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The Whole Me 2 - Ur-Aufführung
Veranstalter:
Orangerie Theater e.V. , Volksgartenstraße 25, 50677 Köln, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Eine Performance über Körpergedächtnis, Zensur und das Sichtbarwerden.
Von und mit Sarina Panahideh.
Was erinnert der Körper, wenn er jahrelang unsichtbar sein musste? The Whole Me 2 ist eine Performance über die Spuren, die Zensur und Verbot im Körper hinterlassen – und über den Versuch, sich von ihnen zu befreien.
Die kurdisch-iranische Choreografin Sarina Panahideh wuchs an einem Ort auf, an dem Tanz verboten war. Auch nach der Migration spürt sie eine Verzögerung zwischen dem, was sie meint, und dem, was sie ausdrücken kann – in der Sprache wie im Körper. The Whole Me 2 macht diese innere Spannung sichtbar: als „Duett in einer Person" zwischen dem ehrlichen, ungezähmten Selbst und dem angepassten, kontrollierten Außen.
Die Performance beginnt in beinahe völliger Unsichtbarkeit – nur die Augen der Performerin sind zu sehen. Nach und nach entfaltet sich ein Bewegungsvokabular aus Unterbrechungen, Atemrhythmen und alltäglichen Gesten: Verbergen, Ausweichen, Sich-Anpassen – wiederholt, bis sie zu lesbaren Motiven werden.
Zentrales Element ist eine begehbare Installation aus gespannten Nylonfäden, die den Raum verdichten, Wege versperren und Umwege erzwingen. Die Fäden werden zum Partner und Hindernis zugleich – sie machen das Unvollständige, das Zögern, das Abbrechen sichtbar.
Licht und Projektion zeigen verschwommene Körper und anonymisierte Nahaufnahmen von Haut – fühlbar, aber nicht identifizierbar. Die live gespielte Musik der queeren Komponistin Andrea arbeitet mit gedehnten Worten, deren Bedeutung erst nach und nach ankommt, und mit Rhythmen, die das Hin und Her zwischen Innen und Außen hörbar machen.
The Whole Me 2 entsteht in Zusammenarbeit mit einem Kollektiv kurdischer und iranischer Künstlerinnen. Entwicklungspartner sind das Orangerie Theater Köln, Sasha Waltz & Guests und Dock 11 Berlin. Die Performance ist für Theater, Museen und große Ausstellungsräume konzipiert.
Hinweis Die Installation ist vor und nach der Vorstellung für das Publikum begehbar. Barrierefreie Zugänge, Untertitel und Ruhezonen sind Teil des Konzepts.
Produktion: Orangerie Theater
Choreografie & Konzept Sarina Panahideh | Co-Choreografie Katja Keya Richter | Tanz Narin Mohammadi, Sarina Panahideh | Komposition & Live-Musik Andrea (AndieSOUNDS) | Bühne & Kostüm N.N. | Licht & Medien N.N.
Gefördert durch: NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, NRW KULTURsekretariat, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Von und mit Sarina Panahideh.
Was erinnert der Körper, wenn er jahrelang unsichtbar sein musste? The Whole Me 2 ist eine Performance über die Spuren, die Zensur und Verbot im Körper hinterlassen – und über den Versuch, sich von ihnen zu befreien.
Die kurdisch-iranische Choreografin Sarina Panahideh wuchs an einem Ort auf, an dem Tanz verboten war. Auch nach der Migration spürt sie eine Verzögerung zwischen dem, was sie meint, und dem, was sie ausdrücken kann – in der Sprache wie im Körper. The Whole Me 2 macht diese innere Spannung sichtbar: als „Duett in einer Person" zwischen dem ehrlichen, ungezähmten Selbst und dem angepassten, kontrollierten Außen.
Die Performance beginnt in beinahe völliger Unsichtbarkeit – nur die Augen der Performerin sind zu sehen. Nach und nach entfaltet sich ein Bewegungsvokabular aus Unterbrechungen, Atemrhythmen und alltäglichen Gesten: Verbergen, Ausweichen, Sich-Anpassen – wiederholt, bis sie zu lesbaren Motiven werden.
Zentrales Element ist eine begehbare Installation aus gespannten Nylonfäden, die den Raum verdichten, Wege versperren und Umwege erzwingen. Die Fäden werden zum Partner und Hindernis zugleich – sie machen das Unvollständige, das Zögern, das Abbrechen sichtbar.
Licht und Projektion zeigen verschwommene Körper und anonymisierte Nahaufnahmen von Haut – fühlbar, aber nicht identifizierbar. Die live gespielte Musik der queeren Komponistin Andrea arbeitet mit gedehnten Worten, deren Bedeutung erst nach und nach ankommt, und mit Rhythmen, die das Hin und Her zwischen Innen und Außen hörbar machen.
The Whole Me 2 entsteht in Zusammenarbeit mit einem Kollektiv kurdischer und iranischer Künstlerinnen. Entwicklungspartner sind das Orangerie Theater Köln, Sasha Waltz & Guests und Dock 11 Berlin. Die Performance ist für Theater, Museen und große Ausstellungsräume konzipiert.
Hinweis Die Installation ist vor und nach der Vorstellung für das Publikum begehbar. Barrierefreie Zugänge, Untertitel und Ruhezonen sind Teil des Konzepts.
Produktion: Orangerie Theater
Choreografie & Konzept Sarina Panahideh | Co-Choreografie Katja Keya Richter | Tanz Narin Mohammadi, Sarina Panahideh | Komposition & Live-Musik Andrea (AndieSOUNDS) | Bühne & Kostüm N.N. | Licht & Medien N.N.
Gefördert durch: NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, NRW KULTURsekretariat, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Ort der Veranstaltung
Das Orangerie-Theater ist ein Freies Theaterhaus in der Kölner Südstadt. Ursprünglich als Festungsbauwerk errichtet, dann lange als Städtische Gärtnerei genutzt, ist die Orangerie nun seit fast 20 Jahren ein Veranstaltungsort mit besonderem Flair, der die freie Kölner Theaterszene repräsentiert. Wir zeigen sowohl eigene Tanz- und Theaterproduktionen unserer Residenzkünstler und anderer Kölner Theatergruppen, als auch nationale und internationale Gastspiele. Auf der Schnittstelle zwischen Performance, Multimedia und Theater-/Tanzexperiment hat sich die Orangerie zu einer der innovativsten Spielstätten Kölns entwickelt.
Möglich macht dieses nicht zuletzt die besondere Innengestaltung des Theaters, das als Raumbühne immer wieder neue Bühnen- und Zuschauersituationen herstellt. Seit 2007 erhält das Orangerie-Theater Konzeptionsförderung seitens der Stadt Köln für sein innovatives Theaterkonzept. Das Orangerie-Theater kooperiert fest mit derzeit 12 Kölner Gruppen und freien Regisseuren/Choreographen, die als basisdemokratisches Netzwerk gemeinsam mit dem Team der Orangerie die künstlerische Leitung formen und somit die Freiheit haben, den Ort inhaltlich intensiv mitzugestalten. Darüber hinaus haben die Residenzkünstler in der Orangerie ihre künstlerische Heimat, in der sie gesichert mindestens eine Produktion pro Spielzeit heraus bringen und ins Repertoire überführen können.
Mit diesem Modell schafft die Orangerie ein Forum für nachhaltigen inhaltlichen und formalen Diskurs, künstlerischen Austausch und Reflektion sowie ein auf der Basis aller beteiligten Künstler entwickeltes, inhaltliches Gesamtkonzept für das Haus. Aber auch für Gastspiele von Gruppen, die nicht dem Residenzkünstler-Netzwerk angehören, bleibt in jedem Fall weiterhin Raum und Zeit reserviert. Diese Öffnung und der Austausch, der darüber entsteht, sind ausdrücklich von allen Beteiligten gewünscht.
Zumal der Bedarf an Theater- und Tanzspielorten für Freie Ensembles in Köln nach wie vor hoch ist. Die Orangerie versteht sich hier auch zukünftig als offenes Haus, an dem das Besondere gezeigt werden soll.
Möglich macht dieses nicht zuletzt die besondere Innengestaltung des Theaters, das als Raumbühne immer wieder neue Bühnen- und Zuschauersituationen herstellt. Seit 2007 erhält das Orangerie-Theater Konzeptionsförderung seitens der Stadt Köln für sein innovatives Theaterkonzept. Das Orangerie-Theater kooperiert fest mit derzeit 12 Kölner Gruppen und freien Regisseuren/Choreographen, die als basisdemokratisches Netzwerk gemeinsam mit dem Team der Orangerie die künstlerische Leitung formen und somit die Freiheit haben, den Ort inhaltlich intensiv mitzugestalten. Darüber hinaus haben die Residenzkünstler in der Orangerie ihre künstlerische Heimat, in der sie gesichert mindestens eine Produktion pro Spielzeit heraus bringen und ins Repertoire überführen können.
Mit diesem Modell schafft die Orangerie ein Forum für nachhaltigen inhaltlichen und formalen Diskurs, künstlerischen Austausch und Reflektion sowie ein auf der Basis aller beteiligten Künstler entwickeltes, inhaltliches Gesamtkonzept für das Haus. Aber auch für Gastspiele von Gruppen, die nicht dem Residenzkünstler-Netzwerk angehören, bleibt in jedem Fall weiterhin Raum und Zeit reserviert. Diese Öffnung und der Austausch, der darüber entsteht, sind ausdrücklich von allen Beteiligten gewünscht.
Zumal der Bedarf an Theater- und Tanzspielorten für Freie Ensembles in Köln nach wie vor hoch ist. Die Orangerie versteht sich hier auch zukünftig als offenes Haus, an dem das Besondere gezeigt werden soll.