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Bild: John Rutter, Magnificat + Camille Saint-Saens, Oratorio De Noel

John Rutter, Magnificat + Camille Saint-Saens, Oratorio De Noel

L.Pharao (S), A.Kammeyer (M), S.Raupers (A), K.Hänsel (T), J.Clement (B)  

Kirche St. Aegidien
Aegidienstraße 75
23552 Lübeck

Tickets ab 17,50 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Ev. Kirchengemeinde St. Aegidien / Kirchenmusik , Aegidienkirchhof 2, 23552 Lübeck, Deutschland

Tickets

Veranstaltungsinfos

Der Lübecker Bach-Chor gestaltet sein Weihnachtskonzert mit zwei beliebten und bekannten Werken. Es erklingen das Oratorio de Noël von Camille Saint-Saëns und das Magnificat von John Rutter. Beide Werke tragen die Begeisterung aus Texten der Bibel, die zur Advents- und Weihnachtszeit gehören, in die wunderbare Musik hinein.
Camille Saint-Saëns (1835 – 1921) wuchs als Wunderkind auf, er hatte mit 10 Jahren bereits Klavierkonzerte von Mozart und Beethoven öffentlich gespielt. Er wurde Klavierpädagoge, Komponist und Organist. Als Franz Liszt ihn an der Orgel in der Èglise de la Madeleine in Paris gehört hatte, rief er begeistert: „Saint-Saëns ist der beste Organist der Welt!“ Mit 23 Jahren schrieb er sein Oratorio de Noël als erstes geistliches Werk, nachdem er die Organisten-Stelle an der Madeleine angetreten hatte. Er stellte die Texte aus dem Neuen Testament und aus Weissagungen des Alten Testamentes selbst zusammen. Fünf Solisten, Streichorchester, Orgel und Harfe bilden gemeinsam mit dem Chor die wunderbar fließenden Klänge dieses romantischen Werkes. Den Solisten kommt in den Solo-Arien und auch in ihren Ensemble-Sätzen große Bedeutung zu. Die Harfe und das Solo-Cello geben zwei Arien ihr besonderes Gepräge. Die Streicherklänge im Prélude („im Stil von J. S. Bach“) und die markigen Passagen der Streicher im Chor zu „Quare fremuerunt gentes“ („Warum toben die Heiden“) bilden große Gegensätze. Ein besonderes Glanzstück ist das Terzett „Tecum pricipium in die virtutis“ (Bei dir ist der Anfang, am Tag deiner Macht) für Sopran, Tenor, Bariton, Harfe und Orgel. Der Chor bildet unter anderem den majestätischen Abschluss mit „Tollite Hostias“.
John Rutter bildete bereits im letzten Konzert des Lübecker Bach-Chores mit seinem Requiem einen wichtigen Höhepunkt. Jetzt nun erklingt das äußerst schwungvolle, sehr tief und geradezu heiter ansprechende Magnificat aus dem Jahre 1990. Er folgt darin der Jahrhunderte alten Tradition der Vertonungen dieses Lobliedes der Maria (Lukas 1) und verbindet sie mit einem alten englischen Gedicht „Of a Rose, a lovely Rose“ (Von einer Rose, einer lieblichen Rose) und einem lateinischen Gebet „Sancta Maria, succure miseris“ (Heilige Maria, hilf den Bedürftigen). Er ließ sich inspirieren von den fröhlichen Marienfesten aus Lateinamerika, so wurde sein Magnificat ein „bright Latin-flavoured fiesta“ (helles Latino-Fest). Dies ist auch sofort im Schwung des ersten Chores zu hören, wenn der ¾-Takt mit wechselnden Betonungen als Grundlage für ausschweifende Chormelodien und interessante Harmonien wird. Auch in diesem Werk spielen die Klänge der Harfe eine wichtige Rolle. Der Lübecker Bach-Chor führt die Fassung für Solo-Sopran, Chor und Kammerorchester auf.
Der Lübecker Bach-Chor musiziert gemeinsam mit den Solisten Lauren Pharao (Sopran), Antje Kammeyer (Mezzo-Sopran), Stina Raupers (Alt), Karl Hänsel (Tenor) und Julian Clement (Bariton) sowie mit Mitgliedern der Lübecker Philharmoniker unter der Leitung von Kirchenmusiker Eckhard Bürger.

Ort der Veranstaltung

St. Ägidien
Aegidienstraße 75
23552 Lübeck