Bild: Cemil Qocgiri
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Information zur Veranstaltung

Cemil Qoçgirî (Tembur, Laute, Gesang) wurde 1980 in Duisburg geboren. Er stammt von einer Kurdisch-Alevitischen Familie aus Qoçgiri in Nordwest-Dersim ab.
 
Die Lebensweise der Aleviten verbirgt in sich die Kultur und Lehre des Zarathustrismus bzw. Zoroastrismus und wird seit Jahrtausenden von einer Generation zur nächsten überwiegend mündlich überliefert. Nicht zuletzt deswegen spielt die Musik eine zentrale Rolle in der alevitischen Gesellschaft.
 
Mit der Unterstützung seiner Familie erlernte Cemil zuerst die Langhalslaute Tembur, die seit eh und je in mystischen Ritualen gespielt wird. Ab dem Jahr 2000 besuchte er „Veroz“, das Musik- und Bildungszentrum unter Mikail Aslan und Kamer Söylemez und beschäftigt sich seitdem mit den Methoden der Musik und Philosophie sowie mit musikalischen Stilistiken heutiger mesopotamischer Kulturen (Kurdisch-Zazaisch, Gorani, Ezidi, Hewramani, Sorani, Armenisch, Lori, Baxtiyari, Ahl-e Haqq, Talysch, Türkisch und Persisch). Seit 2002 gehört er fest zum Kern des Mikail Aslan Ensembles. Er arbeitet zunehmend auch an eigenen Musik-Projekten und veröffentlichte im Jahr 2004 sein erstes Solo-Album „Ask-i Pervaz“ (CD bei Etno Müzik). 2005 wanderte er in den Bergen von Munzur um die letzten lebenden Derwische zu filmen. Daraus entstand der musikalische Dokumentarfilm „Sarraf“, der als VCD bei „Etno Müzik“ veröffentlicht wurde. Im Jahr 2007 erschien sein zweites Solo-Album mit dem Titel „Heya - mystische Klänge der Qizilbas“ bei „Kalan Müzik“ sowie 2013 die dritte CD ‘’Hiva Zeri,, - „Goldener Mond“. Er produziert und arrangiert Filmmusik sowie Audio-CD-Produktionen mit verschiedenen renommierten Künstlern wie z.B. der kurdischen Sängerin Aynur (Rewend, 2010 bei Sonymusic, Istanbul).