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Psalmen
Christuskirche Sindelfingen
Vordere Halde 23
71063 Sindelfingen
Tickets ab 20,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Stadt Sindelfingen , Rathausplatz 1, 71063 Sindelfingen, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit“
Psalm 95 „Kommt, lasst uns anbeten“
für Soli, Chor und Orchester
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klavierkonzert Nr.3 c-Moll op.37
Anja Tschamler und Judit Seitter, Sopran
Philipp Nicklaus, Tenor
Chor der Ev. Johanneskirche Sindelfingen
Mitglieder des Chores St. Paulus Sindelfingen (Einstudierung: Alicia Angiolino)
Kammerorchester Plochingen
Leitung: Michael Kuhn und Bertram Schade
Die Beschäftigung mit Psalmen inspirierte Mendelssohn zeitlebens und er komponierte fünf große Orchesterpsalmen! Zwei dieser großformatigen Werke erklingen im heutigen Konzert. Schon Robert Schumann lobte Mendelssohn, der etwa halbstündige Psalm 42 sei „die höchste Stufe, die er als Kirchenkomponist, ja die neuere Kirchenmusik überhaupt, erreicht habe.“ Der zentrale Gedanke der Zuversicht und des Vertrauens auf Gott findet seine musikalische Entsprechung in einem einprägsamen Motiv („Harre auf Gott“), das in einem homophonen Satz und in der groß angelegten, prachtvollen Schlussfuge erklingt, die in ihrer melodischen und architektonischen Macht an ähnliche Sätze von Georg Friedrich Händel erinnert.
Mendelssohn selbst hielt den 95. Psalm für sein gelungenstes Stück dieser Art. Die überlegene Gestaltung der Textvorlage macht die tiefe Wirkung dieser Psalmkantate aus: kraftvolle Orchesterpassagen, klangvolle Chorakkorde und lyrische Soli durchziehen das Werk und die Kühnheit des im Pianissimo verklingenden g-Moll-Schlusses („Heute, so ihr seine Stimme höret“) lässt sich als geistlich formaler Zielpunkt verstehen.
Ludwig van Beethovens 3. Klavierkonzert entstand in den Jahren 1800 bis 1803 und wurde mit Beethoven selbst als Solist am 5. April 1803 in Wien uraufgeführt. Es gilt als sein erstes Klavierkonzert mit sinfonischen Merkmalen, was der Gattung des Klavierkonzerts aus dem Salon in den Konzertsaal verhalf. Der Charakter des ersten Satzes ist typisch c-Moll: grimmig und heroisch, der stolze, junge wilde Beethoven. Ganz anders der sehr lyrische zweite Satz, der in luzidem E-Dur erklingt. Sofort stellt sich eine völlige Entspanntheit ein, als würde die Zeit angehalten, eine verinnerlicht-traumhafte, ja romantische Atmosphäre. Das abschießende Rondo besticht durch geistvolles Wechselspiel von Orchester und Klavier, ein virtuoses Presto beschließt das knapp 40minütige Konzert.
Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit“
Psalm 95 „Kommt, lasst uns anbeten“
für Soli, Chor und Orchester
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klavierkonzert Nr.3 c-Moll op.37
Anja Tschamler und Judit Seitter, Sopran
Philipp Nicklaus, Tenor
Chor der Ev. Johanneskirche Sindelfingen
Mitglieder des Chores St. Paulus Sindelfingen (Einstudierung: Alicia Angiolino)
Kammerorchester Plochingen
Leitung: Michael Kuhn und Bertram Schade
Die Beschäftigung mit Psalmen inspirierte Mendelssohn zeitlebens und er komponierte fünf große Orchesterpsalmen! Zwei dieser großformatigen Werke erklingen im heutigen Konzert. Schon Robert Schumann lobte Mendelssohn, der etwa halbstündige Psalm 42 sei „die höchste Stufe, die er als Kirchenkomponist, ja die neuere Kirchenmusik überhaupt, erreicht habe.“ Der zentrale Gedanke der Zuversicht und des Vertrauens auf Gott findet seine musikalische Entsprechung in einem einprägsamen Motiv („Harre auf Gott“), das in einem homophonen Satz und in der groß angelegten, prachtvollen Schlussfuge erklingt, die in ihrer melodischen und architektonischen Macht an ähnliche Sätze von Georg Friedrich Händel erinnert.
Mendelssohn selbst hielt den 95. Psalm für sein gelungenstes Stück dieser Art. Die überlegene Gestaltung der Textvorlage macht die tiefe Wirkung dieser Psalmkantate aus: kraftvolle Orchesterpassagen, klangvolle Chorakkorde und lyrische Soli durchziehen das Werk und die Kühnheit des im Pianissimo verklingenden g-Moll-Schlusses („Heute, so ihr seine Stimme höret“) lässt sich als geistlich formaler Zielpunkt verstehen.
Ludwig van Beethovens 3. Klavierkonzert entstand in den Jahren 1800 bis 1803 und wurde mit Beethoven selbst als Solist am 5. April 1803 in Wien uraufgeführt. Es gilt als sein erstes Klavierkonzert mit sinfonischen Merkmalen, was der Gattung des Klavierkonzerts aus dem Salon in den Konzertsaal verhalf. Der Charakter des ersten Satzes ist typisch c-Moll: grimmig und heroisch, der stolze, junge wilde Beethoven. Ganz anders der sehr lyrische zweite Satz, der in luzidem E-Dur erklingt. Sofort stellt sich eine völlige Entspanntheit ein, als würde die Zeit angehalten, eine verinnerlicht-traumhafte, ja romantische Atmosphäre. Das abschießende Rondo besticht durch geistvolles Wechselspiel von Orchester und Klavier, ein virtuoses Presto beschließt das knapp 40minütige Konzert.
Ort der Veranstaltung
Christuskirche Sindelfingen
Vordere Halde 23
71063 Sindelfingen