Bequem und sicher zahlen
KI-Ethik: Wem gehört mein Gesicht?
Judith Simon, Rabea Weihser und Thomas Macho  
Veranstalter:
Urania Berlin e.V. , An der Urania 17, 10787 Berlin, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Ein Abend über Deep Fakes, die Ethik der KI und die Menschlichkeit der Zukunft.
Unser Gesicht ist die Basis menschlicher Kultur. Es definiert unsere Identität und ermöglicht soziale Interaktion. Aber wer hält im Zeitalter seiner digitalen Reproduzierbarkeit eigentlich das Copyright? Und wie verändert sich unsere „faciale Gesellschaft“, wenn ein Gesicht als Datensatz ohne Mensch ein Eigenleben entwickelt?
Social-Media-Konzerne trainieren ihre Rechenmodelle mit den Fotos ihrer User. Big Tech verkauft diese Fotos mitunter sogar an regierungsnahe US-Sicherheitsunternehmen. Zugleich kann jede Privatperson mithilfe von KI einen Avatar erstellen, der das Gesicht einer realen Person trägt.
Im ersten „Schönheitssalon“ nach der Sommerpause geht es um juristische Grauzonen des Persönlichkeitsrechts, aber vor allem um die sozialethische Frage: Wie verändert sich das kulturelle Miteinander, wenn unser wichtigstes Kommunikationsinterface kopierbar und fälschbar wird?
Im deutschsprachigen Raum gibt es für die vielen Aspekte dieses Themas zwei Koryphäen, die beide zu Gast im Salon sein werden:
Judith Simon ist Professorin für Ethik in der Informationstechnologie an der Universität Hamburg. Sie beschäftigt sich mit der Verschränkung ethischer, erkenntnistheoretischer und politischer Fragen im Kontext von Big Data, Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Judith Simon ist stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, gehörte der Datenethikkommission der Bundesregierung an und ist Mitglied des Scientific Panel der Europäischen Kommission zum AI Act.
Thomas Macho war bis 2016 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Bis Oktober 2023 leitete er das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) der Kunstuniversität Linz in Wien. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Mit seinem Buch „Vorbilder“ über die Kulturgeschichte des menschlichen Gesichts prägte er 2011 den Begriff der „facialen Gesellschaft“.
Rabea Weihser begann nach ihrem Studium der Musiksoziologie als Redakteurin bei ZEIT ONLINE. Dort leitete sie u.a. das Kulturressort. 2021 wechselte sie für zwei Jahre zum Basketballmeister ALBA BERLIN als erste Direktorin für Kommunikation & Kultur der Bundesliga. 2025 erschien ihr Sachbuch „Wie wir so schön wurden. Eine Biografie des Gesichts“ bei Diogenes. Jetzt arbeitet sie als freie Journalistin und ist Gastgeberin des monatlichen „Schönheitssalons“ an der Urania.
Unser Gesicht ist die Basis menschlicher Kultur. Es definiert unsere Identität und ermöglicht soziale Interaktion. Aber wer hält im Zeitalter seiner digitalen Reproduzierbarkeit eigentlich das Copyright? Und wie verändert sich unsere „faciale Gesellschaft“, wenn ein Gesicht als Datensatz ohne Mensch ein Eigenleben entwickelt?
Social-Media-Konzerne trainieren ihre Rechenmodelle mit den Fotos ihrer User. Big Tech verkauft diese Fotos mitunter sogar an regierungsnahe US-Sicherheitsunternehmen. Zugleich kann jede Privatperson mithilfe von KI einen Avatar erstellen, der das Gesicht einer realen Person trägt.
Im ersten „Schönheitssalon“ nach der Sommerpause geht es um juristische Grauzonen des Persönlichkeitsrechts, aber vor allem um die sozialethische Frage: Wie verändert sich das kulturelle Miteinander, wenn unser wichtigstes Kommunikationsinterface kopierbar und fälschbar wird?
Im deutschsprachigen Raum gibt es für die vielen Aspekte dieses Themas zwei Koryphäen, die beide zu Gast im Salon sein werden:
Judith Simon ist Professorin für Ethik in der Informationstechnologie an der Universität Hamburg. Sie beschäftigt sich mit der Verschränkung ethischer, erkenntnistheoretischer und politischer Fragen im Kontext von Big Data, Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Judith Simon ist stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, gehörte der Datenethikkommission der Bundesregierung an und ist Mitglied des Scientific Panel der Europäischen Kommission zum AI Act.
Thomas Macho war bis 2016 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Bis Oktober 2023 leitete er das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) der Kunstuniversität Linz in Wien. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Mit seinem Buch „Vorbilder“ über die Kulturgeschichte des menschlichen Gesichts prägte er 2011 den Begriff der „facialen Gesellschaft“.
Rabea Weihser begann nach ihrem Studium der Musiksoziologie als Redakteurin bei ZEIT ONLINE. Dort leitete sie u.a. das Kulturressort. 2021 wechselte sie für zwei Jahre zum Basketballmeister ALBA BERLIN als erste Direktorin für Kommunikation & Kultur der Bundesliga. 2025 erschien ihr Sachbuch „Wie wir so schön wurden. Eine Biografie des Gesichts“ bei Diogenes. Jetzt arbeitet sie als freie Journalistin und ist Gastgeberin des monatlichen „Schönheitssalons“ an der Urania.
Ort der Veranstaltung
Die Urania Berlin bietet einen Ort für all jene, die sich für wissenschaftliche Erkenntnisse interessieren. Aber es ist vor allem ein Ort des Austauschs, nicht nur zur Wissenschaft - sondern auch zu Kultur, Politik, Kunst und Gesellschaft. Es geht darum, Verständnis auf- und Barrieren abzubauen und Bildung für alle zugänglich zu machen. Indem hier ein breites Angebot an Veranstaltungen angeboten wird, leistet der Verein Urania Berlin e.V. einen wichtigen Teil zur Förderung von Bildung und Demokratie. Die Gründung des ersten Science Center der Welt 1888 ging übrigens von keinem geringeren als Alexander Humboldt aus, also zumindest lieferte er den Impuls dafür zusammen mit seinem Bruder Wilhelm. Die Vision eines Zentrums, in welcher der Zugang zu Bildung und Wissen für alle an erster Stelle steht, teilten auch die eigentlichen Gründer Wilhelm Foerster und Max Wilhelm Meyer, die zusammen mit Ernst Werner von Siemens dann die Pläne finalisierten und so schließlich das Urania Berlin gründeten.
Bei den hier stattfindenden Veranstaltungen handelt es sich um Vorträge mit Expertinnen und Experten, Podiumsgespräche, Filmvorführungen und anschließenden Fragerunden sowie Buchpremieren. Aber auch Tanzgalas und Live-Hörspiele finden hier statt. Sichern Sie sich jetzt Tickets für das vielfältige Angebot im Urania Berlin und seien Sie bei den erstklassigen Vorträgen und Darbietungen live dabei.
Bei den hier stattfindenden Veranstaltungen handelt es sich um Vorträge mit Expertinnen und Experten, Podiumsgespräche, Filmvorführungen und anschließenden Fragerunden sowie Buchpremieren. Aber auch Tanzgalas und Live-Hörspiele finden hier statt. Sichern Sie sich jetzt Tickets für das vielfältige Angebot im Urania Berlin und seien Sie bei den erstklassigen Vorträgen und Darbietungen live dabei.