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Bild: Klassiker der Literaturgeschichte - Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen

Klassiker der Literaturgeschichte - Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen

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Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart

Tickets ab 14,00 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Literaturhaus Stuttgart , Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Klassiker der Literaturgeschichte
mit Ulrike Draesner und John von Düffel, Moderation: Anne-Dore Krohn, Prolog und Epilog: Timo Brunke
“Das kunstseidene Mädchen” von Irmgard Keun aus dem Jahre 1932 erzählt die Lebensgeschichte von Doris, einer jungen Frau zur Zeit der Weimarer Republik. Sie stammt aus einer mittellosen Familie der Unterschicht, hat aber glanzvolle Träume von einem Leben als Schauspielerin. Als sie ihre Arbeit als Statistin kurzerhand verliert, beginnt sie sich durch wechselnde Männerbekanntschaften über Wasser zu halten. Ihr Leben schwankt zwischen Obdachlosigkeit und kurzzeitigem Luxus. Von den Nazis als “Asphaltliteratur mit antideutscher Tendenz” auf die Schwarze Liste gesetzt, wurde die Autorin auch in der Bundesrepublik der 1950er und 60er Jahre übersehen. Erst mit der Herausgabe einer kommentierten Gesamtausgabe ihres Werkes, erschienen 2017 im Wallstein Verlag, wird Keun allmählich als das erkannt, das sie war: eines der größten schriftstellerischen Talente der Weimarer Zeit. Ihr Ton ist originell, frisch und poetisch. Ins Gespräch über “Das kunstseidene Mädchen” und weitere Texte von Irmgard Keun kommen die Autorin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel.

Eine Veranstaltungsreihe von LpZ Stuttgart und DerDiwan Hörbuchverlag. Gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Ort der Veranstaltung

Mit einer Rede von W.G. Sebald wurde das Literaturhaus im November 2001 eröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude mit historischem Pater-Noster und Atrium liegt gegenüber der Liederhalle und ist Teil des neu gestalteten Bosch-Areals. Zwei Etagen, zu denen auch das ehemalige Arbeitszimmer von Robert Bosch gehört, werden vom 1997 gegründeten Literaturhaus-Verein genutzt.

Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.
Literaturhaus Stuttgart
Breitscheidstr. 4
70174 Stuttgart