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Bild: KOMOCO Dance: The Fridas and Wabi Sabi - Zeitgenössischer Tanz

KOMOCO Dance: The Fridas and Wabi Sabi - Zeitgenössischer Tanz

Bürgersaal beim Forstner
Kybergstraße 2
82041 Oberhaching
Veranstalter: Gemeinde Oberhaching , Alpenstr. 11, 82041 Oberhaching, Deutschland

Tickets

Der Vorverkauf für diese Veranstaltung beginnt am 17.09.26 um 17 Uhr.

Veranstaltungsinfos

KOMOCO ist eine junge italienische Compagnie für zeitgenössischen Tanz mit Sitz in Florenz. Der Name verbindet das japanische Komorebi – das Spiel des Sonnenlichts zwischen den Blättern – mit dem Gedanken der künstlerischen Zusammenarbeit (Collab).
Mit poetischer Bildsprache, außergewöhnlicher Präzision und feinem Humor hat sich KOMOCO in kurzer Zeit international etabliert. Die Compagnie gastiert bei renommierten Festivals und Theatern in Europa und Nordamerika und wird seit 2025 vom italienischen Kulturministerium als Tanzproduktionsorganisation für Künstler:innen unter 35 Jahren gefördert. Neben ihren Tourneen engagiert sich KOMOCO weltweit in der Tanzvermittlung und möchte den zeitgenössischen Tanz einem möglichst breiten Publikum zugänglich machen.

Komoco präsentiert einen Abend aus zwei Kurzstücken: dem Duett The Fridas und dem Trio Wabi Sabi. Obwohl in ihrer Struktur verschieden, teilen beide Werke eine tiefe Reise in die Erkundung menschlicher Identität in all ihrer Komplexität. In ihrer choreografischen Sprache verwebt Sofia Nappi Kontraste und Harmonien und erforscht die Zerbrechlichkeit und Vielschichtigkeit des Menschseins.

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The Fridas
The Fridas ist ein Duett, inspiriert von Frida Kahlos Gemälde Die zwei Fridas. Das Stück erkundet das komplexe Thema menschlicher Identität durch eine Beziehung aus Komplizenschaft und Kontrast zwischen zwei Tänzern. Spiegelnde und gegensätzliche Bewegungen verkörpern innere Konflikte und Harmonie. Körperliche Ausdruckskraft und der Umgang mit dem Raum stehen für zwei sich ergänzende und wesentliche Aspekte dieser künstlerischen Recherche.
Die Beziehung der beiden Figuren auf der Bühne geht jedoch über einen einfachen Dualismus hinaus. Durch Gesten, die Intimität und Verletzlichkeit offenbaren, werden gängige Konventionen von Männlichkeit hinterfragt. Die Tänzer durchlaufen verschiedene emotionale Zustände und werden zum Ausdrucksträger der unzähligen Facetten, die jeder einzelne Mensch in sich birgt. Das Gemälde ‚explodiert' und das Duett spiegelt die Ambivalenz und die vielen Persönlichkeiten wider, die auch Kahlo selbst auszeichneten:
„Viele Identitäten verbergen sich in mir, ich bin ein Gemisch. Eine Mischung aus einer Mexikanerin und einer Indigenen, aber auch aus einer Mexikanerin und einer Europäerin. Ich bin Malerin und Ehefrau. Ich liebe Frauen und Männer [...]. In meiner Malerei möchte ich genau das darstellen: meine ganze Ambivalenz – nein, nicht die Ambivalenz, meine vielen Persönlichkeiten, meine Komplexität.“ (Aus „Frida Kahlos heimlicher Liebhaber“ von Caroline Bernard)
Das Ende schlägt einen ironischen Tonfall an: In parodistischen Bewegungen finden die Tänzer im Humor den Balsam, um den Herausforderungen des Lebens weiter zu begegnen.

Trailer:
The Fridas: https://vimeo.com/1076011878/c1240f5457

Choreografie:
Sofia Nappi, in Zusammenarbeit mit den Tänzern Paolo Piancastelli, Adriano Popolo Rubbio
Kostüme:
Adriano Popolo Rubbio, Adelaide D'Ago
Licht:
Alessandro Caso
Musik:
Espinoza, Vargas, Thornato feat. The Spy from Cairo, Casalis, Trio Marimbero
Uraufführung:
12. April 2025, Teatro Civico di Schio, Festival Danza in Rete
Dauer:
20 Min.

Wabi Sabi
Wabi Sabi – ein Begriff aus dem japanischen Denken – bietet eine Weltsicht, die auf der Akzeptanz der Vergänglichkeit und der stillen Suche nach Schönheit im Unvollkommenen, Flüchtigen und Unvollendeten gründet. Das Stück zeichnet den menschlichen Lebensweg nach, der von Unruhe und wechselnden inneren Zuständen geprägt ist, und eröffnet einen Raum zur Reflexion über unsere Existenz. In der Annahme dessen, wer wir sind – und der zerbrechlichen Schönheit dieser Unvollkommenheit – liegt die Möglichkeit zu Wachstum, Erneuerung und einer tieferen, helleren Freude.
„Der Aufstieg und der Abstieg sind ein und dasselbe. Man musste in die eigenen Tiefen hinabsteigen und dort verweilen: in jener inneren Dunkelheit ohne Zuflucht, ohne Hoffnung. Nur so konnte Erlösung gefunden werden. [...] Niemand möchte leiden, und doch lernen die Glücklichsten unter uns aus ihrem Schmerz. Wir werden uns klar und freudig bewusst über die Ursache allen Leidens: anstatt zu schlafen, erinnern wir uns an den Schmerz – eine gewaltsame Gnade formt unsere Hände. Demut folgt als natürliches Ergebnis. Wir lernen die Kontrolle loszulassen; ja, wir entdecken, dass wir sie nie hatten. Wir ergeben uns dem, was ist. [...] Wie ein Baum, der seine Blätter verliert: er steht im kalten Winter, vollkommen entblößt, vollständig ergeben.“ (Stephen Mitchell, Josef und der Weg der Vergebung)


Trailer:
Wabi Sabi: https://vimeo.com/462571306

Choreografie:
Sofia Nappi
Tänzer:innen:
Glenda Gheller, Paolo Piancastelli, Adriano Popolo Rubbio
Kostüme:
Sofia Nappi
Licht:
Alessandro Caso
Musik:
Markovic, Garcia Fons, Loscil, Tractor's Revenge, Brahem, Richter, Purcell
Auszeichnung:
Sonderpreis des Theodor Rawyler 2020 Prize
Uraufführung:
23. August 2020, Supercinema, Tuscania, Italien
Dauer:
23 Min.


Sophia Nappi
Biografie
Die italienische Choreografin Sophia Nappi zählt zu den profiliertesten jungen Stimmen des zeitgenössischen Tanzes. Nach ihrer Ausbildung am Alvin Ailey American Dance Theater in New York gründete sie 2022 die Compagnie KOMOCO, deren künstlerische Leiterin sie ist.
Bereits ihre ersten Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem beim Internationalen Choreografiewettbewerb Hannover der Tanja-Liedtke-Stiftung. Heute entstehen ihre Choreografien sowohl für KOMOCO als auch für international renommierte Kompanien wie das Nederlands Dans Theater, Introdans, das Scottish Dance Theatre, das Leipziger Ballett oder die Staatsoper Hannover. Ihre Werke sind regelmäßig bei bedeutenden Festivals und Gastspielen in Europa und Nordamerika zu erleben.

Ort der Veranstaltung

Bürgersaal beim Forstner
Kybergstraße 2
82041 Oberhaching