Königstour des Deutschrap Urgesteins
Afrob kam 1977 in Italien auf die Welt. Seine eritreischen Eltern flüchteten aufgrund des Unabhängigkeitskriegs in ihrer Heimat nach Europa. Bereits drei Monate nach seiner Geburt zog die Familie nach Deutschland. Einen ersten Namen in der Hip Hop Szene machte sich Afrob ab 1994, als er auf Jams mit Größen wie den Massiven Tönen oder Blumentopf auftrat.
Sein Debütalbum Rolle im Hip Hop erschien im Jahr 1999. Mit namhaften Features wie Ferris MC und der gemeinsamen Single Reimemonster eroberte Afrob mit der Platte die Deutschrap-Szene im Sturm. Das Album erreichte Platz 13 der Charts und hielt sich ganze 26 Wochen lang in der Hitliste. Beflügelt vom Erfolg seines Albums ging der Rapper noch im selben Jahr umtriebig auf Tour und spielte dabei fast 150 Livekonzerte. Auf seinen Konzerten trat Afrob nicht nur alleine auf, sondern auch mit Acts wie Freundeskreis oder den Fantastischen Vier, die Afrob auf ihrer Headliner Tour als Support begleitete.
Das Kopfnicken sollte kein Ende nehmen. 2001 wurde das zweite Album Made in Germany veröffentlicht. Die LP wurde in Deutschland ähnlich erfolgreich wie das Debüt, konnte sich diesmal aber auch in Österreich und in der Schweiz in den Charts platzieren. 2003 sollte das erfolgreichste Release Afrobs folgen. In Zusammenarbeit mit dem Hamburger Rapper Samy Deluxe erschien das Album Wer hätte das gedacht?. Die Platte entwickelte sich zum absoluten Erfolg für das Rap-Duo ASD. In Deutschland platzierte sich das Werk auf Platz 5 der Charts. Mit Songs wie Sneak Preview oder Sag mir wo die Party ist! bietet das Album einige Clubbanger und hebt sich dadurch musikalisch vom 2001 erschienen und ruhiger gehaltenem Made in Germany deutlich ab. Mit Blockbasta veröffentlichten ASD ein weiteres gemeinsames Album.
2019 erschien Afrobs jüngstes Album Abschied von Gestern. Mit der Platte hatte Afrob ein Werk abgeliefert, das vor der Nostalgie des Raps nur so strotzt. Dafür sorgen auch eine Auswahl an Boom Bap Beats, die an den Hip Hop der 90er Jahre erinnern. Mit vielen deepen Zeilen regen die Lieder außerdem auch zum Denken an, wodurch Afrob seinen Status als Künstler untermauert.
Quelle: ADticket.de