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Veranstaltungsinfos
Von Anfang an außer Rand und Band: Das Programm startet mit Antonio Vivaldis Concerto g-Moll RV 157, einem kurzen Konzert für Streichorchester, das in den beiden Rahmensätzen über die Stränge schlägt. Die wilden Kaskaden der hohen Streicher des ersten und die turbulenten, nicht enden wollenden Bassläufe des dritten Satzes stellen das Motto des Abends eindrücklich vor.
Das erste Hauptwerk des Abends ist Georg Friedrich Händels weltliche Kantate „Il delirio amoroso“ HWV 99 für Sopran und Orchester. Der Librettst, der römische Kardinal Benedetto Pamphili, zeichnet darin die Verzweiflung der Schäferin Clori nach, deren Bemühungen um ihre unglückliche und nun noch dazu verstorbene Liebe Tirsi noch nicht einmal durch einen Ausflug ins Totenreich von Erfolg gekrönt sind. Es ist buchstäblich zum Verrücktwerden. Diesen existenziellen Nöten spürt der junge Händel in seiner energetisch überschäumenden Musik nach. Zu Beginn seines Romaufenthaltes 1707 komponiert, öffneten sich ihm und seiner Karriere mit diesem musikalischen Furor Tür und Tor.
Die in der Barockmusikszene renommierte Sopranistin Magdalene Harer ist mit ihrer so ausdrucksstarken wie wendigen Stimme eine Idealbesetzung für die herausfordernde und abwechslungsreiche Partie der Clori. Der spielfreudige Orchesterpart der Kantate ist wie gemacht für la festa musicale, das sich auf vor Energie sprühende Orchestersätze und expressive Soli von Oboe, Violine, Blockflöte und Violoncello freut.
Giuseppe Valentini gilt als erbitterter Konkurrent von Arcangelo Corelli. Sein Concerto op. 7 Nr. 11 ist ein alle Rahmen des Üblichen sprengendes Werk, bei dem statt des gängigen Solotrios aus zwei Geigen und Cello gleich vier Geigen, eine Bratsche und ein Cello sich gegenseitig zu übertrumpfen suchen. Gemeinsam mit dem Basso Continuo bilden sie wechselweise auch das Tutt, vor dessen Passepartout die jeweiligen solistischen Eskapaden ihren extravaganten Raum finden.
Das Programm wird abgerundet und auf die Spitze (wenn nicht in den Wahnsinn) getrieben mit einer Follia-Bearbeitung vom Stamm-Arrangeur und Cellisten des Ensembles, Christoph Harer. Das im Barock überaus beliebte Harmonieschema „La Follia“, das in zahlreichen Versionen bedeutender Barockkomponisten (wie Vivaldi, Corelli, Geminiani u.a.) vorliegt, benennt sich nach dem urspünglich Portugiesischen „folia“ („lärmende Lustbarkeit“, „übermütige Ausgelassenheit“) oder der italienischen „follia“ („Narrheit“, „Tollheit“, „Wahnsinn“). So sind Follia-Bearbeitungen seit jeher ausschweifende, an die Grenzen des Spielbaren gehende Kompositionen voller extremer Gefühlsgegensätze. Diesem Prinzip folgt auch die hier uraufgeführte Version, die speziell für die Besetzung des Abends komponiert ist und die barocken Fesseln sprengt. Es entsteht dabei Freiheit durch Wahnsinn, wahnsinnige Freiheit… und jede Menge Spaß für Musizierende wie Hörende.
Den Gesangspart übernimmt die international renommierte Sopranistin Magdalene Harer. Das Programm wird durch Mitglieder des Ensembles unterhaltsam moderiert.
Foto: la festa musicale (C) Nils Ole Peters
Das erste Hauptwerk des Abends ist Georg Friedrich Händels weltliche Kantate „Il delirio amoroso“ HWV 99 für Sopran und Orchester. Der Librettst, der römische Kardinal Benedetto Pamphili, zeichnet darin die Verzweiflung der Schäferin Clori nach, deren Bemühungen um ihre unglückliche und nun noch dazu verstorbene Liebe Tirsi noch nicht einmal durch einen Ausflug ins Totenreich von Erfolg gekrönt sind. Es ist buchstäblich zum Verrücktwerden. Diesen existenziellen Nöten spürt der junge Händel in seiner energetisch überschäumenden Musik nach. Zu Beginn seines Romaufenthaltes 1707 komponiert, öffneten sich ihm und seiner Karriere mit diesem musikalischen Furor Tür und Tor.
Die in der Barockmusikszene renommierte Sopranistin Magdalene Harer ist mit ihrer so ausdrucksstarken wie wendigen Stimme eine Idealbesetzung für die herausfordernde und abwechslungsreiche Partie der Clori. Der spielfreudige Orchesterpart der Kantate ist wie gemacht für la festa musicale, das sich auf vor Energie sprühende Orchestersätze und expressive Soli von Oboe, Violine, Blockflöte und Violoncello freut.
Giuseppe Valentini gilt als erbitterter Konkurrent von Arcangelo Corelli. Sein Concerto op. 7 Nr. 11 ist ein alle Rahmen des Üblichen sprengendes Werk, bei dem statt des gängigen Solotrios aus zwei Geigen und Cello gleich vier Geigen, eine Bratsche und ein Cello sich gegenseitig zu übertrumpfen suchen. Gemeinsam mit dem Basso Continuo bilden sie wechselweise auch das Tutt, vor dessen Passepartout die jeweiligen solistischen Eskapaden ihren extravaganten Raum finden.
Das Programm wird abgerundet und auf die Spitze (wenn nicht in den Wahnsinn) getrieben mit einer Follia-Bearbeitung vom Stamm-Arrangeur und Cellisten des Ensembles, Christoph Harer. Das im Barock überaus beliebte Harmonieschema „La Follia“, das in zahlreichen Versionen bedeutender Barockkomponisten (wie Vivaldi, Corelli, Geminiani u.a.) vorliegt, benennt sich nach dem urspünglich Portugiesischen „folia“ („lärmende Lustbarkeit“, „übermütige Ausgelassenheit“) oder der italienischen „follia“ („Narrheit“, „Tollheit“, „Wahnsinn“). So sind Follia-Bearbeitungen seit jeher ausschweifende, an die Grenzen des Spielbaren gehende Kompositionen voller extremer Gefühlsgegensätze. Diesem Prinzip folgt auch die hier uraufgeführte Version, die speziell für die Besetzung des Abends komponiert ist und die barocken Fesseln sprengt. Es entsteht dabei Freiheit durch Wahnsinn, wahnsinnige Freiheit… und jede Menge Spaß für Musizierende wie Hörende.
Den Gesangspart übernimmt die international renommierte Sopranistin Magdalene Harer. Das Programm wird durch Mitglieder des Ensembles unterhaltsam moderiert.
Foto: la festa musicale (C) Nils Ole Peters
Ort der Veranstaltung
Das Programm im Schloss Landestrost hält neben Ausstellungen ein vielfältiges Angebot von Veranstaltungen bereit.
Schloss Landestrost wurde in der Zeit von 1573 bis 1584 von Herzog Erich II. zu Braunschweig-Lüneburg als repräsentativer Wohnbau im Stil der Weserrenaissance erbaut. Schloss Landestrost kann zu den schönsten Anlagen seines Stiles gezählt werden. Ihre äußere, schlichte Schönheit im Ebenmaß der Fassade findet ihre Entsprechung in der Ausgestaltung der Innenräume. Reich bemalte Tonnendecken und Wände geben dem Innern auch heute noch ein repräsentatives Gepräge.
Im alten Renaissanceflügel finden heute in der Reihe „Kultur im Schloss“ regelmäßig Konzerte und auch Lesungen statt. Es werden zudem wechselnde Ausstellungen der Bildenden Kunst gezeigt.
Das Schloss Landestrost gehört seit 1997 zum Besitz der Stiftung Kulturregion Hannover.
Schloss Landestrost wurde in der Zeit von 1573 bis 1584 von Herzog Erich II. zu Braunschweig-Lüneburg als repräsentativer Wohnbau im Stil der Weserrenaissance erbaut. Schloss Landestrost kann zu den schönsten Anlagen seines Stiles gezählt werden. Ihre äußere, schlichte Schönheit im Ebenmaß der Fassade findet ihre Entsprechung in der Ausgestaltung der Innenräume. Reich bemalte Tonnendecken und Wände geben dem Innern auch heute noch ein repräsentatives Gepräge.
Im alten Renaissanceflügel finden heute in der Reihe „Kultur im Schloss“ regelmäßig Konzerte und auch Lesungen statt. Es werden zudem wechselnde Ausstellungen der Bildenden Kunst gezeigt.
Das Schloss Landestrost gehört seit 1997 zum Besitz der Stiftung Kulturregion Hannover.