Bequem und sicher zahlen
Vom Fällen eines Stammbaums - Martin Piekar
Tickets ab 14,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Literaturhaus Stuttgart , Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Deutschland
Anzahl wählen
Veranstaltungsinfos
Literatur und ihre Vermittler
Lesung und Gespräch
Freitag 4.12. 19.30 Uhr
Vom Fällen eines Stammbaums
Martin Piekar
Moderation: Ulrike Wörner
Aufwühlend. Hätte man nur ein einziges Wort, um das Werk des 1990 in Bad Soden geborenen und vielfach ausgezeichneten deutsch-polnischen Schriftstellers Martin Piekar zusammenfassen, dann wäre das – aufwühlend. In Stuttgart zu Gast ist er mit seinem Romandebüt „Vom Fällen eines Stammbaums“. Es ist die Geschichte von Marcin und seiner kranken Mutter, die mit den Wänden spricht. Das Fällen eines Stammbaums bedeutet bei Piekar nicht Auslöschung, sondern Sichtbarmachung aus welchem Holz ein Mensch geschnitzt ist. Sein autofiktiver Roman erzählt von unterschiedlichen Arten von Flucht, von Krankheit, Alkohol und Entwurzelung. Eine Geschichte über Liebe und Wut, und auf jeden Fall eine Geschichte ohne simple Schuldzuweisungen. Auch in Piekars Lyrik ist das Leben ein beschädigtes – ganz im Sinne Adornos: Ein Leben, das nicht nur durch individuelle Traumata, sondern auch durch gesellschaftliche Missstände Schaden genommen hat und das dennoch mit Wucht darauf besteht, da zu sein: ich singe für die, die spiegelbleich das grinsen des scheiterns üben, schreibt Piekar in seinem aktuellen Lyrikband «livestream & leichen», ich singe, um uns allen zu beweisen, dass wir am leben sind.
Gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Eintritt: 14,-/12,-/7,- €
Lesung und Gespräch
Freitag 4.12. 19.30 Uhr
Vom Fällen eines Stammbaums
Martin Piekar
Moderation: Ulrike Wörner
Aufwühlend. Hätte man nur ein einziges Wort, um das Werk des 1990 in Bad Soden geborenen und vielfach ausgezeichneten deutsch-polnischen Schriftstellers Martin Piekar zusammenfassen, dann wäre das – aufwühlend. In Stuttgart zu Gast ist er mit seinem Romandebüt „Vom Fällen eines Stammbaums“. Es ist die Geschichte von Marcin und seiner kranken Mutter, die mit den Wänden spricht. Das Fällen eines Stammbaums bedeutet bei Piekar nicht Auslöschung, sondern Sichtbarmachung aus welchem Holz ein Mensch geschnitzt ist. Sein autofiktiver Roman erzählt von unterschiedlichen Arten von Flucht, von Krankheit, Alkohol und Entwurzelung. Eine Geschichte über Liebe und Wut, und auf jeden Fall eine Geschichte ohne simple Schuldzuweisungen. Auch in Piekars Lyrik ist das Leben ein beschädigtes – ganz im Sinne Adornos: Ein Leben, das nicht nur durch individuelle Traumata, sondern auch durch gesellschaftliche Missstände Schaden genommen hat und das dennoch mit Wucht darauf besteht, da zu sein: ich singe für die, die spiegelbleich das grinsen des scheiterns üben, schreibt Piekar in seinem aktuellen Lyrikband «livestream & leichen», ich singe, um uns allen zu beweisen, dass wir am leben sind.
Gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Eintritt: 14,-/12,-/7,- €
Ort der Veranstaltung
Mit einer Rede von W.G. Sebald wurde das Literaturhaus im November 2001 eröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude mit historischem Pater-Noster und Atrium liegt gegenüber der Liederhalle und ist Teil des neu gestalteten Bosch-Areals. Zwei Etagen, zu denen auch das ehemalige Arbeitszimmer von Robert Bosch gehört, werden vom 1997 gegründeten Literaturhaus-Verein genutzt.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.