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Heike Geißler
liest aus ihrem neuen Roman »Michaela Kohlhaas«  
Veranstalter:
Literaturhaus Hamburg , Schwanenwik 38, 22087 Hamburg, Deutschland
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Veranstaltungsinfos
HEIKE GEISSLER
liest aus ihrem neuen Roman »Michaela Kohlhaas«
Sie kommt mit dem Rad und nicht zu Pferde. Die Tronkenburg ist eine alte Kneipe in einem Leipziger Plattenbau und Wenzel von Tronka ein neoliberaler Galerist. In »Michaela Kohlhaas« (Suhrkamp), ihrer grandiosen Überschreibung der Kleist’schen Novelle, setzt Heike Geißler eine mittelalte stellvertretende Friedhofsverwalterin ins Scheinwerferlicht, die – nennen wir die Dinge beim Namen – keinen Bock mehr hat auf das System. Doch wo ihr männlicher Namensvetter 500 Jahre zuvor mordete und brandschatzte, nutzt sie die Sprache für ihren Rachefeldzug. Einer Hexe gleich zieht die Kohlhaas durch das Land, wettert und schimpft und verwünscht. Und stößt immer wieder an Grenzen, weil die Welt einfach nicht für Frauen eingerichtet ist: »Äußerlich würde Michaela Kohlhaas in den kommenden, den letzten Monaten ihres Lebens keine frohe Botschaft, sondern eine Absage sein. Eine grölende, manchmal tirilierende Absage.«
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Heike Geißler beschäftigt sich in ihrer Literatur seit ihrem Debüt »Rosa« von 2002 mit den Auswirkungen des Kapitalismus auf das Individuum. In »Saisonarbeit« thematisiert sie ihre Zeit als Aushilfskraft im Amazon-Logistikzentrum bei Leipzig. Im Literaturhaus war sie zuletzt mit »Arbeiten« zu Gast. »Michaela Kohlhaas« ist ihr lang erwarteter Roman, der mit Schmackes die Verhältnisse aushebeln will und dem Patriarchat eine lange Nase dreht.
Moderation: Katrin Schumacher
liest aus ihrem neuen Roman »Michaela Kohlhaas«
Sie kommt mit dem Rad und nicht zu Pferde. Die Tronkenburg ist eine alte Kneipe in einem Leipziger Plattenbau und Wenzel von Tronka ein neoliberaler Galerist. In »Michaela Kohlhaas« (Suhrkamp), ihrer grandiosen Überschreibung der Kleist’schen Novelle, setzt Heike Geißler eine mittelalte stellvertretende Friedhofsverwalterin ins Scheinwerferlicht, die – nennen wir die Dinge beim Namen – keinen Bock mehr hat auf das System. Doch wo ihr männlicher Namensvetter 500 Jahre zuvor mordete und brandschatzte, nutzt sie die Sprache für ihren Rachefeldzug. Einer Hexe gleich zieht die Kohlhaas durch das Land, wettert und schimpft und verwünscht. Und stößt immer wieder an Grenzen, weil die Welt einfach nicht für Frauen eingerichtet ist: »Äußerlich würde Michaela Kohlhaas in den kommenden, den letzten Monaten ihres Lebens keine frohe Botschaft, sondern eine Absage sein. Eine grölende, manchmal tirilierende Absage.«
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Heike Geißler beschäftigt sich in ihrer Literatur seit ihrem Debüt »Rosa« von 2002 mit den Auswirkungen des Kapitalismus auf das Individuum. In »Saisonarbeit« thematisiert sie ihre Zeit als Aushilfskraft im Amazon-Logistikzentrum bei Leipzig. Im Literaturhaus war sie zuletzt mit »Arbeiten« zu Gast. »Michaela Kohlhaas« ist ihr lang erwarteter Roman, der mit Schmackes die Verhältnisse aushebeln will und dem Patriarchat eine lange Nase dreht.
Moderation: Katrin Schumacher
Ort der Veranstaltung
Von António Lobo Antunes bis Feridun Zaimoglu, von A. L. Kennedy bis John Banville: Seit 1989 ist die weiße Villa am Schwanenwik auf der Uhlenhorst Heimat für Nobelpreisträger und Nachwuchsautoren, für Künstler und Theaterleute, für Philosophen und Diskutierfreudige – eben für alle, denen die Literatur mehr als eine nette Freizeitbeschäftigung ist. Doch nicht nur Autoren und Autorinnen der ganzen Welt, sondern gerade auch das Publikum liebt die gastfreundliche Atmosphäre, das anregende Klima und das anspruchsvolle literarische Programm im wunderbar restaurierten spätklassizistischen Haus an der Außenalster. Doch nicht nur in seinen eigenen vier Wänden ist das Literaturhaus tätig. Es unterstützt und kuratiert ebenfalls Veranstaltungen außerhalb des eigenen Standortes.