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Paris danach - Kostprobe (ganzes Stück/halber Preis); Stückeinführung 19:30 Uhr
Tickets ab 10,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Zimmertheater Tübingen GmbH , Bursagasse 16, 72070 Tübingen, Deutschland
Veranstaltungsinfos
(Terrasses ou Notre long baiser si longtemps retardé)
Laurent Gaudé; aus dem Französischen von Margret Millischer
Ein milder Herbstabend in Paris. Vielleicht eine der letzten Gelegenheiten, draußen zu sitzen. Eine junge Frau freut sich auf ein Wiedersehen mit ihrer Geliebten. Zwillingsschwestern feiern den gemeinsamen Geburtstag. Nach einem Streit mit ihrem Mann geht eine junge Mutter auf ein Konzert – endlich wieder einmal tanzen, sich selbst genießen. Es ist Freitag, der 13. November 2015. Eine Bombe explodiert während eines Fußballspiels. Auf den Straßen und im Konzertsaal Bataclan schießen Männer mit Maschinengewehren in die Menge. Plötzlich herrscht der Ausnahmezustand, ist eingetreten, was unvorstellbar schien.
Laurent Gaudés vielstimmiger Choral folgt nicht nur den Opfern der Anschläge, sondern auch denen, deren Leben sich in dieser Nacht für immer verändert: Einsatzkräfte, die sich ins Chaos und Grauen stürzen, Ärzte die Triage-Entscheidungen treffen müssen, Menschen, die unzählige Notrufe entgegennehmen, Angehörige, die über Stunden versuchen, ihre Liebsten zu erreichen. Und dann ist es vorbei, aber nicht zu Ende. Menschen sind gestorben, schwerverletzt, Wunden sind geschlagen, die kaum zu heilen sind.
Gaudé hat das kollektive Trauma dieser Nacht in ein formbewusstes, poetisches nicht-dokumentarisches Theaterstück überführt, das nachhallt, zutiefst berührt. Aber dem Unmenschlichen auch etwas Heilsames und humanistische Energien entgegenstellt: „Wir werden uns vor die Cafés setzen, um unseren Mördern zu sagen, dass sie nicht gewonnen haben, dass sie niemals gewinnen werden. Dass wir noch am Leben sind. Mit einem Lächeln auf den Lippen. Einem erhobenen Glas Wein in der Hand, um das Leben und die Freunde zu feiern.“
Laurent Gaudé, geboren 1972 in Paris, hat Literatur studiert, an der Sorbonne unterrichtet und zahlreiche Theaterstücke, Erzählungen und Romane verfasst. Der Roman „La Mort du roi Tsongar“ erhielt 2002 den Lauréat du Goncourt des lycéens und 2003 den Prix des libraires. 2004 wurde er für „Le soleil des Scorta“ mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt ausgezeichnet.
„Les terrasses/Paris danach“ wurde 2024 am Théatre de la Colline in Paris uraufgeführt, der deutschsprachigen Erstaufführung im Oktober 2026 am Deutschen Theater Göttingen folgt nun das Zimmertheater Tübingen.
Besetzung
Malte Flierenbaum, Elias Popp, Udo Rau, Sophie Maria Scherrible, Christina Weiser
Regie: Thomas Bockelmann
Ausstattung: Birgit Angele
Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges
Musik: N.N.
Technik: Mike Michelus, Alexander Schwab
Premiere: 6.3.2027
Laurent Gaudé; aus dem Französischen von Margret Millischer
Ein milder Herbstabend in Paris. Vielleicht eine der letzten Gelegenheiten, draußen zu sitzen. Eine junge Frau freut sich auf ein Wiedersehen mit ihrer Geliebten. Zwillingsschwestern feiern den gemeinsamen Geburtstag. Nach einem Streit mit ihrem Mann geht eine junge Mutter auf ein Konzert – endlich wieder einmal tanzen, sich selbst genießen. Es ist Freitag, der 13. November 2015. Eine Bombe explodiert während eines Fußballspiels. Auf den Straßen und im Konzertsaal Bataclan schießen Männer mit Maschinengewehren in die Menge. Plötzlich herrscht der Ausnahmezustand, ist eingetreten, was unvorstellbar schien.
Laurent Gaudés vielstimmiger Choral folgt nicht nur den Opfern der Anschläge, sondern auch denen, deren Leben sich in dieser Nacht für immer verändert: Einsatzkräfte, die sich ins Chaos und Grauen stürzen, Ärzte die Triage-Entscheidungen treffen müssen, Menschen, die unzählige Notrufe entgegennehmen, Angehörige, die über Stunden versuchen, ihre Liebsten zu erreichen. Und dann ist es vorbei, aber nicht zu Ende. Menschen sind gestorben, schwerverletzt, Wunden sind geschlagen, die kaum zu heilen sind.
Gaudé hat das kollektive Trauma dieser Nacht in ein formbewusstes, poetisches nicht-dokumentarisches Theaterstück überführt, das nachhallt, zutiefst berührt. Aber dem Unmenschlichen auch etwas Heilsames und humanistische Energien entgegenstellt: „Wir werden uns vor die Cafés setzen, um unseren Mördern zu sagen, dass sie nicht gewonnen haben, dass sie niemals gewinnen werden. Dass wir noch am Leben sind. Mit einem Lächeln auf den Lippen. Einem erhobenen Glas Wein in der Hand, um das Leben und die Freunde zu feiern.“
Laurent Gaudé, geboren 1972 in Paris, hat Literatur studiert, an der Sorbonne unterrichtet und zahlreiche Theaterstücke, Erzählungen und Romane verfasst. Der Roman „La Mort du roi Tsongar“ erhielt 2002 den Lauréat du Goncourt des lycéens und 2003 den Prix des libraires. 2004 wurde er für „Le soleil des Scorta“ mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt ausgezeichnet.
„Les terrasses/Paris danach“ wurde 2024 am Théatre de la Colline in Paris uraufgeführt, der deutschsprachigen Erstaufführung im Oktober 2026 am Deutschen Theater Göttingen folgt nun das Zimmertheater Tübingen.
Besetzung
Malte Flierenbaum, Elias Popp, Udo Rau, Sophie Maria Scherrible, Christina Weiser
Regie: Thomas Bockelmann
Ausstattung: Birgit Angele
Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges
Musik: N.N.
Technik: Mike Michelus, Alexander Schwab
Premiere: 6.3.2027
Ort der Veranstaltung
Das Zimmertheater Tübingen wirkt seit seiner Gründung 1958 mit seiner progressiven Theatersprache in gesellschaftspolitischen Diskursen mit. Seit 2018 agiert es ebenfalls unter dem Namen Institut für theatrale Zukunftsforschung und bietet eine Plattform für eine theaterwissenschaftliche und ästhetische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Fragen. Seinen Anfang nahm der Betrieb in den ehemaligen Laborräumen der Trapp'schen Apotheke, nun werden von Mittwoch bis Samstag auf drei verschiedenen Bühnen ein vielschichtiges Programm angeboten. Zwei davon befinden sich im Stammhaus in der Bursagasse mit einer schönen Terrasse direkt am Neckar und einer Theaterbar. Der dritte Veranstaltungsort, in Form einer modernen Black-Box, erhielt im ehemaligen Kino Löwen Einzug und ist das "Große Haus" des Theaters. Neben diversen Produktionen des eigenen Ensembles und Kooperationen mit der städtischen Universität, können Besucherinnen und Besucher ebenfalls Gastauftritte aller Art besuchen oder an den monatlichen Diskussionen über die Themen des Spielplans mit den Künstlerinnen und Künstlern des Theaters und geladenen Gästen teilnehmen.