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Bild: Corinna Harfouch und Hideyo HaradaBild: Corinna Harfouch und Hideyo Harada
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Information zur Veranstaltung

Hölderlin und Beethoven wurden nicht nur im selben Jahr geboren. Sie haben Werke von eruptiver Kraft geschaffen, haben Grenzen überwunden und Konventionen gesprengt. Hölderlins ekstatische Lyrik und Beethovens subjektive Klangsprache waren in der Lage, die Zeitgenossen zu verstören. Auf der Suche nach der Verwirklichung humanistischer Ideale verfolgen sie begeistert die Französische Revolution und sind gleichermaßen tief enttäuscht von deren Ausgang. Es folgt für beide die Suche nach anderen Strömungen, in denen sie ihre humanistischen Ideale verwirklicht finden können. Beider Sehnsuchtsort ist der Orient. Im 21. Jahrhundert ist Beethovens und Hölderlins gemeinsamer gedanklicher Horizont aktueller denn je – ihre Hinwendung zur Welt, der sich abzeichnende Dialog der Kulturen und nicht zuletzt ihre Auseinandersetzung mit geistigen Konzepten, die den Menschen in den Fokus stellen und religiöse Dogmen weit hinter sich lassen.

Corinna Harfouch und Hideyo Harada spüren den Gemeinsamkeiten in Beethovens und Hölderlins Leben und Werk nach. Eine Textcollage aus Gedichten, Hymnen und Elegien Hölderlins, mit Auszügen aus dessen Roman ›Hyperion‹ sowie philosophischen Betrachtungen der griechischen Antike trifft auf musikalische Werke Beethovens. Eng verknüpfen sich dabei Wort und Ton, gehen ineinander über oder auseinander hervor. Auch darstellerische Elemente werden mit einbezogen. All dies wächst zu einem außergewöhnlichen Programm zusammen, das weit über das übliche Format der musikalisch-literarischen Lesung hinausgeht und ein lebendiges Bild zweier überragender Künstler zeichnet.