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Summerwinds Festival: Duo Duor & Malion Quartett: Bridges – Brücken
Duo Duor & Malion Quartett  
Kunsthaus Kloster Gravenhorst
Klosterstraße 10
48477 Hörstel
Tickets ab 28,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
GWK e.V. , Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, Deutschland
* Preise inkl. MwSt.,
pro Bestellung
Veranstaltungsinfos
Duo Duor & Malion Quartett
Andre Tsirlin Saxophon
Hila Ofek Harfe
Alex Jussow Violine
Miki Nagahara Violine
Lilya Tymchyshyn Viola
Bettina Kessler Violoncello
Hebräisch "or" bedeutet Licht, aber auch Erkenntnis, Klarheit, Hoffnung. Im Licht der Hoffnung schlagen sie Brücken: Das Duo Duor, aus Klassik und Klezmer kommend, unter seinem alten Namen „Jerusalem Duo“ preisgekrönt und bejubelt, und das Malion Quartett, eins der international führenden Streichquartette seiner Generation. Hochvirtuos und ausdrucksstark, gekonnt wild oder überaus zart öffnen die Ensembles im innovativen Sextett- und Duo-Sound oder als Streichquartett Herzen und Ohren. Auf dem Programm: osteuropäisch gefärbte Klassik und packende neue Stücke, die den Klezmer weiterschreiben.
Der Klezmer, diese Mischung aus Wehmut und Tanz, ist ursprünglich die Festmusik der aschkenasischen Juden, der jiddisch-sprachigen Nachfahren jener jüdischen Gemeinden, die ab dem 10. Jh. im deutschsprachigen Raum lebten und später nach Osteuropa wanderten. Die dortigen Volksmusiken hat der Klezmer in sich aufgenommen.
Aus Klezmer-Themen machte der Russe Prokofjew 1919 in New York fesselnde Kunstmusik. Seine kosmopolitisch-moderne, zugleich nostalgische Ouvertüre eröffnet „Bridges“ mit heiteren Passagen in vitaler Motorik, scharfen Akzenten, vielschichtiger Harmonik, melancholischen Kantilenen. Der Ungar Béla Bartók dokumentierte die authentische Volksmusik seiner Heimat mit dem Phonographen, erforschte und transformierte sie in seiner Musik. Seine rumänischen Volkstänze hat er Siebenbürgener Bauern abgelauscht: Sechs Minuten Dorfschenke, kantig, erdig, leichtfüßig, stampfend, lyrisch-schwebend, dann Polka und Ekstase.
Imogen Holsts Fantasie ist voll innerer Dramatik, elegisch-schwermütig, aber mit energisch-lebhaften Passagen durchsetzt. Meditation, Tanz, höchste Ekstase in der Fantasie „In Chassidic Mood“ des israelischen Komponisten Gil Aldema. Sie nimmt den Niggun, den Gesang der südrussischen Chassidim auf, Melodien, die der Verzückung des Gebets entsprungen und als Ausdruck psychischer Spannungen verstehbar sind, die offenbaren, was in Worte nicht fassbar ist.
Der Israeli Amit Weiner, dessen Werke weltweit aufgeführt werden, verbindet in seiner Musik Klezmer mit neuen Kompositionstechniken und Sounds. Für das Duo Duor-Sextett schrieb er 2024 „Eschaton“ – Vollendung der Schöpfung. Dabei hatte er diese Legende im Kopf: König David interpretierte unsere siebenstufige Tonleiter als Symbol der Prinzipien der Schöpfung. Der unbekannte achte Ton wird hörbar, wenn der Messias kommt. Er setzt die Gottesherrschaft durch, den universalen Frieden, in dem Ende und Anfang der Welt zusammenfallen, das Paradies wiederkehrt. „Ich lebe in einem Land,“ so Weiner, „das permanent im Kriegszustand ist, und mein größter Traum war immer, die Welt zu einem besseren Ort zu machen durch die Kraft der Musik. Das ist kein Klischee; das ist tatsächlich meine Lebensaufgabe.“
Bridges – Brücken
Sergei Prokofjew (1891–1953): Ouvertüre über hebräische Themen, Op. 34
Béla Bartók (1881–1945): Rumänische Volkstänze, Sz. 56, bearb. für Saxophon und Harfe
Imogen Holst (1907–1984): Phantasy Quartet für Streichquartett
Amit Weiner (*1981): Eschaton – Song of Genesis
Gil Aldema (1928–2014): In Chassidic Mood
Andre Tsirlin Saxophon
Hila Ofek Harfe
Alex Jussow Violine
Miki Nagahara Violine
Lilya Tymchyshyn Viola
Bettina Kessler Violoncello
Hebräisch "or" bedeutet Licht, aber auch Erkenntnis, Klarheit, Hoffnung. Im Licht der Hoffnung schlagen sie Brücken: Das Duo Duor, aus Klassik und Klezmer kommend, unter seinem alten Namen „Jerusalem Duo“ preisgekrönt und bejubelt, und das Malion Quartett, eins der international führenden Streichquartette seiner Generation. Hochvirtuos und ausdrucksstark, gekonnt wild oder überaus zart öffnen die Ensembles im innovativen Sextett- und Duo-Sound oder als Streichquartett Herzen und Ohren. Auf dem Programm: osteuropäisch gefärbte Klassik und packende neue Stücke, die den Klezmer weiterschreiben.
Der Klezmer, diese Mischung aus Wehmut und Tanz, ist ursprünglich die Festmusik der aschkenasischen Juden, der jiddisch-sprachigen Nachfahren jener jüdischen Gemeinden, die ab dem 10. Jh. im deutschsprachigen Raum lebten und später nach Osteuropa wanderten. Die dortigen Volksmusiken hat der Klezmer in sich aufgenommen.
Aus Klezmer-Themen machte der Russe Prokofjew 1919 in New York fesselnde Kunstmusik. Seine kosmopolitisch-moderne, zugleich nostalgische Ouvertüre eröffnet „Bridges“ mit heiteren Passagen in vitaler Motorik, scharfen Akzenten, vielschichtiger Harmonik, melancholischen Kantilenen. Der Ungar Béla Bartók dokumentierte die authentische Volksmusik seiner Heimat mit dem Phonographen, erforschte und transformierte sie in seiner Musik. Seine rumänischen Volkstänze hat er Siebenbürgener Bauern abgelauscht: Sechs Minuten Dorfschenke, kantig, erdig, leichtfüßig, stampfend, lyrisch-schwebend, dann Polka und Ekstase.
Imogen Holsts Fantasie ist voll innerer Dramatik, elegisch-schwermütig, aber mit energisch-lebhaften Passagen durchsetzt. Meditation, Tanz, höchste Ekstase in der Fantasie „In Chassidic Mood“ des israelischen Komponisten Gil Aldema. Sie nimmt den Niggun, den Gesang der südrussischen Chassidim auf, Melodien, die der Verzückung des Gebets entsprungen und als Ausdruck psychischer Spannungen verstehbar sind, die offenbaren, was in Worte nicht fassbar ist.
Der Israeli Amit Weiner, dessen Werke weltweit aufgeführt werden, verbindet in seiner Musik Klezmer mit neuen Kompositionstechniken und Sounds. Für das Duo Duor-Sextett schrieb er 2024 „Eschaton“ – Vollendung der Schöpfung. Dabei hatte er diese Legende im Kopf: König David interpretierte unsere siebenstufige Tonleiter als Symbol der Prinzipien der Schöpfung. Der unbekannte achte Ton wird hörbar, wenn der Messias kommt. Er setzt die Gottesherrschaft durch, den universalen Frieden, in dem Ende und Anfang der Welt zusammenfallen, das Paradies wiederkehrt. „Ich lebe in einem Land,“ so Weiner, „das permanent im Kriegszustand ist, und mein größter Traum war immer, die Welt zu einem besseren Ort zu machen durch die Kraft der Musik. Das ist kein Klischee; das ist tatsächlich meine Lebensaufgabe.“
Bridges – Brücken
Sergei Prokofjew (1891–1953): Ouvertüre über hebräische Themen, Op. 34
Béla Bartók (1881–1945): Rumänische Volkstänze, Sz. 56, bearb. für Saxophon und Harfe
Imogen Holst (1907–1984): Phantasy Quartet für Streichquartett
Amit Weiner (*1981): Eschaton – Song of Genesis
Gil Aldema (1928–2014): In Chassidic Mood
Ort der Veranstaltung
Kloster Gravenhorst
Klosterstraße 10
48477 Hörstel