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Information zur Veranstaltung

Auch er wurde von den Nazis ins Exil gezwungen: der große Dramatiker und Lyriker Bertolt Brecht. Bereits Jahre, bevor sie in Deutschland an die Macht gelangten, begannen die Nationalsozialisten Brechts gesellschaftskritische Theateraufführungen vehement zu stören. Im Januar 1933 wurden dann seine Stücke von den Spielplänen deutscher Theater genommen, am 10. Mai 1933 brannten Brechts Werke auf den Scheiterhaufen der Nazis, und tags darauf erging ihr Verbot. Brecht hatte Deutschland bereits Ende Februar, am Tag nach dem Reichstagsbrand, verlassen. Er floh über Prag, Wien, die Schweiz und Paris nach Dänemark, wo er sich bis 1939 in dem Ort Svendborg auf der Insel Fünen aufhielt.

Das Exil brachte Brecht nicht zum Schweigen. Er äußerte sich zur politischen Lage in Deutschland seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten ebenso wie zu seiner Situation auf der Flucht vor der Gewaltherrschaft. So entstanden in diesen Jahren die zahlreichen, an die Zurückgebliebenen gerichteten „Svendborger Gedichte“. Angst, Krieg und Flucht sind deren zentrale und nach wie vor aktuelle Themen. Die „Svendborger Gedichte“, unter ihnen das berühmte „An die Nachgeborenen“, stellen eines der bedeutendsten Zeugnisse nicht nur von Brechts lyrischem Schaffen dar, sondern zählen zu den wichtigsten literarischen Dokumenten der deutschen Exilliteratur. Der große Rezitator Christian Brückner, langjähriger Wegbegleiter des musikwinters, wird aus dieser Sammlung lesen.