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Morgennebel. Das Frühstücksseminar - Völlig losgelöst
Tickets ab 14,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Literaturhaus Stuttgart , Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Deutschland
Veranstaltungsinfos
25 Jahre Literaturhaus - Schweben. Ein Kontrastprogramm in schweren Zeiten
Völlig losgelöst
mit Lothar Müller
Völlig losgelöst von der Erde schwebte 1982 das Raumschiff von Major Tom ins All. Er hatte die Erdanziehungskraft überwunden. Die Befreiung vom Niederziehenden der Gravitation zählt zu den Ressourcen der euphorisch-utopischen Gehalte in der Mythologie des Schwebens. Doch hatte Major Tom schon 1969 bei David Bowie auch beunruhigende Seiten. Dass er sich der „Ground Control“ entzog, musste nicht als Geste der Souveränität, sondern konnte auch als Verschwinden in Einsamkeit gedeutet werden. Diese Veranstaltung spürt der Ambivalenz des Schwebens nach, indem sie die Konstellation der über den Köpfen schwebenden Gefahr ins Auge fasst. Raubvögel schweben in der Luft, ehe sie sich in Sturzflügen auf ihre Opfer hinabstürzen. In den aktuellen Kriegen entwickelt sich die Technologie der Drohnen in rasanter Geschwindigkeit. Was wird in der modernen Welt und ihrer Literatur aus dem Schwert des Damokles, dem antiken Bild der schwebenden, tödlichen Gefahr? Und ist sie auch deshalb so bedrohlich, weil sie den euphorisch-utopischen Reiz des Schwebens leugnet?
Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung, Literatursommer 2026
Eintritt inkl. Croissant und Kaffee
Völlig losgelöst
mit Lothar Müller
Völlig losgelöst von der Erde schwebte 1982 das Raumschiff von Major Tom ins All. Er hatte die Erdanziehungskraft überwunden. Die Befreiung vom Niederziehenden der Gravitation zählt zu den Ressourcen der euphorisch-utopischen Gehalte in der Mythologie des Schwebens. Doch hatte Major Tom schon 1969 bei David Bowie auch beunruhigende Seiten. Dass er sich der „Ground Control“ entzog, musste nicht als Geste der Souveränität, sondern konnte auch als Verschwinden in Einsamkeit gedeutet werden. Diese Veranstaltung spürt der Ambivalenz des Schwebens nach, indem sie die Konstellation der über den Köpfen schwebenden Gefahr ins Auge fasst. Raubvögel schweben in der Luft, ehe sie sich in Sturzflügen auf ihre Opfer hinabstürzen. In den aktuellen Kriegen entwickelt sich die Technologie der Drohnen in rasanter Geschwindigkeit. Was wird in der modernen Welt und ihrer Literatur aus dem Schwert des Damokles, dem antiken Bild der schwebenden, tödlichen Gefahr? Und ist sie auch deshalb so bedrohlich, weil sie den euphorisch-utopischen Reiz des Schwebens leugnet?
Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung, Literatursommer 2026
Eintritt inkl. Croissant und Kaffee
Ort der Veranstaltung
Mit einer Rede von W.G. Sebald wurde das Literaturhaus im November 2001 eröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude mit historischem Pater-Noster und Atrium liegt gegenüber der Liederhalle und ist Teil des neu gestalteten Bosch-Areals. Zwei Etagen, zu denen auch das ehemalige Arbeitszimmer von Robert Bosch gehört, werden vom 1997 gegründeten Literaturhaus-Verein genutzt.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.