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Bild: Dalibor MarkovicBild: Dalibor Markovic
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Information zur Veranstaltung

Als Konrad Pappel eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Wald zu einem ungeheueren... Menschen verwandelt.
Wahrscheinlich wäre auch das ein würdiger Auftakt für Dalibor Markovićs Debütroman "Pappel" gewesen. Denn in der Tat: Just in dem Moment, in dem Julie Kafka den kleinen Franz 1883 zur Welt bringt, keimt im Gelbachtal der Samen einer Schwarzpappel, die sich im weiteren Verlauf nicht nur selbst den Namen Konrad gibt, sondern schon bald zum Menschen wird. Die Wege Konrads und Kafkas werden sich im Roman noch mehrfach kreuzen, nicht zuletzt in Form einer ominösen Wachsrolle, auf der mit Hilfe eines Parlographen die einzige Tonaufnahme des Schriftstellers geritzt wurde. Während Kafka aber 1924 an Tuberkulose stirbt, wird Konrad weiter durch die deutsch-deutsche Geschichte wandeln, wird während der Weimarer Republik in Frankfurer Harmonie-Filmtheater arbeiten, als Kohleschipper auf einem Dampfer Richtung Amerika Felice Bauer kennenlernen, er wird in den 80er Jahren linker Terrorist und endet, zurück im Frankfurter Bahnhofsviertel unserer Gegenwart, als Obdachloser.

Als Spoken-Word-Lyriker ist Dalibor Marković schon lange eine feste Größe - mit "Pappel", seinem Husarenritt durch die Weltgeschichte, begeistert er jetzt auch auf der langen Strecke. Marković erweist sich als großer Erzähler, der dem vorherrschenden Realismus in der Gegenwartsliteratur das entgegensetzt, auf das wir gewartet haben: Hemmungsloses, verspieltes und herrlich absurdes Fabulieren.

Mit dabei an diesem Abend ist auch das Berliner Electro-Duo Psycho & Plastic. Alexandre Decoupigny und Thomas Tichai haben den Soundtrack zum Roman geschrieben - und begleiten die Lesung, die so definitiv weniger Wasserglas und mehr Performance zu bieten hat.