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"VERTRIEBENE SIND WIR, VERBANNTE" - Bertolt Brecht im Exil - und davor
Corinna Harfouch und Die Tentakel von Delphi  
Thalia Theater
Alstertor 2
20095 Hamburg
Veranstalter:
MSK Wort gGmbH , Alexanderstr. 9, 10178 Berlin, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Gedichte, Texte, Lieder
„Immer fand ich den Namen falsch, den man uns gab: Emigranten.
Das heißt doch Auswandrer. Aber wir
Wanderten doch nicht aus, nach freiem Entschluß
Wählend ein andres Land. Wanderten wir doch auch nicht
Ein in ein Land, dort zu bleiben, womöglich für immer.
Sondern wir flohen. Vertriebene sind wir, Verbannte.“
(Svendborger Gedichte)
Von den Nazis 1933 aus Deutschland vertrieben prägte das Nachdenken über die „Dauer des Exils“, über das Fremdbleiben in der Fremde, das Schreiben gegen Hitler, und immer wieder die Verteidigung der Poesie in einer Zeit der Unterdrückung Brechts Arbeit. Es waren fünfzehn Jahre, in denen er „öfter als die Schuhe die Länder wechselnd“, einmal um den Erdball getrieben wurde.
Aber hatte das Exil nicht schon vorher begonnen? Warum war es nicht gelungen, den Aufstieg der Nazis aufzuhalten? Wie sah das Fremdsein im eigenen Land schon vor 1933 aus? Viele Texte vor der Flucht gestalten das Exil im eigenen Land, das Exil vor dem Exil.
Corinna Harfouch und Die Tentakel von Delphi – Paula Sell, Hannes Gwisdek, Boris Nielsen, Moritz Bossmann und Johannes Döpping – interpretieren Exil-Gedichte und Texte aus den 1920er Jahren wie „Aus dem Lesebuch für Städtebewohner“.
Corinna Harfouch zählt zu den bekanntesten deutschen Schauspielerinnen in Film, Fernsehen und Theater. Sie spielte unter anderem am Berliner Ensemble und arbeitete mit Regisseuren wie Heiner Müller, Frank Castorf, Jürgen Gosch und Herbert Fritsch. Seit kurzem ist sie auch am Thalia Theater zu sehen. Für ihre Theater- und Filmarbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring, dem Grimme-Preis und zweimal mit dem Deutschen Filmpreis.
„Immer fand ich den Namen falsch, den man uns gab: Emigranten.
Das heißt doch Auswandrer. Aber wir
Wanderten doch nicht aus, nach freiem Entschluß
Wählend ein andres Land. Wanderten wir doch auch nicht
Ein in ein Land, dort zu bleiben, womöglich für immer.
Sondern wir flohen. Vertriebene sind wir, Verbannte.“
(Svendborger Gedichte)
Von den Nazis 1933 aus Deutschland vertrieben prägte das Nachdenken über die „Dauer des Exils“, über das Fremdbleiben in der Fremde, das Schreiben gegen Hitler, und immer wieder die Verteidigung der Poesie in einer Zeit der Unterdrückung Brechts Arbeit. Es waren fünfzehn Jahre, in denen er „öfter als die Schuhe die Länder wechselnd“, einmal um den Erdball getrieben wurde.
Aber hatte das Exil nicht schon vorher begonnen? Warum war es nicht gelungen, den Aufstieg der Nazis aufzuhalten? Wie sah das Fremdsein im eigenen Land schon vor 1933 aus? Viele Texte vor der Flucht gestalten das Exil im eigenen Land, das Exil vor dem Exil.
Corinna Harfouch und Die Tentakel von Delphi – Paula Sell, Hannes Gwisdek, Boris Nielsen, Moritz Bossmann und Johannes Döpping – interpretieren Exil-Gedichte und Texte aus den 1920er Jahren wie „Aus dem Lesebuch für Städtebewohner“.
Corinna Harfouch zählt zu den bekanntesten deutschen Schauspielerinnen in Film, Fernsehen und Theater. Sie spielte unter anderem am Berliner Ensemble und arbeitete mit Regisseuren wie Heiner Müller, Frank Castorf, Jürgen Gosch und Herbert Fritsch. Seit kurzem ist sie auch am Thalia Theater zu sehen. Für ihre Theater- und Filmarbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring, dem Grimme-Preis und zweimal mit dem Deutschen Filmpreis.
Ort der Veranstaltung
Thalia Theater & Nachtasyl
Alstertor 1
20095 Hamburg