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Veranstaltungsinfos
Für Michael Hamburger musste jedes Gedicht geschrieben werden, als sei es das letzte. Diese existentielle Auffassung von Poesie prägt auch den Briefwechsel mit Hilde Domin. Beide haben die Erfahrung des Exils gemacht, daraus aber unterschiedliche Schlüsse gezogen. Während die Muttersprache für Domin das „Unverlierbare“, das „unabnehmbare Zuhause“ bleibt, kann Hamburger seinem Deutsch „nicht mehr trauen“, bewegt sich darin wie einer, der „auf Krücken“ geht. In der in SINN UND FORM 2/2026 erstmals veröffentlichten Korrespondenz geht es um das ›carrying over‹ zwischen den Sprachen und das Übersetzen als kompensatorische Strategie, das Ausgestoßensein der Exilierten und die Wiederbegegnung mit einem Land, das längst ein anderes geworden ist. Über diesen intensiven lyrischen Austausch und die Suche nach der labilen Wahrheit des Gedichts spricht Matthias Weichelt, Chefredakteur von SINN UND FORM, mit dem Literaturwissenschaftler und Herausgeber des Briefwechsels Till Greite (University of London) und der Autorin Marion Poschmann, von der zuletzt 2025 die ›Verslegende‹ »Die Winterschwimmerin« (Suhrkamp, 2025) erschien. In Zusammenarbeit mit SINN UND FORM.
In der Reihe ›Fundsache Original‹
Moderation: Matthias Weichelt
Bild: Hilde Domin, Mai 98 © Renate von Mangoldt
In der Reihe ›Fundsache Original‹
Moderation: Matthias Weichelt
Bild: Hilde Domin, Mai 98 © Renate von Mangoldt
Ort der Veranstaltung
Am östlichen Ufer des Wannsees schlummert eine imposante Gründerzeitvilla hinter hohen Bäumen. Ihre interessante, wenn auch etwas abgewohnte Fassade lässt erahnen, dass dieses backsteinerne Gebäude auf eine bewegte Geschichte zurückblickt. Zahlreiche Besitzer durften sich bereits als Herren dieses Hauses mit englischem Garten und Blick auf den Sonnenuntergang über dem Wannsee bezeichnen. Der Dramatiker Carl Zuckmayer schrieb hier einst seinen Fröhlichen Weinberg, und auch die Schriftstellerin Anna Seghers war zu Gast in diesem Haus. Während des Nationalsozialismus diente das Grundstück als Sitz der Reichsmarine, später nutzten es die Amerikaner als Militärquartier. Noch in den 1940er Jahren wurde in diesen Gemäuern das Casino-Hotel am Wannsee eröffnet.
Seit 1963 ist das Haus Gründungsort und Sitz des Literarischen Colloquiums Berlin e.V. Heute ist es ein Ort des Austauschs und der Begegnung: eine Bühne für das literarische Gespräch, eine Talentschmiede, ein Gästehaus, ein Raum der Reflexion für Schriftstellerinnen, Schriftsteller und Literaturbegeisterte. Das Literarische Colloquium Berlin steht im Dialog mit der Welt und veranstaltet regelmäßig Lesungen, Festivals und Messen. Entdecken Sie mit unseren Tickets die bunte Vielfalt des Literarischen Colloquiums Berlin und genießen Sie das einzigartige Ambiente an einem der inspirierendsten Orte Berlins.
Seit 1963 ist das Haus Gründungsort und Sitz des Literarischen Colloquiums Berlin e.V. Heute ist es ein Ort des Austauschs und der Begegnung: eine Bühne für das literarische Gespräch, eine Talentschmiede, ein Gästehaus, ein Raum der Reflexion für Schriftstellerinnen, Schriftsteller und Literaturbegeisterte. Das Literarische Colloquium Berlin steht im Dialog mit der Welt und veranstaltet regelmäßig Lesungen, Festivals und Messen. Entdecken Sie mit unseren Tickets die bunte Vielfalt des Literarischen Colloquiums Berlin und genießen Sie das einzigartige Ambiente an einem der inspirierendsten Orte Berlins.