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Der magnetische Norden. - Tomas Venclova, Ellen Hinsey und Michael Krüger
Tickets ab 14,00 €
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Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Literaturhaus Stuttgart , Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Ach! Hannah Arendt
Lesung und Gespräch mit Tomas Venclova, Ellen Hinsey und Michael Krüger, Moderation: Matthias Bormuth
Vilnius und Moskau, Berkely und New Haven sind Stationen der fesselnden Lebensgeschichte von Tomas Venclova. Der „litauische Odysseus“ erinnert sie entlang von Gedichten im Austausch mit der Übersetzerin und Dichterin Ellen Hinsey und dem Dichter und langjährigen Verleger Michael Krüger. Dass poetische und politische Freiheit sich bedingen, ist dabei Leitmotiv dieses faszinierenden Jahrhundertlebens. Mit Hannah Arendt setzt es auf die verbindende Kraft dichterischen Denkens, wenn Venclova im Rückblick schließt: „Die Dichtung besteht auf unbedingter Individualität […]. Wenn sie gelingt, dann findet man seinen Platz in der Sprache und in der Geschichte, die lange vor einem selbst existiert haben und sich nach dem eigenen Tod fortsetzen.“ Arendt stand für poetische Perspektiven, die aus abendländischen Traditionen schöpfen und gesellschaftliche Zivilcourage fördern. Worte können die politische Fremdheit in poetische Nähe verwandeln, folgt man Tomas Venclovas autobiographischem Resümee: „Das Exil erschafft einen magnetischen Punkt, zu dem man sich hingezogen fühlt wie die Kompassnadel zum Pol. Und zuletzt kann dieser magnetische Punkt zum eigenen werden.“
Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung und in Kooperation mit dem Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
Lesung und Gespräch mit Tomas Venclova, Ellen Hinsey und Michael Krüger, Moderation: Matthias Bormuth
Vilnius und Moskau, Berkely und New Haven sind Stationen der fesselnden Lebensgeschichte von Tomas Venclova. Der „litauische Odysseus“ erinnert sie entlang von Gedichten im Austausch mit der Übersetzerin und Dichterin Ellen Hinsey und dem Dichter und langjährigen Verleger Michael Krüger. Dass poetische und politische Freiheit sich bedingen, ist dabei Leitmotiv dieses faszinierenden Jahrhundertlebens. Mit Hannah Arendt setzt es auf die verbindende Kraft dichterischen Denkens, wenn Venclova im Rückblick schließt: „Die Dichtung besteht auf unbedingter Individualität […]. Wenn sie gelingt, dann findet man seinen Platz in der Sprache und in der Geschichte, die lange vor einem selbst existiert haben und sich nach dem eigenen Tod fortsetzen.“ Arendt stand für poetische Perspektiven, die aus abendländischen Traditionen schöpfen und gesellschaftliche Zivilcourage fördern. Worte können die politische Fremdheit in poetische Nähe verwandeln, folgt man Tomas Venclovas autobiographischem Resümee: „Das Exil erschafft einen magnetischen Punkt, zu dem man sich hingezogen fühlt wie die Kompassnadel zum Pol. Und zuletzt kann dieser magnetische Punkt zum eigenen werden.“
Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung und in Kooperation mit dem Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
Ort der Veranstaltung
Mit einer Rede von W.G. Sebald wurde das Literaturhaus im November 2001 eröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude mit historischem Pater-Noster und Atrium liegt gegenüber der Liederhalle und ist Teil des neu gestalteten Bosch-Areals. Zwei Etagen, zu denen auch das ehemalige Arbeitszimmer von Robert Bosch gehört, werden vom 1997 gegründeten Literaturhaus-Verein genutzt.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.