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Veranstaltungsinfos
JUDITH HERMANN
liest aus ihrem neuen Buch »Ich möchte zurückgehen in der Zeit«
Ab einem bestimmten Alter führt man diese Gespräche: »Was habe ich zu vererben, was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr da bin«, fragt die Mutter in Judith Hermanns neuem Buch »Ich möchte zurückgehen in der Zeit« (S. Fischer) ihre Tochter. Um gleich darauf zu schlussfolgern: »Ich hinterlasse nichts, nichts bleibt von mir übrig.« Die Tochter kann das so nicht stehen lassen, sondern beginnt, der Geschichte ihrer Familie nachzuspüren, vor allem der des Großvaters, von dem die Mutter berichtete, sie habe die Tätowierung der Blutgruppe auf dem Unterarm, das Kennzeichen für die Zugehörigkeit zur Waffen-SS, erst entdeckt, als ihr Vater auf dem Sterbebett lag.
Mit großem Einfühlungsvermögen, in ihrer einzigartigen Sprache, aber auch mit unbedingtem Willen zu verstehen, erschreibt sich die vielfach ausgezeichnete Autorin die unbequeme und von Schuld gezeichnete Geschichte ihres Großvaters. Um das Erinnern und Vergessen der nachfolgenden Generationen nachzuvollziehen, reist sie auf der Suche nach der verleugneten Geschichte von Polen nach Neapel, wo sie hofft, die Leerstellen füllen zu können.
Judith Hermann war seit ihrem Debüt »Sommerhaus, später« häufig zu Gast am Schwanenwik, und wir erfreuen uns immer noch an ihrem ersten Gästebucheintrag von 2003: »Mitternacht. Und ich würde gern noch bleiben.«
Moderation: Jan Ehlert
In Kooperation mit NDR Kultur
Foto (Hermann) (c) Andreas Reiberg
liest aus ihrem neuen Buch »Ich möchte zurückgehen in der Zeit«
Ab einem bestimmten Alter führt man diese Gespräche: »Was habe ich zu vererben, was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr da bin«, fragt die Mutter in Judith Hermanns neuem Buch »Ich möchte zurückgehen in der Zeit« (S. Fischer) ihre Tochter. Um gleich darauf zu schlussfolgern: »Ich hinterlasse nichts, nichts bleibt von mir übrig.« Die Tochter kann das so nicht stehen lassen, sondern beginnt, der Geschichte ihrer Familie nachzuspüren, vor allem der des Großvaters, von dem die Mutter berichtete, sie habe die Tätowierung der Blutgruppe auf dem Unterarm, das Kennzeichen für die Zugehörigkeit zur Waffen-SS, erst entdeckt, als ihr Vater auf dem Sterbebett lag.
Mit großem Einfühlungsvermögen, in ihrer einzigartigen Sprache, aber auch mit unbedingtem Willen zu verstehen, erschreibt sich die vielfach ausgezeichnete Autorin die unbequeme und von Schuld gezeichnete Geschichte ihres Großvaters. Um das Erinnern und Vergessen der nachfolgenden Generationen nachzuvollziehen, reist sie auf der Suche nach der verleugneten Geschichte von Polen nach Neapel, wo sie hofft, die Leerstellen füllen zu können.
Judith Hermann war seit ihrem Debüt »Sommerhaus, später« häufig zu Gast am Schwanenwik, und wir erfreuen uns immer noch an ihrem ersten Gästebucheintrag von 2003: »Mitternacht. Und ich würde gern noch bleiben.«
Moderation: Jan Ehlert
In Kooperation mit NDR Kultur
Foto (Hermann) (c) Andreas Reiberg
Ort der Veranstaltung
Von António Lobo Antunes bis Feridun Zaimoglu, von A. L. Kennedy bis John Banville: Seit 1989 ist die weiße Villa am Schwanenwik auf der Uhlenhorst Heimat für Nobelpreisträger und Nachwuchsautoren, für Künstler und Theaterleute, für Philosophen und Diskutierfreudige – eben für alle, denen die Literatur mehr als eine nette Freizeitbeschäftigung ist. Doch nicht nur Autoren und Autorinnen der ganzen Welt, sondern gerade auch das Publikum liebt die gastfreundliche Atmosphäre, das anregende Klima und das anspruchsvolle literarische Programm im wunderbar restaurierten spätklassizistischen Haus an der Außenalster. Doch nicht nur in seinen eigenen vier Wänden ist das Literaturhaus tätig. Es unterstützt und kuratiert ebenfalls Veranstaltungen außerhalb des eigenen Standortes.