Bequem und sicher zahlen
Paul Celan: Mit wechselndem Schlüssel - Ulrike Draesner und John von Düffel
Tickets ab 14,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Literaturhaus Stuttgart , Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Klassiker der Literaturgeschichte
Gespräch mit Ulrike Draesner und John von Düffel
Moderation: Anne-Dore Krohn, Prolog und Epilog: Timo Brunke
Paul Celan (1920–1970) thematisiert in seinen Gedichten immer wieder Gewalterfahrungen, findet eine poetische Form für das Grauen der Shoah – exemplarisch dafür steht die berühmte „Todesfuge“. Gleichzeitig schreibt Adorno 1949 sein berühmtes Diktum: „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“. Celan lebt zwar in Frankreich, die deutsche Sprache will er jedoch nicht aufgeben. Dafür wird er anerkannt, nicht verstanden und angegriffen. Ein Leben lang sucht er nach Sprache: Besonders eindrücklich ist seine Rede „Der Meridian“, die er anlässlich der Verleihung des Büchner-Preises 1960 hält. Sie kann als poetologischer Schlüsseltext gelesen werden, dessen Titel auf einen Satz von Nelly Sachs in einem Brief an Celan zurückgeht: „Zwischen Paris und Stockholm läuft der Meridian des Schmerzes“. Seine Gedichte versteht er immer als Flaschenpost – die Adressat:innen sind ungewiss.
Eine Veranstaltungsreihe von LpZ Stuttgart und DerDiwan Hörbuchverlag. Gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Gespräch mit Ulrike Draesner und John von Düffel
Moderation: Anne-Dore Krohn, Prolog und Epilog: Timo Brunke
Paul Celan (1920–1970) thematisiert in seinen Gedichten immer wieder Gewalterfahrungen, findet eine poetische Form für das Grauen der Shoah – exemplarisch dafür steht die berühmte „Todesfuge“. Gleichzeitig schreibt Adorno 1949 sein berühmtes Diktum: „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“. Celan lebt zwar in Frankreich, die deutsche Sprache will er jedoch nicht aufgeben. Dafür wird er anerkannt, nicht verstanden und angegriffen. Ein Leben lang sucht er nach Sprache: Besonders eindrücklich ist seine Rede „Der Meridian“, die er anlässlich der Verleihung des Büchner-Preises 1960 hält. Sie kann als poetologischer Schlüsseltext gelesen werden, dessen Titel auf einen Satz von Nelly Sachs in einem Brief an Celan zurückgeht: „Zwischen Paris und Stockholm läuft der Meridian des Schmerzes“. Seine Gedichte versteht er immer als Flaschenpost – die Adressat:innen sind ungewiss.
Eine Veranstaltungsreihe von LpZ Stuttgart und DerDiwan Hörbuchverlag. Gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Ort der Veranstaltung
Mit einer Rede von W.G. Sebald wurde das Literaturhaus im November 2001 eröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude mit historischem Pater-Noster und Atrium liegt gegenüber der Liederhalle und ist Teil des neu gestalteten Bosch-Areals. Zwei Etagen, zu denen auch das ehemalige Arbeitszimmer von Robert Bosch gehört, werden vom 1997 gegründeten Literaturhaus-Verein genutzt.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.