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Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Stückeinführung 19:30 Uhr; Nachgespräch
Zimmertheater im Löwen
Kornhausstraße 5
72070 Tübingen
Tickets ab 10,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Zimmertheater Tübingen GmbH , Bursagasse 16, 72070 Tübingen, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Catarina oder von der Schönheit, Faschisten zu töten
Tiago Rodrigues, sus dem Portugiesischen von Niki Graça
In dieser portugiesischen Familie gibt es eine sommerliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia am 19. Mai 1954 durch Schergen der Salazar-Diktatur wird ein Faschist getötet. Die Familienzusammenkunft beginnt mit Essen und Trinken und endet mit der Erschießung des zuvor gekidnappten Delinquenten. Hier wird anscheinend Unrecht gerächt. Als sich die Tochter weigert, das Ritual fortzusetzen, da sie nicht mehr an die Logik der Vergeltung glaubt und an der Gewalt als ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie zweifelt, beginnt eine komplexe politische sowie ethische Auseinandersetzung innerhalb der Familie.
Das Stück stellt gewichtige Fragen, die unmittelbar unsere gesellschaftlichen Realitäten berühren. Was ist heute ein Faschist und wie funktionieren faschistische Rhetoriken? Was heißt heute eigentlich „politisch handeln“? Was hat eine wehrhafte Demokratie anzubieten, wenn Widerstand nicht in Gewalt umschlagen soll? Dürfen wir die Regeln der Demokratie verletzen, wenn wir nach anderen/besseren Wegen suchen, sie zu verteidigen? Besteht gegenwärtig nicht gerade die zentrale Herausforderung darin, „dass wir den Faschismus auf nicht faschistische Weise zu bekämpfen lernen“ (Eva von Redecker)?
Und welche zeitgemäßen und in die Zukunft weisenden Ästhetiken des Widerstandes kann hier das Theater formulieren?
Thiago Rodrigues, geboren 1977 in Portugal ist Schauspieler, Regisseur, Dramatiker und Produzent und seit 2022 Direktor des Avignon Festivals. Er hat in den letzten 20 Jahren mehr als 40 Aufführungen in über 25 Ländern geschaffen, gründete 2003 zusammen mit Magda Bizarro die Kompanie Mundo Perfeito und wurde 2015 Direktor des Teatro Nacional D. Maria II in Lissabon. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. 2018 mit dem XV. Europäischen Preis für Theaterrealitäten, 2019 mit dem Titel „Chevalier de l`Ordre des Arts et des Lettres“ der französischen Republik sowie den Prémio Pessoa, im selben Jahr erhielt er die renommierteste portugiesische Auszeichnung für Kunst und Wissenschaft und 2021 die Medaille für kulturelle Verdienste in Portugal.
„Catarina e a beleza de matar fascistas“ wurde 2020 von Thiago Rodrigues in Portugal uraufgeführt und gastierte vielfach in Europa.
Die deutschsprchige Erstaufführung von„Catarina oder von der Schönheit Faschisten zu töten“ fand am 14.2.26 in der Regie von Mateja Koleznik am Schauspielhaus Bochum statt.
Wir bieten unserem Publikum grundsätzlich nach jeder Vorstellung ein Nachgespräch an. Dazu werden wir Vertreterinnen und Vertreter aus der Tübinger Stadtgesellschaft sowie auswärtige Menschen mit unterschiedlicher Expertise einladen.
Im Rahmen der Nachgespräche kooperiert das Zimmertheater mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung der Uni Tübingen. Unser besonderer Dank gilt hier Prof. Dr. Léonie de Jonge.
Besetzung
Marco: Paul Schmollich
Rui: Udo Rau
Isabel: Christina Weiser
Sara: Sophie Maria Scherrible
Antonio: Thomas Bockelmann
Romeu: Malte Flierenbaum
Regie: Tobias Schilling
Ausstattung: Birgit Angele
Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges
Technik: Mike Michelius, Alexander Schwab
Premiere 17.10.2026
Tiago Rodrigues, sus dem Portugiesischen von Niki Graça
In dieser portugiesischen Familie gibt es eine sommerliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia am 19. Mai 1954 durch Schergen der Salazar-Diktatur wird ein Faschist getötet. Die Familienzusammenkunft beginnt mit Essen und Trinken und endet mit der Erschießung des zuvor gekidnappten Delinquenten. Hier wird anscheinend Unrecht gerächt. Als sich die Tochter weigert, das Ritual fortzusetzen, da sie nicht mehr an die Logik der Vergeltung glaubt und an der Gewalt als ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie zweifelt, beginnt eine komplexe politische sowie ethische Auseinandersetzung innerhalb der Familie.
Das Stück stellt gewichtige Fragen, die unmittelbar unsere gesellschaftlichen Realitäten berühren. Was ist heute ein Faschist und wie funktionieren faschistische Rhetoriken? Was heißt heute eigentlich „politisch handeln“? Was hat eine wehrhafte Demokratie anzubieten, wenn Widerstand nicht in Gewalt umschlagen soll? Dürfen wir die Regeln der Demokratie verletzen, wenn wir nach anderen/besseren Wegen suchen, sie zu verteidigen? Besteht gegenwärtig nicht gerade die zentrale Herausforderung darin, „dass wir den Faschismus auf nicht faschistische Weise zu bekämpfen lernen“ (Eva von Redecker)?
Und welche zeitgemäßen und in die Zukunft weisenden Ästhetiken des Widerstandes kann hier das Theater formulieren?
Thiago Rodrigues, geboren 1977 in Portugal ist Schauspieler, Regisseur, Dramatiker und Produzent und seit 2022 Direktor des Avignon Festivals. Er hat in den letzten 20 Jahren mehr als 40 Aufführungen in über 25 Ländern geschaffen, gründete 2003 zusammen mit Magda Bizarro die Kompanie Mundo Perfeito und wurde 2015 Direktor des Teatro Nacional D. Maria II in Lissabon. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. 2018 mit dem XV. Europäischen Preis für Theaterrealitäten, 2019 mit dem Titel „Chevalier de l`Ordre des Arts et des Lettres“ der französischen Republik sowie den Prémio Pessoa, im selben Jahr erhielt er die renommierteste portugiesische Auszeichnung für Kunst und Wissenschaft und 2021 die Medaille für kulturelle Verdienste in Portugal.
„Catarina e a beleza de matar fascistas“ wurde 2020 von Thiago Rodrigues in Portugal uraufgeführt und gastierte vielfach in Europa.
Die deutschsprchige Erstaufführung von„Catarina oder von der Schönheit Faschisten zu töten“ fand am 14.2.26 in der Regie von Mateja Koleznik am Schauspielhaus Bochum statt.
Wir bieten unserem Publikum grundsätzlich nach jeder Vorstellung ein Nachgespräch an. Dazu werden wir Vertreterinnen und Vertreter aus der Tübinger Stadtgesellschaft sowie auswärtige Menschen mit unterschiedlicher Expertise einladen.
Im Rahmen der Nachgespräche kooperiert das Zimmertheater mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung der Uni Tübingen. Unser besonderer Dank gilt hier Prof. Dr. Léonie de Jonge.
Besetzung
Marco: Paul Schmollich
Rui: Udo Rau
Isabel: Christina Weiser
Sara: Sophie Maria Scherrible
Antonio: Thomas Bockelmann
Romeu: Malte Flierenbaum
Regie: Tobias Schilling
Ausstattung: Birgit Angele
Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges
Technik: Mike Michelius, Alexander Schwab
Premiere 17.10.2026
Ort der Veranstaltung
Zimmertheater im Löwen Tübingen
Kornhausstraße 5
72070 Tübingen