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Rücktritt - Heinrich Albertz – wenn Politik Verantwortung wird
Veranstalter:
Schlosstheater Celle , Schlossplatz 6a, 29221 Celle, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Heinrich Albertz stand für eine offene Kirche und für eine wertegeleitete Politik. Auf der Kanzel fühlte er sich zuhause, als Senator suchte er lange nach seiner Rolle, als Regierender Bürgermeister von Berlin amtierte er nicht einmal ein Jahr. Als moralische Instanz stand der protestantische Theologe Albertz dem katholischen Literaten Heinrich Böll nahe: kritisch gegenüber allem Restaurativen in Kirche und Staat. Leidenschaftlich, wenn es um Fragen von Schuld und Verantwortung ging. Geboren 1915 in Breslau und in einem konservativen Pfarrhaus aufgewachsen, studierte Albertz während der NS-Zeit Theologie und engagierte sich in der „Bekennenden Kirche“. Nach Kriegsende wurde Albertz die Leitung des städtischen Flüchtlingsamtes in Celle übertragen. 1948 wurde er in die niedersächsische Landesregierung berufen und damit seinerzeit jüngster Minister in Deutschland.
Die neun Jahre in Celle und Hannover sah Albertz im Nach- hinein als die „wichtigsten meiner politischen Verantwortlichkeit“ – wichtiger als jene Jahre in Berlin, die ihn bekannt machten. Man habe viel helfen können, bilanzierte der in Partei und Politik oft unorthodox, aber zumeist konsequent agierende Pastor. So auch bei seinem Rücktritt vom Amt des regierenden Bürgermeisters von Berlin September 1967 – der einerseits aus moralischen Gründen, anderseits aufgrund parteiinterner Machtspiele erfolgte. RÜCKTRITT handelt von einem Gestalter aus Glaubensgründen, wie er nicht nur auf der Berliner Bühne heute fehlt.
Die neun Jahre in Celle und Hannover sah Albertz im Nach- hinein als die „wichtigsten meiner politischen Verantwortlichkeit“ – wichtiger als jene Jahre in Berlin, die ihn bekannt machten. Man habe viel helfen können, bilanzierte der in Partei und Politik oft unorthodox, aber zumeist konsequent agierende Pastor. So auch bei seinem Rücktritt vom Amt des regierenden Bürgermeisters von Berlin September 1967 – der einerseits aus moralischen Gründen, anderseits aufgrund parteiinterner Machtspiele erfolgte. RÜCKTRITT handelt von einem Gestalter aus Glaubensgründen, wie er nicht nur auf der Berliner Bühne heute fehlt.
Ort der Veranstaltung
Das Schlosstheater verbindet Tradition und Moderne
Das Schlosstheater wurde 1670-75 als repräsentatives Hoftheater nach italienischem Vorbild nachträglich in die zweite Etage der Barockresidenz der Welfen zur innovativen Musik- und Theaterpflege eingebaut. Von 1772 bis 1775 wurde es unter der Dänenkönigin Caroline Mathilde, die wegen einer Liebes- und Staatsaffäre nach Celle verbannt wurde, um den 2. Rang erweitert und erfolgreich für das Bürgertum geöffnet.
2010 bis 2012 wurde das Schlosstheater von Grund auf renoviert und mit modernster Gebäude- und Theatertechnik ausgestattet.
Das Schlosstheater Celle wird seit 1950 vom gleichnamigen, bürgerschaftlichem Theaterverein getragen und seither von seinen Abonnentinnen und Abonnenten gestützt. Es beheimatet ein eigenes festes Ensemble, ein Kinder- und Jugendtheater und den international renommierten Kammermusikring.
Als eines der sechs öffentlich geförderten Kommunaltheater Niedersachsens verfügt dieses Theater neben der Schlosstheater-Bühne über zwei Studio-Bühnen im Schloss, ein Sommertheater im Schlossinnenhof und seit 2015 über die HALLE 19 neben der CD-Kaserne.
Insgesamt richten die über 100 Mitarbeiter*innen auf diesen Bühnen und im Landkreis jährlich über 600 Veranstaltungen aus.
Das Schlosstheater gehört damit zu den ältesten noch dauerhaft bespielten Barocktheatern Europas, dessen historische Spielstätte dem heutigen, modernen Theater seinen Namen gab und Tradition und Moderne verbindet.
Das Schlosstheater wurde 1670-75 als repräsentatives Hoftheater nach italienischem Vorbild nachträglich in die zweite Etage der Barockresidenz der Welfen zur innovativen Musik- und Theaterpflege eingebaut. Von 1772 bis 1775 wurde es unter der Dänenkönigin Caroline Mathilde, die wegen einer Liebes- und Staatsaffäre nach Celle verbannt wurde, um den 2. Rang erweitert und erfolgreich für das Bürgertum geöffnet.
2010 bis 2012 wurde das Schlosstheater von Grund auf renoviert und mit modernster Gebäude- und Theatertechnik ausgestattet.
Das Schlosstheater Celle wird seit 1950 vom gleichnamigen, bürgerschaftlichem Theaterverein getragen und seither von seinen Abonnentinnen und Abonnenten gestützt. Es beheimatet ein eigenes festes Ensemble, ein Kinder- und Jugendtheater und den international renommierten Kammermusikring.
Als eines der sechs öffentlich geförderten Kommunaltheater Niedersachsens verfügt dieses Theater neben der Schlosstheater-Bühne über zwei Studio-Bühnen im Schloss, ein Sommertheater im Schlossinnenhof und seit 2015 über die HALLE 19 neben der CD-Kaserne.
Insgesamt richten die über 100 Mitarbeiter*innen auf diesen Bühnen und im Landkreis jährlich über 600 Veranstaltungen aus.
Das Schlosstheater gehört damit zu den ältesten noch dauerhaft bespielten Barocktheatern Europas, dessen historische Spielstätte dem heutigen, modernen Theater seinen Namen gab und Tradition und Moderne verbindet.