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Veranstaltungsinfos
Porträtperformance Ashley Temba
(auf Englisch)
Was sehe ich, wenn ich in den Spiegel schaue? Mich als Einheit, mich als Form, mich in Bewegung? Und wenn andere mich sehen – was sehen sie? Die Erwartung ist einfach, die Projektion vereinfachend, das Stereotyp festschreibend. Aber wir sind nicht einfach und unveränderlich, wir sind keine Monolithe! Allerdings, wie zeige ich die Vielheit, die ich bin? Wie werde ich die Vielfalt, die ich sein könnte?
Der Tänzer und Choreograf Ashley Temba sucht in As I Want ein Bild von sich selbst, von Rissen und Spalten durchzogen, von externen Kräften geformt, von vielfältigen Ablagerungen geprägt und eigenzeitlich gewachsen. Das jetzige Ich ist das Ergebnis zahlreicher Entscheidungen und bewusster Veränderungen. Es war – trotz aller äußeren Zuschreibungen und Versuche der Fixierung – schon immer in Bewegung. Tanz ist das Medium, diese Veränderung zu zeigen. Heute bin ich eine Choreografie meiner Ichs.
Ashley Temba war zuletzt als Tänzer und Performer in Flight of the Canaries (2023) von Bishop Black zu sehen. In seiner Kunst verbindet er zahlreiche Disziplinen zu der von ihm gesuchten Direktheit und Kraft. Nun hat er sich auf das Wagnis eingelassen. Denn hier, in der am Ballhaus Naunynstraße entwickelten Reihe Porträtperformance, zählt nicht das, was man schon immer gemacht hat, das was andere von einem erwarten, das Rollenprofil; hier zählt, was einem selbst wichtig ist. PORTRÄT ist die Einladung an Künstler*innen, sich und ihre Kunst zu zeigen. Es ist die Einladung an das Publikum, Künstler*innen in bisher nicht gesehener Komplexität zu begegnen.
Foto: Zé de Paiva
(auf Englisch)
Was sehe ich, wenn ich in den Spiegel schaue? Mich als Einheit, mich als Form, mich in Bewegung? Und wenn andere mich sehen – was sehen sie? Die Erwartung ist einfach, die Projektion vereinfachend, das Stereotyp festschreibend. Aber wir sind nicht einfach und unveränderlich, wir sind keine Monolithe! Allerdings, wie zeige ich die Vielheit, die ich bin? Wie werde ich die Vielfalt, die ich sein könnte?
Der Tänzer und Choreograf Ashley Temba sucht in As I Want ein Bild von sich selbst, von Rissen und Spalten durchzogen, von externen Kräften geformt, von vielfältigen Ablagerungen geprägt und eigenzeitlich gewachsen. Das jetzige Ich ist das Ergebnis zahlreicher Entscheidungen und bewusster Veränderungen. Es war – trotz aller äußeren Zuschreibungen und Versuche der Fixierung – schon immer in Bewegung. Tanz ist das Medium, diese Veränderung zu zeigen. Heute bin ich eine Choreografie meiner Ichs.
Ashley Temba war zuletzt als Tänzer und Performer in Flight of the Canaries (2023) von Bishop Black zu sehen. In seiner Kunst verbindet er zahlreiche Disziplinen zu der von ihm gesuchten Direktheit und Kraft. Nun hat er sich auf das Wagnis eingelassen. Denn hier, in der am Ballhaus Naunynstraße entwickelten Reihe Porträtperformance, zählt nicht das, was man schon immer gemacht hat, das was andere von einem erwarten, das Rollenprofil; hier zählt, was einem selbst wichtig ist. PORTRÄT ist die Einladung an Künstler*innen, sich und ihre Kunst zu zeigen. Es ist die Einladung an das Publikum, Künstler*innen in bisher nicht gesehener Komplexität zu begegnen.
Foto: Zé de Paiva
Ort der Veranstaltung
Das 2008 von Shemin Langhoff gegründete Ballhaus Naunynstraße in Berlin-Kreuzberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, der zweiten und dritten Generation der Zugewanderten eine Bühne zu geben, um sich politisch und künstlerisch präsentieren zu können. Mit seiner künstlerischen Praxis des postmigrantischen Theaters hat das Ballhaus Naunynstraße die Theaterlandschaft Deutschlands nachhaltig verändert. Seit 2013 werden unter der Leitung von Wagner Carvalho vor allem Schwarze, Queere und Perspektiven of Colour ins Zentrum des Schaffens gestellt und geben somit den Impuls für Reflexionen der postkolonialen Strukturen sowohl im Alltag als auch in der Kunst. Das Theater ist Vermittler der Aufarbeitung der deutschen kolonialen Vergangenheit in unserer Gesellschaft und setzt sich gegen strukturellen Rassismus und intersektionale Ausschlussmechanismen ein. Das Ballhaus Naunynstraße bildet einen Rahmen für die Produktion von Kunst und für die Entwicklung eigener Geschichten. Dazu gehört auch die Förderung von Quereinsteigern und die Nachwuchsförderung über die kulturelle Bildung der akademie der autodidakten so wie eine kontinuierliche thematische Entwicklung von Eigenproduktionen, internationalen Gastspielen, die Theater, Tanz, Performance, Diskussionsveranstaltungen, Filmreihen, Konzerte, Lesungen und Festivals beinhalten. Das seit 2013 stattfindende Festival Black Berlin Black wurde 2023 mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet.