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Veranstaltungsinfos
U29 – Für alle unter 29
Als der kanadischen Autorin Alice Munro im Jahr 2013 der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde, war das auch die Würdigung einer vom hiesigen Literaturbetrieb eher mit Ignoranz bedachten Gattung: der Erzählung oder – um es einer größeren Aufgeschlossenheit gegenüber dieser kurzen Form im angelsächsischen Raum entsprechend auszudrücken – der Story. Alice Munro wurde so als Meisterin einer Disziplin geehrt, deren Grundzug es ist, auf relativ engem Raum umso verdichteter große Geschichten zu erzählen. Ihre Stories zeichnen sich aus durch Realitätsnähe, Abgründigkeit, Lakonie und offene Enden. Sie kreisen oft um weibliche Protagonistinnen, weshalb wir sie auch unter dem Gesichtspunkt dessen betrachten werden, was die französische Literaturtheoretikerin Hélène Cixous eine „écriture feminine“ nennt. Dabei wird auch das – in Munros Fall nicht unbrisante – Verhältnis von Werk und Biographie eine Rolle spielen. Die kulinarische Begleitung unseres Gesprächs inspiriert sich diesmal direkt von den diskutierten Texten.
Mit Unterstützung der Förderinitiative Kulturkessel
Als der kanadischen Autorin Alice Munro im Jahr 2013 der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde, war das auch die Würdigung einer vom hiesigen Literaturbetrieb eher mit Ignoranz bedachten Gattung: der Erzählung oder – um es einer größeren Aufgeschlossenheit gegenüber dieser kurzen Form im angelsächsischen Raum entsprechend auszudrücken – der Story. Alice Munro wurde so als Meisterin einer Disziplin geehrt, deren Grundzug es ist, auf relativ engem Raum umso verdichteter große Geschichten zu erzählen. Ihre Stories zeichnen sich aus durch Realitätsnähe, Abgründigkeit, Lakonie und offene Enden. Sie kreisen oft um weibliche Protagonistinnen, weshalb wir sie auch unter dem Gesichtspunkt dessen betrachten werden, was die französische Literaturtheoretikerin Hélène Cixous eine „écriture feminine“ nennt. Dabei wird auch das – in Munros Fall nicht unbrisante – Verhältnis von Werk und Biographie eine Rolle spielen. Die kulinarische Begleitung unseres Gesprächs inspiriert sich diesmal direkt von den diskutierten Texten.
Mit Unterstützung der Förderinitiative Kulturkessel
Ort der Veranstaltung
Mit einer Rede von W.G. Sebald wurde das Literaturhaus im November 2001 eröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude mit historischem Pater-Noster und Atrium liegt gegenüber der Liederhalle und ist Teil des neu gestalteten Bosch-Areals. Zwei Etagen, zu denen auch das ehemalige Arbeitszimmer von Robert Bosch gehört, werden vom 1997 gegründeten Literaturhaus-Verein genutzt.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.
Ob Orhan Pamuk, Sibylle Lewitscharoff oder (der norwegische Experimentalkünstler) Terje Dragseth, ob 1800 Besucher, 180 oder 18, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Tagungen zur Literatur Afrikas oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Für viele Abende wurden Originalbeiträge in Auftrag gegeben, so in den Essayreihen Betrifft: (mit der Stuttgarter Zeitung), Fremdwort (mit dem SWR) oder den deutsch-französischen Reihen »J’accuse…!« und »carte blanche« (mit dem Institut Français und der Robert Bosch Stiftung). Schwerpunkte sind überdies »Comic & Literatur«, das Festival der digitalen Literatur »Literatur und Strom« sowie »Literatür«, die deutsch-türkische Literaturnacht. Hinzu kommen Ausstellungen, oft von Publikationen begleitet; jüngst etwa »W.G. Sebald – Zerstreute Reminiszenzen«, die bis nach Brüssel wanderte.