Bild: Dobet GnahoréBild: Dobet Gnahoré
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Information zur Veranstaltung

Dobet Gnahoré kommt kraftvoll zurück. Aber mit einer sanften Kraft, mit einer schwingenden Zärtlichkeit. Sie besingt die mit Afrika vereinte Frau.
 
Die eine trägt die andere auf ihren Schultern, in ihrem Herzen, in ihrem Schmerz, in ihrer Freude.
 
Die andere treibt die Frau vor sich her, zwingt sie, für sich und die Ihren vorwärts zu gehen, für ihre Kinder, ihren Mann, ihre Familie, ihr Volk, ihren Kontinent. Da erscheint eine Frau, die vereint, über die Generationen und Vorurteile hinweg. Aus Notwendigkeit, aus Selbstverständlichkeit, aus Liebe, auch wenn der Ärger ihr gerade den Tag verdorben hat.
 
Dobet beschreibt uns diese Frauen, die sie berühren. Die, die das Leben in dem Augenblick verlieren, wo sie es schenken. Die, die unter den Schlägen ihres Mannes leiden. Die, die sich der Zwangsverheiratung verweigern. Die, die wegen einer unmöglichen Liebe weinen. Die, die nicht verstehen, die zögern, die vielleicht bedauern, die Fragen stellen, die versuchen, zu verstehen, die hoffen und voran kommen wollen. Und natürlich die, die lieben und Danke sagen. Und die, die, wie Dobet, jeden Tag dazu lernen, indem sie das Leben umarmen. Indem sie offen sind für immer neue Begegnungen, indem sie ihre Chancen abwägen, indem sie sehen, wo das Licht her kommt.
 
Dobet Gnahoré will, wie immer, mit ihrem Gesang von Nutzen sein. Sie teilt ihre Musik mit ihrer band und vertraut jedem Musiker das Arrangement von 3 Liedern an. Diese Lieder addieren sich nicht, sie multiplizieren sich. Jedes Lied stärkt das andere und führt es weiter. Man sieht hier ganz klar zwei Waagschalen. Auf der einen Seite der Tod, die Abwesenheit, das Verschwinden von geliebten Menschen, von Menschen, die liebten. Und deren Fehlen unbeschreiblich sein wird, außer, man lässt das Herz sprechen, und wo spräche es besser als durch ein Lied. Auf der anderen Seite die Hoffnung, die Lust, weiter zu machen, die Bewegung, die den Kummer besiegt. Es ist die Waage des Lebens die Dobet für uns besingt.
 
Das Gleichgewicht im Ungleichgewicht, die Notwendigkeit, von einer Bühne zur anderen zu ziehen, ohne Atempause. Auf die Gefahr hin, zu stolpern und in den ein oder anderen Abgrund zu stürzen. Deshalb braucht man Kraft, um vorwärts zu gehen. Die Kraft der Musik. Man tanzt, um mit den Füßen zu beten, man singt, damit die Chöre antworten. Mit dieser erstaunlichen Mischung aus Wut und Zärtlichkeit, zu der Dobet auf der Bühne wie auf dem Tonträger fähig ist.