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Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland - Çetin Gültekin, Mutlu Koçak und Fadi Saad
Veranstalter:
Literaturhaus Stuttgart , Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Klasse(n)Bücher - Lesungen für Schulklassen
Lesung und Gespräch mit Çetin Gültekin, Mutlu Koçak und Fadi Saad, Moderation: Ulrike Wörner
Lesung: Janis Hanenberg
Am 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven. Gökhan Gültekin war einer von ihnen. Çetin Gültekin erzählt die Geschichte seines Bruders und zeigt: Wir sind nicht »die Anderen«, wir sind Teil der deutschen Gesellschaft. Gökhan wurde 1982 in Hanau geboren, seine Eltern stammten aus der Türkei. Vor dem Anschlag war er bereits zweimal knapp dem Tod entkommen, hatte sich immer wieder ins Leben gekämpft. Doch diesmal überlebt er nicht. Für die Angehörigen beginnt ein Albtraum, sie sind zerrissen zwischen Trauer und dem Kampf um Gerechtigkeit, denn immer wieder kommen neue Behördenversäumnisse ans Licht.
Seither setzt sich Çetin Gültekin, gemeinsam mit Mutlu Koçak, dafür ein, dass die Opfer und ihre Geschichte nicht vergessen werden – und kämpft gegen den tief verwurzelten Rassismus in Deutschland. Mit auf der Bühne ist Fadi Saad, Autor und Polizist, der sich seit Jahren für Zivilcourage engagiert.
In Kooperation mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis Baden-Württemberg, gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport BW
ab 14 Jahren
Lesung und Gespräch mit Çetin Gültekin, Mutlu Koçak und Fadi Saad, Moderation: Ulrike Wörner
Lesung: Janis Hanenberg
Am 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven. Gökhan Gültekin war einer von ihnen. Çetin Gültekin erzählt die Geschichte seines Bruders und zeigt: Wir sind nicht »die Anderen«, wir sind Teil der deutschen Gesellschaft. Gökhan wurde 1982 in Hanau geboren, seine Eltern stammten aus der Türkei. Vor dem Anschlag war er bereits zweimal knapp dem Tod entkommen, hatte sich immer wieder ins Leben gekämpft. Doch diesmal überlebt er nicht. Für die Angehörigen beginnt ein Albtraum, sie sind zerrissen zwischen Trauer und dem Kampf um Gerechtigkeit, denn immer wieder kommen neue Behördenversäumnisse ans Licht.
Seither setzt sich Çetin Gültekin, gemeinsam mit Mutlu Koçak, dafür ein, dass die Opfer und ihre Geschichte nicht vergessen werden – und kämpft gegen den tief verwurzelten Rassismus in Deutschland. Mit auf der Bühne ist Fadi Saad, Autor und Polizist, der sich seit Jahren für Zivilcourage engagiert.
In Kooperation mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis Baden-Württemberg, gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport BW
ab 14 Jahren
Ort der Veranstaltung
Mit einer Rede von W.G. Sebald wurde das Literaturhaus im November 2001 eröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude mit historischem Pater-Noster und Atrium liegt gegenüber der Liederhalle und ist Teil des neu gestalteten Bosch-Areals. Zwei Etagen, zu denen auch das ehemalige Arbeitszimmer von Robert Bosch gehört, werden vom 1997 gegründeten Literaturhaus-Verein genutzt.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.