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Summerwinds Festival: PAS Ensemble: Die Welt erfreuen – Oktette
PAS Ensemble  
Petrikirche
Jesuitengang
48143 Münster
Tickets ab 30,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
GWK e.V. , Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, Deutschland
* Preise inkl. MwSt.,
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Veranstaltungsinfos
PAS Ensemble
Giovanni Guzzo Violine
Mirijam Contzen Violine
Tommaso Lonquich Klarinette
Firmian Lermer Viola
Paolo Bonomini Violoncello
Alberto Ayala Horn
María José García Zamora Fagott
Roberto Carrilo-Garcia Kontrabass
Zwei lichte Oktette, die „die Welt erfreuen“ (Schubert), mit einem Line-up der Extraklasse: das PAS Ensemble vereint Musikerpersönlichkeiten aus aller Welt, die als Solisten, Kammer- und Orchestermusiker auf großen Podien Europas, Asiens und der Amerikas zuhause sind. Die Kerngruppe, Giovanni Guzzo, Mirijam Contzen, Paolo Bonomini und Firmian Lermer, versteht sich als Kollektiv, getragen von einer starken, gemeinsamen künstlerischen Vision. Aus dieser heraus erarbeitet PAS seine Interpretationen in gleichberechtigtem Austausch, auch in wechselnden Besetzungen mit gleichgesinnten Musikerfreund:innen. Neben den Oktetten von Schubert und Françaix hat PAS Mozarts gesellig-charmantes Hornquintett auf dem Programm. Da ist Lebensfreude voller Witz und Innigkeit und mit einem Hauch Melancholie.
Drückt ein Werk den Seelenzustand des Komponisten aus? Wenn ja, was sagt dann sein sonniges Oktett über Franz Schubert? Er komponierte es, Beethovens Divertimento-Septett von 1799 im Kopf, im Februar 1824; kurz darauf, im März, schrieb er seinem Freund Kupelwieser: „Meine Erzeugnisse sind durch den Verstand für Musik und durch meinen Schmerz vorhanden, jene, welche der Schmerz allein erzeugt hat, scheinen am wenigsten die Welt zu erfreuen.“ Und wenig später bekannte er, er fühle sich „als den unglücklichsten, elendesten Menschen auf der Welt“, dessen „Gesundheit nie mehr richtig werden will“ und dessen „glänzendste Hoffnungen zunichte geworden sind“. Da hatte der 27-Jährige den ersten Ausbruch seiner Syphilis mitsamt brutaler Therapie hinter sich. Hat er sich selbst mit seinem Oktett hochgezogen, einem Auftragswerk des versierten Klarinettisten und Mäzens Ferdinand Graf Troyer, an dem dieser sich natürlich „erfreuen“ wollte? Feiert Schubert mit seiner Musik das Leben – aus Schmerz? Nur im wunderschönen Adagio und in den Moll-Einbrüchen des furiosen Finales kommen ja Leiden und Schwere, Sehnsucht und Verletzlichkeit an die Oberfläche, unvermittelt. Oder klingen sie auch anderweitig durch?
Ironie und Humor, Eleganz, Esprit: Leichtigkeit ist das ästhetische Programm von Jean Françaix wie auch seine Haltung im Leben. Ein Lebensrezept? Er will, wie er bemerkte, „seriöse Musik ohne Schwere“ schreiben, Musik ohne Pathos und Sentimentalität, „die Vergnügen bereiten soll“ – was dem 60-Jährigen mit seinem Oktett 1972 wunderbar gelingt. Die Klarinette plaudert geschmeidig und kapriziös, das Fagott kommentiert trocken, manchmal komödiantisch-tollpatschig, das Horn setzt eine noble warme Farbe, die Streicher liefern die Motorik und das harmonische Fundament und sind in einem intensiven Dialog mit den Bläsern.
Die Welt erfreuen – Oktette
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Quintett Es-Dur, für Horn, 2 Violinen, Viola und Violoncello, KV 407
Jean Françaix (1912–1997): Oktett für Klarinette, Fagott, Horn und Streicher
Franz Schubert (1797–1828): Oktett F-Dur, für Klarinette, Horn, Fagott und Streicher, D 803
Giovanni Guzzo Violine
Mirijam Contzen Violine
Tommaso Lonquich Klarinette
Firmian Lermer Viola
Paolo Bonomini Violoncello
Alberto Ayala Horn
María José García Zamora Fagott
Roberto Carrilo-Garcia Kontrabass
Zwei lichte Oktette, die „die Welt erfreuen“ (Schubert), mit einem Line-up der Extraklasse: das PAS Ensemble vereint Musikerpersönlichkeiten aus aller Welt, die als Solisten, Kammer- und Orchestermusiker auf großen Podien Europas, Asiens und der Amerikas zuhause sind. Die Kerngruppe, Giovanni Guzzo, Mirijam Contzen, Paolo Bonomini und Firmian Lermer, versteht sich als Kollektiv, getragen von einer starken, gemeinsamen künstlerischen Vision. Aus dieser heraus erarbeitet PAS seine Interpretationen in gleichberechtigtem Austausch, auch in wechselnden Besetzungen mit gleichgesinnten Musikerfreund:innen. Neben den Oktetten von Schubert und Françaix hat PAS Mozarts gesellig-charmantes Hornquintett auf dem Programm. Da ist Lebensfreude voller Witz und Innigkeit und mit einem Hauch Melancholie.
Drückt ein Werk den Seelenzustand des Komponisten aus? Wenn ja, was sagt dann sein sonniges Oktett über Franz Schubert? Er komponierte es, Beethovens Divertimento-Septett von 1799 im Kopf, im Februar 1824; kurz darauf, im März, schrieb er seinem Freund Kupelwieser: „Meine Erzeugnisse sind durch den Verstand für Musik und durch meinen Schmerz vorhanden, jene, welche der Schmerz allein erzeugt hat, scheinen am wenigsten die Welt zu erfreuen.“ Und wenig später bekannte er, er fühle sich „als den unglücklichsten, elendesten Menschen auf der Welt“, dessen „Gesundheit nie mehr richtig werden will“ und dessen „glänzendste Hoffnungen zunichte geworden sind“. Da hatte der 27-Jährige den ersten Ausbruch seiner Syphilis mitsamt brutaler Therapie hinter sich. Hat er sich selbst mit seinem Oktett hochgezogen, einem Auftragswerk des versierten Klarinettisten und Mäzens Ferdinand Graf Troyer, an dem dieser sich natürlich „erfreuen“ wollte? Feiert Schubert mit seiner Musik das Leben – aus Schmerz? Nur im wunderschönen Adagio und in den Moll-Einbrüchen des furiosen Finales kommen ja Leiden und Schwere, Sehnsucht und Verletzlichkeit an die Oberfläche, unvermittelt. Oder klingen sie auch anderweitig durch?
Ironie und Humor, Eleganz, Esprit: Leichtigkeit ist das ästhetische Programm von Jean Françaix wie auch seine Haltung im Leben. Ein Lebensrezept? Er will, wie er bemerkte, „seriöse Musik ohne Schwere“ schreiben, Musik ohne Pathos und Sentimentalität, „die Vergnügen bereiten soll“ – was dem 60-Jährigen mit seinem Oktett 1972 wunderbar gelingt. Die Klarinette plaudert geschmeidig und kapriziös, das Fagott kommentiert trocken, manchmal komödiantisch-tollpatschig, das Horn setzt eine noble warme Farbe, die Streicher liefern die Motorik und das harmonische Fundament und sind in einem intensiven Dialog mit den Bläsern.
Die Welt erfreuen – Oktette
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Quintett Es-Dur, für Horn, 2 Violinen, Viola und Violoncello, KV 407
Jean Françaix (1912–1997): Oktett für Klarinette, Fagott, Horn und Streicher
Franz Schubert (1797–1828): Oktett F-Dur, für Klarinette, Horn, Fagott und Streicher, D 803
Ort der Veranstaltung
Petrikirche
Jesuitengang
48143 Münster