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"Wagt!" Büchners Danton & die Idee von Europa
BüchnerBühne Riedstadt
Kirchstraße 16
64560 Riedstadt
Tickets ab 20,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
BüchnerFindetStatt E.V. , Kirchstraße 16, 64560 Riedstadt, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Szenische Lesung unsers Ensembles nach Georg Büchners »Dantons Tod«
zum Quartalsthema "Büchner & die Politik"
»Wagt!« – das Wort steht im Wohlfahrtsausschuß, in St. Justs Mund, als Zitat Dantons gegen Danton selbst: »Wagt! Danton soll uns das Wort nicht umsonst gelehrt haben.« Es ist der bitterste Satz des Stücks. Die Kühnheit, die die Revolution entfachte, wird zum Werkzeug ihrer Mörder.
Büchner schrieb »Dantons Tod« 1835, 22 Jahre alt, auf der Flucht vor dem hessischen Staatsgefängnis. Das Drama ist kein Historienstück – es ist eine Philosophie der Geschichte, ein Schrei gegen Ideologien, die Menschen in Systeme verwandeln. Die Französische Revolution war Europas erster großer Versuch, Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde politisch zu verwirklichen. Büchner zeigt, wie dieser Versuch seine Kinder fraß.
Die szenische Lesung der BüchnerBühne stellt St. Justs Revolutionsrede zur Legitimation der Hinrichtung Dantons ins Zentrum und macht damit explizit, was Büchner ahnte: daß die Logik dieser Rede sich wiederholen wird. In Europa. Wieder und wieder. »Der Weltgeist benutzt unsere Arme wie Vulkane und Wasserfluten. Was ist der Unterschied, ob unsere Feinde an einer Seuche oder an der Revolution sterben?.« Man muß nur nachhören, wer das später auch gesagt hat. Wieder und immer wieder ...
Die szenische Lesung verzichtet auf Kostüme und Requisiten. Sechs Stimmen machen Büchners Text lebendig – und stellen damit eine zentrale Frage in den Raum: Was wagen wir zu glauben? Was wagen wir zu opfern? Und vor allem: Für wen?
zum Quartalsthema "Büchner & die Politik"
»Wagt!« – das Wort steht im Wohlfahrtsausschuß, in St. Justs Mund, als Zitat Dantons gegen Danton selbst: »Wagt! Danton soll uns das Wort nicht umsonst gelehrt haben.« Es ist der bitterste Satz des Stücks. Die Kühnheit, die die Revolution entfachte, wird zum Werkzeug ihrer Mörder.
Büchner schrieb »Dantons Tod« 1835, 22 Jahre alt, auf der Flucht vor dem hessischen Staatsgefängnis. Das Drama ist kein Historienstück – es ist eine Philosophie der Geschichte, ein Schrei gegen Ideologien, die Menschen in Systeme verwandeln. Die Französische Revolution war Europas erster großer Versuch, Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde politisch zu verwirklichen. Büchner zeigt, wie dieser Versuch seine Kinder fraß.
Die szenische Lesung der BüchnerBühne stellt St. Justs Revolutionsrede zur Legitimation der Hinrichtung Dantons ins Zentrum und macht damit explizit, was Büchner ahnte: daß die Logik dieser Rede sich wiederholen wird. In Europa. Wieder und wieder. »Der Weltgeist benutzt unsere Arme wie Vulkane und Wasserfluten. Was ist der Unterschied, ob unsere Feinde an einer Seuche oder an der Revolution sterben?.« Man muß nur nachhören, wer das später auch gesagt hat. Wieder und immer wieder ...
Die szenische Lesung verzichtet auf Kostüme und Requisiten. Sechs Stimmen machen Büchners Text lebendig – und stellen damit eine zentrale Frage in den Raum: Was wagen wir zu glauben? Was wagen wir zu opfern? Und vor allem: Für wen?
Ort der Veranstaltung
BüchnerBühne Riedstadt
Kirchstraße 16
64560 Riedstadt