Bequem und sicher zahlen
MARTIN KOHLSTEDT
Veranstalter:
E-Werk Kulturzentrum GmbH , Fuchsenwiese 1, 91054 Erlangen, Deutschland
* Preise inkl. MwSt.,
pro Bestellung
Veranstaltungsinfos
Der Konflikt steht Martin Kohlstedt ins Gesicht geschrieben. Dabei ist es egal, ob sich der Komponist und Pianist für einen Moment mit dem Publikum verbindet oder wieder in sein Refugium aus Klaviaturen für Stahlsaiten und Synthesizer versinkt. Unnachgiebig sucht sein Blick, fühlt sich durch irgendeinen Raum und ist damit dem Kopf meist um herzzerreißende Augenblicke voraus. Als Musiker ist das ein Wagnis, ein provoziertes wie provozierendes Spiel am Rand der eigenen Kontrolle – als Komponist dagegen hat das Konzept. Denn für die Energie und Unberechenbarkeit seiner Konzerte ist Kohlstedt, unübersehbar Bursche vom Thüringer Land, durchaus berüchtigt und hat es damit von der Russischen Staatsbibliothek über die iranische Talar-e Rudaki bis in den ausverkauften großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie gebracht. Doch man findet bei all dem keine Attitüde der großen Inszenierung wegen, nur eine andere Art, Musik zu denken und mit ihr zu kommunizieren: Es gibt keine Werke, dafür kompositorische Versatzstücke, deren Kraft in dem Potenzial ihrer Kombinierbarkeit und Variationen liegt. Diese Module, wie Kohlstedt sie nennt, ergeben gerade in ihrer Verbindung unvorhersehbare Pointen und Konflikte.
Das gilt nicht nur für seine Konzerte. Schon auf den Schwester-Alben »Tag« und »Nacht« (2012 / 2014) wirkt die Format-bedingte Aufnahme wie das notwendige Übel, eine ihrer Ausformungen festzuhalten. Voyeuristisch wohnt man einer Begegnung Kohlstedts mit seinem heimischen Piano bei. Mit »Strom« (2017) lösen sich dann die Schablonen der Bühnenfigur und ihres Instrumentes endgültig auf, in einem berauschenden Wirbel aus Klaviermelodien und elektronischen Landschaften. Es ist keine Grenze mehr auszumachen zwischen Neu und Alt oder zwischen analoger und digitaler Instrumentierung. Sound und Struktur treten hinter den Wunsch, Momente einfach zuzulassen. Als Motiv sind sie für Kohlstedt so inspirierend wie die Sprache seiner Hände für uns – Musik als ein sozialer Zustand.
Das gilt nicht nur für seine Konzerte. Schon auf den Schwester-Alben »Tag« und »Nacht« (2012 / 2014) wirkt die Format-bedingte Aufnahme wie das notwendige Übel, eine ihrer Ausformungen festzuhalten. Voyeuristisch wohnt man einer Begegnung Kohlstedts mit seinem heimischen Piano bei. Mit »Strom« (2017) lösen sich dann die Schablonen der Bühnenfigur und ihres Instrumentes endgültig auf, in einem berauschenden Wirbel aus Klaviermelodien und elektronischen Landschaften. Es ist keine Grenze mehr auszumachen zwischen Neu und Alt oder zwischen analoger und digitaler Instrumentierung. Sound und Struktur treten hinter den Wunsch, Momente einfach zuzulassen. Als Motiv sind sie für Kohlstedt so inspirierend wie die Sprache seiner Hände für uns – Musik als ein sozialer Zustand.
Ort der Veranstaltung
Das Markgrafentheater wurde von 1715-1718 im Auftrag von Markgraf Georg Wilhelm gebaut und ist mit seinem barocken Saal noch immer zu bestaunen. Mit einer feierlichen Eröffnung und der Vorstellung der Oper "Argenis und Poliarchus" wurde 1719 das Theater eingeweiht. In seiner Geschichte wechselte es immer wieder den Besitzer: Von König Ludwig I. ging es an die Universität in Erlangen und wurde dann 1838 an die Stadt Erlangen weiterverkauft und musste mehrfach renoviert werden. Als ältestes noch bespielte Barocktheater Süddeutschlands ist es heute eine wichtige Spielstätte für das schauspiel erlangen, das hier und im Theater in der Garage verschiedenste Produktionen aufführt. Von Komödien, über Familienstücke zu Monologstücken und Tanzaufführungen - sie alle erhalten durch den imposanten gold-roten Saal mit der verzierten Decke und schweren Vorhang eine besondere Note. Um diese wunderschöne und imposante Kulisse einmal mit den eigenen Augen zu sehen, lassen sich hier bei uns Tickets für die diversen Produktionen erwerben. Suchen Sie sich Ihren Favoriten aus und kommen Sie in das Markgrafentheater in Erlangen!