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Matthias Nawrat - »Das glückliche Schicksal«
Tickets ab 6,00 €
*
Veranstalter:
Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V. , Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, Deutschland
* Preise inkl. MwSt.,
pro Bestellung
Veranstaltungsinfos
»Wanda fühlte sich seltsam erschüttert von den Dingen, die sie plötzlich um sich wahrnahm.«
1983 reist Wanda, eine junge Sozialpsychologin aus Polen, nach Venedig, um ihren dort im Exil lebenden Landsmann Henryk Mrugalski zu seinen Forschungen zu interviewen. Der Spieltheoretiker war nach dem Krieg zunächst nach London emigriert und fand nach einem Aufenthalt in den USA in Italien ein Zuhause – um, so sagt er Wanda, »das alte Leben hinter sich zu lassen«. Warum aber liegt Mrugalski so viel daran, frühere Verbindungen zu kappen? Und will Wanda tatsächlich nur ein Fachgespräch mit einem Kollegen führen? Zwischen den beiden entspinnt sich nach und nach ein Spiel mit offenem Ausgang.
In »Das glückliche Schicksal« nimmt Matthias Nawrat anhand der Biographien zweier Menschen und ihrer Familien ein Land in den Fokus, das immer Spielball der Großmächte war, mehr denn je in der komplexen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wir begleiten die Figuren von 1939 bis in die Anfangsjahre von Solidarność, lesen von Lagern und Gefängnissen, von Exil und Verrat. Formal brillant umkreist Matthias Nawrat dabei vor allem die Leerstellen, das Schweigen der Menschen über das, was sie erlebt, was sie getan haben, um zum Kern dessen vorzudringen, was ihn am meisten bewegt: zu erzählen, wie autoritäre Strukturen die Menschen aushöhlen und freien Willen zerstören.
Moderation: Björn Jager
Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)
Matthias Nawrat wurde 1979 im polnischen Opole geboren. Sein inzwischen fünf Romane und einen Gedichtband umfassendes Werk wurde viele Male ausgezeichnet, unter anderem mit dem Literaturpreis der Europäischen Union sowie dem Fontane-Literaturpreis (2023). Sein Roman »Unternehmer« war 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert, »Der traurige Gast« 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse. 2026 erhielt Matthias Nawrat den Berliner Literaturpreis für sein bisheriges Werk. Nawrat lebt in Berlin.
Foto (c) Alena Schmick
1983 reist Wanda, eine junge Sozialpsychologin aus Polen, nach Venedig, um ihren dort im Exil lebenden Landsmann Henryk Mrugalski zu seinen Forschungen zu interviewen. Der Spieltheoretiker war nach dem Krieg zunächst nach London emigriert und fand nach einem Aufenthalt in den USA in Italien ein Zuhause – um, so sagt er Wanda, »das alte Leben hinter sich zu lassen«. Warum aber liegt Mrugalski so viel daran, frühere Verbindungen zu kappen? Und will Wanda tatsächlich nur ein Fachgespräch mit einem Kollegen führen? Zwischen den beiden entspinnt sich nach und nach ein Spiel mit offenem Ausgang.
In »Das glückliche Schicksal« nimmt Matthias Nawrat anhand der Biographien zweier Menschen und ihrer Familien ein Land in den Fokus, das immer Spielball der Großmächte war, mehr denn je in der komplexen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wir begleiten die Figuren von 1939 bis in die Anfangsjahre von Solidarność, lesen von Lagern und Gefängnissen, von Exil und Verrat. Formal brillant umkreist Matthias Nawrat dabei vor allem die Leerstellen, das Schweigen der Menschen über das, was sie erlebt, was sie getan haben, um zum Kern dessen vorzudringen, was ihn am meisten bewegt: zu erzählen, wie autoritäre Strukturen die Menschen aushöhlen und freien Willen zerstören.
Moderation: Björn Jager
Eintritt: € 6,-/9,-/12,- (pay as you wish)
Matthias Nawrat wurde 1979 im polnischen Opole geboren. Sein inzwischen fünf Romane und einen Gedichtband umfassendes Werk wurde viele Male ausgezeichnet, unter anderem mit dem Literaturpreis der Europäischen Union sowie dem Fontane-Literaturpreis (2023). Sein Roman »Unternehmer« war 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert, »Der traurige Gast« 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse. 2026 erhielt Matthias Nawrat den Berliner Literaturpreis für sein bisheriges Werk. Nawrat lebt in Berlin.
Foto (c) Alena Schmick
Ort der Veranstaltung
Das Künstler:innenhaus Mousonturm in der Waldschmidtstraße 4 in Frankfurt am Main gehört weltweit zu den bedeutendsten und erfolgreichsten freien Produktionszentren. Ursprünglich diente der in den 1920er Jahren erbaute Turm als Teil der Parfüm- und Seifenfabrik Mouson, die die berühmte Creme Mouson produzierte. Die Firma verlegte in den frühen 70ern ihre Produktion, sodass alle Fabrikgebäude bis auf den Turm abgerissen wurden. Über die Jahre wuchs dann die Idee, aus dem Gebäude eine Art Kultur-Fabrik zu gestalten. 1988 war es dann soweit: Das frisch gebackene Haus wurde feierlich als Spiel- und Produktionsstätte für nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Tanz, Theater, Performance, Musik, Literatur und Bildende Kunst eröffnet.
Der Schwerpunkt der Arbeit des Künstler*innenhaus Mousonturm liegt im Austausch zwischen Kunstschaffenden aus dem deutschsprachigen, europäischen und außereuropäischen Raum, wodurch sich ständig neue ästhetische Ausdrucksformen und Wirkungsweisen ergeben. Dabei spielt auch ein stark zeitgenössisch geprägter Ansatz eine zentrale Rolle, der immer wieder gesellschaftskritische Perspektiven eröffnet und aktuelle Diskurse aufgreift. So beinhaltet das umfangreiche Repertoire Tanz- und Theaterprogramme, Konzerte, Filmvorführungen, Lesungen, Vorträge, Präsentationen von Kunstprojekten und vieles mehr. Zum Selbstverständnis des Hauses gehören zudem Angebote im Bereich Barrierefreiheit wie Audiodeskription, die es einem vielfältigen Publikum ermöglichen, an diesen kulturellen Erfahrungen teilzuhaben.
Die verschiedenen Events finden aber nicht nur im Mousonturm selbst statt, sondern auch in verschiedenen anderen Spielstätten in Frankfurt und Offenbach am Main. Ob sommerliche Konzerte im Musikpavillon des Frankfurter Palmengartens, Workshops im Gesellschaftshaus des Zoos oder weitere Locations mitten in der Innenstadt – die Verantwortlichen vom Künstler*innenhaus Mousonturm tragen einen erheblichen Anteil am pulsierenden Frankfurter Stadtleben und erweitern es kontinuierlich durch innovative, zugängliche und diskursorientierte Kulturprogramme.
Jetzt Tickets sichern und die Veranstaltungen vom und im Künstler*innenhaus Mousonturm live erleben.
Der Schwerpunkt der Arbeit des Künstler*innenhaus Mousonturm liegt im Austausch zwischen Kunstschaffenden aus dem deutschsprachigen, europäischen und außereuropäischen Raum, wodurch sich ständig neue ästhetische Ausdrucksformen und Wirkungsweisen ergeben. Dabei spielt auch ein stark zeitgenössisch geprägter Ansatz eine zentrale Rolle, der immer wieder gesellschaftskritische Perspektiven eröffnet und aktuelle Diskurse aufgreift. So beinhaltet das umfangreiche Repertoire Tanz- und Theaterprogramme, Konzerte, Filmvorführungen, Lesungen, Vorträge, Präsentationen von Kunstprojekten und vieles mehr. Zum Selbstverständnis des Hauses gehören zudem Angebote im Bereich Barrierefreiheit wie Audiodeskription, die es einem vielfältigen Publikum ermöglichen, an diesen kulturellen Erfahrungen teilzuhaben.
Die verschiedenen Events finden aber nicht nur im Mousonturm selbst statt, sondern auch in verschiedenen anderen Spielstätten in Frankfurt und Offenbach am Main. Ob sommerliche Konzerte im Musikpavillon des Frankfurter Palmengartens, Workshops im Gesellschaftshaus des Zoos oder weitere Locations mitten in der Innenstadt – die Verantwortlichen vom Künstler*innenhaus Mousonturm tragen einen erheblichen Anteil am pulsierenden Frankfurter Stadtleben und erweitern es kontinuierlich durch innovative, zugängliche und diskursorientierte Kulturprogramme.
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