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Veranstaltungsinfos
Philipp und Tobi, zwei Brüder, wachsen ländlich auf, ein kleiner Ort in der sächsischen Provinz Anfang der 2000er. Am Rande des Dorfes bauen ihre Eltern ein Einfamilienhaus. Einschulung. Opa redet über die Vergangenheit. Über das Schamottewerk, in dessen Kantine man immer ein Bier bekommen hat. Plötzlich: Sprengung. Abbau Ost. Die letzten Überbleibsel der DDR verschwinden. So wie das Werk zerfällt immer mehr der Ort. Und mit ihm, die Familie.
Auf der Suche nach Zugehörigkeit findet zuerst der inzwischen jugendliche Philipp Anschluss in einer Gruppe Jungs um den schon älteren Anführer Menzel. Hier kann er die Erwachsenen provozieren. Sein erstes Bier trinken und damit manchmal Gewalt-Eskalationen in Kauf nehmen. Andere Perspektiven gibt es im Dorf ohnehin kaum. Auch Tobi wird Teil von Menzels-Clique und findet hier Halt und Erklärungen für sein Gefühl von Kontrollverlust. Er will sich wehren, sein Dorf retten und spürt sich im Widerstand, irgendwann zu Philipp, seinem eigenen Bruder.
Sie schlagen mit der Faust. Wir zeigen empört mit dem Finger auf sie. Welche Perspektive haben wir auf die Brüder und ihren Ort? Radikalisierungsgeschichte im Osten? Wissen wir ja alles schon.
MIT Aaron Blanck / Golo von Engelhardt / Eva Gerngroß / Nicolas Sidiropulos / Moritz Tostmann / Antonia Wiedemann REGIE / FASSUNG Marten Straßenberg AUSSTATTUNG Juliane Längin / Justus Borschke MUSIK Philipp Rumsch DRAMATURGIE Jule Martenson MUSIKALISCHE EINSTUDIERUNG Steffen Gerstle MENTORAT Robert Schuster KOOPERATION Entstanden als Diplomprojekt Regie an der HfS Ernst Busch
MARTEN STRAßENBERG, 1998 in Meiningen geboren. Erste Erfahrung auf der Bühne des Staatstheaters Meiningen im Jungen Theater / Bürgerbühne und in der Tonabteilung beim Kinder- und Jugendtheater Tohuwabohu, Regieassistenzen am Staatstheater Meiningen und Landestheater Coburg. Dort Sounddesign für diverse Produktionen und erste eigene Inszenierungen. Seit 2020 studiert er Regie an der HfS Ernst Busch und ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Inszenierungen führten ihn ans Landestheater Coburg, E.T.A Hoffmann Theater Bamberg sowie ans Staatstheater Meiningen.
LUKAS RIETZSCHEL, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen, lebt in Görlitz. Die Wochenzeitung DIE ZEIT schreibt über ihn, er „gehört zu den wichtigsten jungen Schriftstellern des Ostens.“ Der Roman Mit der Faust in die Welt schlagen war 2018 sein viel beachtetes Debüt über das Aufwachsen zweier Brüder in der Lausitz der Nachwende-Zeit und wurde mehrfach ausgezeichnet. Theater-Versionen waren an mehreren Bühnen zu sehen, 2025 kam die Verfilmung in die Kinos. DAS beispielhafte Leben des Samuel W. für das Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau erhielt 2025 Einladungen zum Heidelberger Stückemarkt, zu den Autor*innen-Theatertagen am Deutschen Theater Berlin und zum Wettbewerb für den Dramatik-Preis der Mülheimer Theatertage 2025. Im März 2026 erscheint der Roman Sanditz.
Auf der Suche nach Zugehörigkeit findet zuerst der inzwischen jugendliche Philipp Anschluss in einer Gruppe Jungs um den schon älteren Anführer Menzel. Hier kann er die Erwachsenen provozieren. Sein erstes Bier trinken und damit manchmal Gewalt-Eskalationen in Kauf nehmen. Andere Perspektiven gibt es im Dorf ohnehin kaum. Auch Tobi wird Teil von Menzels-Clique und findet hier Halt und Erklärungen für sein Gefühl von Kontrollverlust. Er will sich wehren, sein Dorf retten und spürt sich im Widerstand, irgendwann zu Philipp, seinem eigenen Bruder.
Sie schlagen mit der Faust. Wir zeigen empört mit dem Finger auf sie. Welche Perspektive haben wir auf die Brüder und ihren Ort? Radikalisierungsgeschichte im Osten? Wissen wir ja alles schon.
MIT Aaron Blanck / Golo von Engelhardt / Eva Gerngroß / Nicolas Sidiropulos / Moritz Tostmann / Antonia Wiedemann REGIE / FASSUNG Marten Straßenberg AUSSTATTUNG Juliane Längin / Justus Borschke MUSIK Philipp Rumsch DRAMATURGIE Jule Martenson MUSIKALISCHE EINSTUDIERUNG Steffen Gerstle MENTORAT Robert Schuster KOOPERATION Entstanden als Diplomprojekt Regie an der HfS Ernst Busch
MARTEN STRAßENBERG, 1998 in Meiningen geboren. Erste Erfahrung auf der Bühne des Staatstheaters Meiningen im Jungen Theater / Bürgerbühne und in der Tonabteilung beim Kinder- und Jugendtheater Tohuwabohu, Regieassistenzen am Staatstheater Meiningen und Landestheater Coburg. Dort Sounddesign für diverse Produktionen und erste eigene Inszenierungen. Seit 2020 studiert er Regie an der HfS Ernst Busch und ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Inszenierungen führten ihn ans Landestheater Coburg, E.T.A Hoffmann Theater Bamberg sowie ans Staatstheater Meiningen.
LUKAS RIETZSCHEL, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen, lebt in Görlitz. Die Wochenzeitung DIE ZEIT schreibt über ihn, er „gehört zu den wichtigsten jungen Schriftstellern des Ostens.“ Der Roman Mit der Faust in die Welt schlagen war 2018 sein viel beachtetes Debüt über das Aufwachsen zweier Brüder in der Lausitz der Nachwende-Zeit und wurde mehrfach ausgezeichnet. Theater-Versionen waren an mehreren Bühnen zu sehen, 2025 kam die Verfilmung in die Kinos. DAS beispielhafte Leben des Samuel W. für das Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau erhielt 2025 Einladungen zum Heidelberger Stückemarkt, zu den Autor*innen-Theatertagen am Deutschen Theater Berlin und zum Wettbewerb für den Dramatik-Preis der Mülheimer Theatertage 2025. Im März 2026 erscheint der Roman Sanditz.
Ort der Veranstaltung
Zentral zwischen Alexanderplatz und Spree befindet sich der TD Berlin, ein Theater in der Mitte der Stadt und mittendrin im Zeitgeschehen. Jede Woche setzt sich der Spielplan neu zusammen, jährlich werden über 30 verschiedene Inszenierungen und Performances gezeigt; der Schwerpunkt liegt auf aktuellen gesellschaftlichen Themen und der Weiterentwicklung von zeitgenössischem Sprechtheater. Der TD ist ein wichtiger Produktionsort für unabhängige Kompanien und Kunstschaffende aus lokalen, überregionalen und internationalen Netzwerken, sowohl professionelle Bemühungen als auch Nachwuchstalente sollen hier gleichermaßen unterstützt werden. 2003 trat der Theaterdiscounter zum ersten Mal in Aktion und galt schon bald als ein Gegenbegriff zu klassischen Produktionsformen des Theaters und dessen Arbeitsbedingungen. Seit 2009 bezieht der TD Berlin im ehemaligen Fernmeldeamt (Ost) mit Blick aufs Rote Rathaus seine Räumlichkeiten und bietet in seiner großen, wandelbaren Präsentationshalle Platz für Tagungen, Festivals, Ausstellungen und transdisziplinäre Veranstaltungen. Der TD Berlin ist von der U-Bahn-Station Klosterstraße direkt erreichbar.