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33. Jazztage Dortmund: Fallen Crooner
Tickets ab 20,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
domicil gGmbH , Hansastr. 7-11, 44137 Dortmund, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Der deutsch-rumänische Kontrabassist und Komponist Robert Lucaciu (1988) defragmentiert in seinem neuesten Projekt „Fallen Crooner“ das eigene, (cis-)männliche Selbstverständnis und fordert die Musiker:innen Laura Totenhagen (voc), Pascal Klewer (trp), Shannon Barnett (trb), Sofía Salvo (bars) und Moritz Baumgärtner (dr) zu einem lustvollen Diskurs über Geschlechterrollen auf.
In einer Montage aus Eigenkompositionen Lucacius, bekannten Songs und Textsequenzen verschiedener Autor*innen bildet die freie Improvisation immer wieder ein zentrales Element – das Befragen des Moments mit offenem Ausgang. So ergibt sich eine musikalische Diskussion, deren Stärke darin liegt die Fragen in all ihrer Wucht zu leben und die Dringlichkeit schneller Antworten in Wohlwollen aufzulösen. Jede:r Musiker:in darf hier die eigene Vielfalt zelebrieren und alle Nuancen, die das eigene Instrument bietet, auskosten. Einzelne Erzählungen werden von dem Ensemble auf ihre Essenzen reduziert und in intensivem Dialog neu zusammengesetzt.
„Das Finale ließ dann noch einmal in kurzer Zeit ein extrovertiertes Jazz-Theater mit ausgeprägter stilistischer Flexibilität entstehen: „Fallen Crooner“ collagierte temperamentvolle Melodienbögen mit weitgespannten solistischen Exkursen – vor allem die Bläsersätze von Pascal Klewer und Shannon Barnett setzten viel sattes Potenzial frei, derweil Laura Totenhagen ihre ganze Präsenz vor – leider- leerem Zuschauerraum vor den Kameras entfaltete.“
en
The German-Romanian double bassist and composer Robert Lucaciu (1988) deconstructs his own (cis-)male self-understanding in his latest project Fallen Crooner and invites musicians Laura Totenhagen (vocals), Pascal Klewer (trumpet), Shannon Barnett (trombone), Sofía Salvo (bars), and Moritz Baumgärtner (drums) to engage in a joyful discourse on gender roles.
In a montage of Lucaciu's original compositions, well-known songs, and text sequences from various authors, free improvisation plays a central role—questioning the moment with an open outcome. This creates a musical discussion whose strength lies in living the questions in all their intensity and dissolving the urgency for quick answers with a sense of goodwill. Each musician is allowed to celebrate their own diversity and savour all the nuances their instrument has to offer. Individual narratives are reduced to their essence by the ensemble and reassembled in an intense dialogue.
“The finale then quickly developed into an extroverted jazz theatre, displaying remarkable stylistic flexibility: Fallen Crooner collaged temperamental melodic arcs with far-reaching solo excursions—especially the brass sections by Pascal Klewer and Shannon Barnett unleashed a rich potential, while Laura Totenhagen unfolded her full presence in front of—unfortunately—an empty audience, before the cameras.”
In einer Montage aus Eigenkompositionen Lucacius, bekannten Songs und Textsequenzen verschiedener Autor*innen bildet die freie Improvisation immer wieder ein zentrales Element – das Befragen des Moments mit offenem Ausgang. So ergibt sich eine musikalische Diskussion, deren Stärke darin liegt die Fragen in all ihrer Wucht zu leben und die Dringlichkeit schneller Antworten in Wohlwollen aufzulösen. Jede:r Musiker:in darf hier die eigene Vielfalt zelebrieren und alle Nuancen, die das eigene Instrument bietet, auskosten. Einzelne Erzählungen werden von dem Ensemble auf ihre Essenzen reduziert und in intensivem Dialog neu zusammengesetzt.
„Das Finale ließ dann noch einmal in kurzer Zeit ein extrovertiertes Jazz-Theater mit ausgeprägter stilistischer Flexibilität entstehen: „Fallen Crooner“ collagierte temperamentvolle Melodienbögen mit weitgespannten solistischen Exkursen – vor allem die Bläsersätze von Pascal Klewer und Shannon Barnett setzten viel sattes Potenzial frei, derweil Laura Totenhagen ihre ganze Präsenz vor – leider- leerem Zuschauerraum vor den Kameras entfaltete.“
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The German-Romanian double bassist and composer Robert Lucaciu (1988) deconstructs his own (cis-)male self-understanding in his latest project Fallen Crooner and invites musicians Laura Totenhagen (vocals), Pascal Klewer (trumpet), Shannon Barnett (trombone), Sofía Salvo (bars), and Moritz Baumgärtner (drums) to engage in a joyful discourse on gender roles.
In a montage of Lucaciu's original compositions, well-known songs, and text sequences from various authors, free improvisation plays a central role—questioning the moment with an open outcome. This creates a musical discussion whose strength lies in living the questions in all their intensity and dissolving the urgency for quick answers with a sense of goodwill. Each musician is allowed to celebrate their own diversity and savour all the nuances their instrument has to offer. Individual narratives are reduced to their essence by the ensemble and reassembled in an intense dialogue.
“The finale then quickly developed into an extroverted jazz theatre, displaying remarkable stylistic flexibility: Fallen Crooner collaged temperamental melodic arcs with far-reaching solo excursions—especially the brass sections by Pascal Klewer and Shannon Barnett unleashed a rich potential, while Laura Totenhagen unfolded her full presence in front of—unfortunately—an empty audience, before the cameras.”
Ort der Veranstaltung
Das domicil ist das älteste der zwölf freien Kulturzentren der Stadt Dortmund und hat es sich zur Aufgabe gemacht Künstlerinnen und Künstler des zeitgenössischen Jazz, der Weltmusik und musikalischen Avantgarde zu fördern. Ausgestattet mit einer stilvollen Lounge Bar und einer Kapazität von bis zu 500 Personen, bietet das domicil Raum für Veranstaltungen aller Art. Vom intimen Jazzkonzert, zum Lachmuskel beanspruchenden Comedy-Abend oder spannenden Lesung - hier wird Kunst und Kultur seit 1969 groß geschrieben. Seine Anfänge nahm das domicil in einem kleinen Keller mit niedriger Decke, heute stellt es mit seinen neuen Räumlichkeiten eine traditionsreiche und wichtige Institution im Dortmunder Stadtwesen dar. Mehrmals wurde das Kulturzentrum bereits mit dem Bundeskulturpreis Applaus für sein Engagement und seine innovative Programmgestaltung ausgezeichnet. Besonders für die junge Generation soll gute Livemusik zugänglicher werden und so gibt es im domicil Ermäßigungen für Studis, Azubis und Schülerinnen und Schüler, aber auch die Möglichkeit vom Kulturpass Gebrauch zu machen. Außerdem bietet das domicil eine Reihe von regelmäßigen Veranstaltungen mit freiem Eintritt an, wie zum Beispiel die Monday Night Session um die Woche mit hochkarätigen Jazz einzuläuten, als auch die Konzerte der Großformation The Dorf, die jeden dritten Donnerstag im Monat zu ihrem öffentlichen Werkstattkonzert einladen.