Geschichtswerkstatt Tübingen, Jessica Reichert, Junge Geschichtswerkstatt Tübingen, und ein Vertreter der Young Guides Tübingen
Freitag, 30.10. Dr. Christopher Gohl und Dr. Bernd Villhauer, Welt-Ethos-Institut Tübingen
Samstag, 31.10. Vertreterinnen Omas gegen Rechts
Donnerstag, 5.11. Beatrix von Pilgrim, Bühnenbildnerin und bildende Künstlerin,und Rita Thiele, Dramaturgin und Theaterschaffende.
In Anwesenheit des Regisseurs Tobias Schilling.
Freitag, 6.11. Prof. Dr. Léonie de Jonge, Leiterin des Instituts für Rechtsextremismusforschung, Uni Tübingen.
In Anwesenheit des Regisseurs Tobias Schilling.
Freitag, 13.11. Dr. Sabine Volk, assoziierte Wissenschaftlerin am Institut für Rechtsextremismusforschung, Uni Tübingen
Donnerstag, 19.11. Prof. Dr. Annett Heft, Professorin für Rechts-extremismusforschung mit Schwerpunkt Medien und Öffentlichkeiten, Dr. Kilian Bühling & Mareike Stürenburg, Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, Institut für Rechtsextremismusforschung, Uni Tübingen
Freitag, 20.11. Prof. Dr. Tanja Thomas, Lehrstuhl für Transformationen der Medienkultur, Medienwissenschaft, Universität Tübingen
Samstag, 21.11. Prof. Dr. Barbara Stauber, Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik, Institut für Erziehungswissenschaft, Uni Tübingen.
In Anwesenheit des Regisseurs Tobias Schilling.
Donnerstag, 17.12. Dr. Christopher Gohl, Dr. Bernd Villhauer, Welt-Ethos-Institut Tübingen
Ort der Veranstaltung
Zimmertheater im Löwen Tübingen
Kornhausstraße 5
72070 Tübingen