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Fuchsthone Orchestra feat. Evi Filippou
Veranstalter:
domicil gGmbH , Hansastr. 7-11, 44137 Dortmund, Deutschland
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Veranstaltungsinfos
Virtuos und dringlich. So lässt sich die Musik des herausragenden 22-köpfigen Fuchsthone Orchestra von Christina Fuchs und Caroline Thon beschreiben – beide erfahrene Big-Band- und Ensemble-Leiterinnen, die sich 2019 zusammentaten, um in Köln ein gemeinsames Orchester zu gründen, für das sie ihre jeweiligen Kompositionen schreiben und dirigieren. 2023 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Structures [&] Beauty“, jetzt erscheint ihr Folgealbum „Peaks [&] Plots“, mit der griechischen Vibrafonistin und Perkussionistin Evi Fillipou als Gastsolistin des Orchesters.
„Peaks“, das sind die Höhepunkte, Ereignisse, Begegnungen und Erfahrungen des Jahres 2025, von den beiden Komponistinnen musikalisch umgesetzt in „Plots“, den Handlungssträngen und Erzählungen. Wie von „Savita“, komponiert von Caroline Thon und gewidmet der jungen deutschen Ukrainehelferin Savita Diana Wagner, die in ihrem berührenden Front-Blogtagebuch über den Krieg schrieb und während ihres Hilfseinsatzes getötet wurde. Wie in „Taksim“ von Christina Fuchs, mit Field Recordings aus Istanbul, den Gesängen der Muezzin und Stadtgeräuschen als Gesamtklangbild der Metropole. Entstanden auch in der Zeit politischer Unruhen, als sie sich während einer Künstlerinnenresidenz dort aufhielt. „Taksim“ ist der Name des zentralen Platzes, bedeutet jedoch auch darüber hinaus „musikalische Improvisation“.
Oder in der unruhigen, sich zur Revolte steigernden Komposition „Le Champ“ von Caroline Thon, basierend auf der Feldtheorie des Soziologen Pierre Bourdieu, als Appell für gerechtere Ressourcenverteilung. Einige Stellen, so Thon, hätten die aggressive Energie von Rockmusik, verbunden mit elektronischer Minimal Music, dem Element von Wort als Klang und den metallisch-melodischen Klangflächen des Vibrafons von Evi Fillipou. Beim Komponieren folge sie auch Bela Bartóks Kernmotiv-Theorie, durch fortlaufende Variation ein komplexes Musikwerk aus einer einzigen kompositorischen Zelle zu entwickeln.
Christina Fuchs beschreibt ihre kompositorische Praxis als Klangsuche und Erweiterung. Mit dem Rhythmus beginnend, entwickelt sie kompositorische Skizzen, die als Fragmente zu Klangcollagen werden. Zu Schichten, die sich wie Ereignisse ineinander und übereinander legen. „Jeder Akkord hat eine Vertikalität für mich“, erklärt sie. Caroline Thon beginnt mit einer melodischen Idee, die sich zu einer Gesamtkomposition erweitert. Mit ineinander geschichteten Spannungsbögen.
Immer auch mit dem Anspruch, mit gesellschaftspolitischen Themen künstlerisch Stellung zu beziehen und dazu ihr kompositorisches Spektrum kontinuierlich klanglich zu erweitern und zu vertiefen. Fuchs und Thon arbeiten mit verdichteten rhythmischen und melodischen Texturen geklöppelter Klangstrukturen, Elektronik und Live-Sampling der Computermusikerin und Klangkünstlerin Eva Pöpplein, die sie mit Big-Band-Bläser-Sätzen, Violine und Gesang zu einem Gesamtkunstwerk werden lassen.
Genre-Grenzen erweiternd und aufhebend bilden sich Noise-Flächen, in die virtuose Bläsersätze eintauchen, aus denen sich Soli und improvisatorische Binnenflächen herauslösen, sich bis zum Flüstern verlangsamen, um dann wieder zu einer großformatigen Klanglandschaft zu werden. Zu einer Dynamik von Stille und der Energie ausbrechender, brachialer Tutti. Meisterhaft geleitet von den beiden Dirigentinnen, als klangliche Erzählung und Nachspüren von Form und Material, von Peaks [&] Plots.
„Peaks“, das sind die Höhepunkte, Ereignisse, Begegnungen und Erfahrungen des Jahres 2025, von den beiden Komponistinnen musikalisch umgesetzt in „Plots“, den Handlungssträngen und Erzählungen. Wie von „Savita“, komponiert von Caroline Thon und gewidmet der jungen deutschen Ukrainehelferin Savita Diana Wagner, die in ihrem berührenden Front-Blogtagebuch über den Krieg schrieb und während ihres Hilfseinsatzes getötet wurde. Wie in „Taksim“ von Christina Fuchs, mit Field Recordings aus Istanbul, den Gesängen der Muezzin und Stadtgeräuschen als Gesamtklangbild der Metropole. Entstanden auch in der Zeit politischer Unruhen, als sie sich während einer Künstlerinnenresidenz dort aufhielt. „Taksim“ ist der Name des zentralen Platzes, bedeutet jedoch auch darüber hinaus „musikalische Improvisation“.
Oder in der unruhigen, sich zur Revolte steigernden Komposition „Le Champ“ von Caroline Thon, basierend auf der Feldtheorie des Soziologen Pierre Bourdieu, als Appell für gerechtere Ressourcenverteilung. Einige Stellen, so Thon, hätten die aggressive Energie von Rockmusik, verbunden mit elektronischer Minimal Music, dem Element von Wort als Klang und den metallisch-melodischen Klangflächen des Vibrafons von Evi Fillipou. Beim Komponieren folge sie auch Bela Bartóks Kernmotiv-Theorie, durch fortlaufende Variation ein komplexes Musikwerk aus einer einzigen kompositorischen Zelle zu entwickeln.
Christina Fuchs beschreibt ihre kompositorische Praxis als Klangsuche und Erweiterung. Mit dem Rhythmus beginnend, entwickelt sie kompositorische Skizzen, die als Fragmente zu Klangcollagen werden. Zu Schichten, die sich wie Ereignisse ineinander und übereinander legen. „Jeder Akkord hat eine Vertikalität für mich“, erklärt sie. Caroline Thon beginnt mit einer melodischen Idee, die sich zu einer Gesamtkomposition erweitert. Mit ineinander geschichteten Spannungsbögen.
Immer auch mit dem Anspruch, mit gesellschaftspolitischen Themen künstlerisch Stellung zu beziehen und dazu ihr kompositorisches Spektrum kontinuierlich klanglich zu erweitern und zu vertiefen. Fuchs und Thon arbeiten mit verdichteten rhythmischen und melodischen Texturen geklöppelter Klangstrukturen, Elektronik und Live-Sampling der Computermusikerin und Klangkünstlerin Eva Pöpplein, die sie mit Big-Band-Bläser-Sätzen, Violine und Gesang zu einem Gesamtkunstwerk werden lassen.
Genre-Grenzen erweiternd und aufhebend bilden sich Noise-Flächen, in die virtuose Bläsersätze eintauchen, aus denen sich Soli und improvisatorische Binnenflächen herauslösen, sich bis zum Flüstern verlangsamen, um dann wieder zu einer großformatigen Klanglandschaft zu werden. Zu einer Dynamik von Stille und der Energie ausbrechender, brachialer Tutti. Meisterhaft geleitet von den beiden Dirigentinnen, als klangliche Erzählung und Nachspüren von Form und Material, von Peaks [&] Plots.
Ort der Veranstaltung
Das domicil ist das älteste der zwölf freien Kulturzentren der Stadt Dortmund und hat es sich zur Aufgabe gemacht Künstlerinnen und Künstler des zeitgenössischen Jazz, der Weltmusik und musikalischen Avantgarde zu fördern. Ausgestattet mit einer stilvollen Lounge Bar und einer Kapazität von bis zu 500 Personen, bietet das domicil Raum für Veranstaltungen aller Art. Vom intimen Jazzkonzert, zum Lachmuskel beanspruchenden Comedy-Abend oder spannenden Lesung - hier wird Kunst und Kultur seit 1969 groß geschrieben. Seine Anfänge nahm das domicil in einem kleinen Keller mit niedriger Decke, heute stellt es mit seinen neuen Räumlichkeiten eine traditionsreiche und wichtige Institution im Dortmunder Stadtwesen dar. Mehrmals wurde das Kulturzentrum bereits mit dem Bundeskulturpreis Applaus für sein Engagement und seine innovative Programmgestaltung ausgezeichnet. Besonders für die junge Generation soll gute Livemusik zugänglicher werden und so gibt es im domicil Ermäßigungen für Studis, Azubis und Schülerinnen und Schüler, aber auch die Möglichkeit vom Kulturpass Gebrauch zu machen. Außerdem bietet das domicil eine Reihe von regelmäßigen Veranstaltungen mit freiem Eintritt an, wie zum Beispiel die Monday Night Session um die Woche mit hochkarätigen Jazz einzuläuten, als auch die Konzerte der Großformation The Dorf, die jeden dritten Donnerstag im Monat zu ihrem öffentlichen Werkstattkonzert einladen.