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Bild: Julia Ebner - »Von Fitness zu Faschismus«

Julia Ebner - »Von Fitness zu Faschismus«

Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

Tickets ab 6,00 € *
Veranstalter: Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V. , Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

»Radikalisierte Männlichkeit wird maßgeblich von drei Faktoren getrieben: Stress, Mangel und Statuskonkurrenz.«



Echte Männer essen Fleisch, verdienen möglichst viel Geld mit möglichst harter Arbeit, und sie stählen ihren Körper. Das, was wir uns gemeinhin unter Männlichkeit vorstellen, ist seit Jahrhunderten geprägt von Mythen, in denen es um Macht und Gewalt geht. Und diese Mythen erleben gerade eine folgenschwere Renaissance: in Gestalt von Influencern, die in TikTok-Livestreams rohe Leber und Stierhoden essen; von Schülern, die mithilfe von KI sexualisierte Deepfakes ihrer Klassenkameradinnen erstellen oder von Mixed-Martial-Arts-Kämpfern, die sich auf den »Rassenkrieg« vorbereiten.

In ihrem Buch Von Fitness zu Faschismus folgt Julia Ebner den Mythen von Fleisch, Geld und Muskeln bis hinein in die Kämpfe unserer Gegenwart. Undercover berichtet sie von Neonazi-Kampfsportfestivals, christlich-fundamentalistischen Buchclubs und ICE-Einsätzen in Minneapolis – immer mit den Fragen im Gepäck: Wann werden Männer empfänglich für Gewalt? Und wie können wir diesen Kreislauf durchbrechen und ein positives Männlichkeitsbild etablieren? Denn eine der vielen Stärken dieses Buchs ist, dass Ebner nicht bei der Diagnose stehenbleibt, sondern einen Ausweg aus der Radikalisierung aufzeigt.

Moderation: Silke Hartmann

Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)

Julia Ebner, geboren 1991 in Wien, leitet das Violent Extremism Lab an der Universität Oxford und ist Co-Geschäftsführerin des Institute for Strategic Dialogue, wo sie Projekte zu Online-Radikalisierung, Terrorismus, Verschwörungsmythen und Hassrede verantwortet. Als Expertin berät sie Regierungen, Geheimdienste, Technologieunternehmen und internationale Organisationen. Sie schreibt regelmäßig für Medien wie The Guardian, Financial Times, Washington Post und Süddeutsche Zeitung und hält öffentliche Vorträge und Gastvorlesungen. Ihr Buch »Radikalisierungsmaschinen« wurde als »Wissenschaftsbuch des Jahres« ausgezeichnet und stand auf der Sachbuch-Bestenliste. »Massenradikalisierung« war ihr vielbeachtetes zweites Buch.

Silke Hartmann, geboren 1967, arbeitet als freie Kulturmanagerin in Frankfurt am Main. 2008 machte sie sich mit ihrer Agentur Kulturperle selbstständig und ist seither an der Konzeption und Organisation zahlreicher Veranstaltungen in und um Frankfurt beteiligt. Zudem ist sie Mitbegründerin und Mitveranstalterin der Veranstaltungsreihe text&beat.

Ort der Veranstaltung

Das Künstler:innenhaus Mousonturm in der Waldschmidtstraße 4 in Frankfurt am Main gehört weltweit zu den bedeutendsten und erfolgreichsten freien Produktionszentren. Ursprünglich diente der in den 1920er Jahren erbaute Turm als Teil der Parfüm- und Seifenfabrik Mouson, die die berühmte Creme Mouson produzierte. Die Firma verlegte in den frühen 70ern ihre Produktion, sodass alle Fabrikgebäude bis auf den Turm abgerissen wurden. Über die Jahre wuchs dann die Idee, aus dem Gebäude eine Art Kultur-Fabrik zu gestalten. 1988 war es dann soweit: Das frisch gebackene Haus wurde feierlich als Spiel- und Produktionsstätte für nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Tanz, Theater, Performance, Musik, Literatur und Bildende Kunst eröffnet.

Der Schwerpunkt der Arbeit des Künstler*innenhaus Mousonturm liegt im Austausch zwischen Kunstschaffenden aus dem deutschsprachigen, europäischen und außereuropäischen Raum, wodurch sich ständig neue ästhetische Ausdrucksformen und Wirkungsweisen ergeben. Dabei spielt auch ein stark zeitgenössisch geprägter Ansatz eine zentrale Rolle, der immer wieder gesellschaftskritische Perspektiven eröffnet und aktuelle Diskurse aufgreift. So beinhaltet das umfangreiche Repertoire Tanz- und Theaterprogramme, Konzerte, Filmvorführungen, Lesungen, Vorträge, Präsentationen von Kunstprojekten und vieles mehr. Zum Selbstverständnis des Hauses gehören zudem Angebote im Bereich Barrierefreiheit wie Audiodeskription, die es einem vielfältigen Publikum ermöglichen, an diesen kulturellen Erfahrungen teilzuhaben.

Die verschiedenen Events finden aber nicht nur im Mousonturm selbst statt, sondern auch in verschiedenen anderen Spielstätten in Frankfurt und Offenbach am Main. Ob sommerliche Konzerte im Musikpavillon des Frankfurter Palmengartens, Workshops im Gesellschaftshaus des Zoos oder weitere Locations mitten in der Innenstadt – die Verantwortlichen vom Künstler*innenhaus Mousonturm tragen einen erheblichen Anteil am pulsierenden Frankfurter Stadtleben und erweitern es kontinuierlich durch innovative, zugängliche und diskursorientierte Kulturprogramme.

Jetzt Tickets sichern und die Veranstaltungen vom und im Künstler*innenhaus Mousonturm live erleben.
Künstler*innenhaus Mousonturm
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main