Bild: Familie Flöz
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Information zur Veranstaltung

HAYDI! - Ein Stück von FAMILIE FLÖZ
Wie kann man sich über die Welt freuen, außer wenn man zu ihr flüchtet?
(Franz Kafka)

Pedro Solano, der gerade sein Studium beendet hat, beginnt voller Ambitionen seinen Dienst in einer internationalen Grenzbehörde. Bei seinem ersten Einsatz an der Außengrenze stirbt ein junges Mädchen in seinen Armen. Getroffen vom Schicksal des Mädchens reißt es ihn abrupt aus seiner idealistischen Gedankenwelt, in der die globalen Flüchtlingsströme vor allem aus Zahlen und Grafiken bestanden. Sein Engagement für eine bessere und gerechtere Zukunft wird vom Kopf auf die Füße gestellt und schnell steht er gänzlich unvorbereitet und hilflos vor ungeahnten Problemen in der Behörde.

Dort schnorchelt am Morgen der erste Kaffee durch die Maschine, die Vorbereitungen für die Weihnachtsfeier laufen an und der Alltag der internationalen Beamten-Crew nimmt ungeachtet der Geschehnisse gespenstisch seinen Lauf. Paragraphenreiter und Büroleichen, Projektleiter und Gummibaumexperten kämpfen darum, unter dem Deckmantel eines effizienten Arbeitens, ihre eigenen Interessen und ihre weißen Westen zu wahren. Oberste Prioritäten: Die eigene Unantastbarkeit erhalten, Grenzen ziehen, schützen und verwalten. Und Grenzen sind überall. Ob draußen im Schneesturm vor Stacheldraht oder tief im Inneren des eigenen Herzens. Nach einem Kampf durch die Instanzen erkennt Pedro seine Ohnmacht und die Gewissheit, dass es weitere Tote geben wird. Was bleibt ist der empathische Akt der Verwandlung.

Familie Flöz jagt in ihrem neuen Stück dem flüchtigen Aufblitzen einer Utopie nach, die allen ein zu Hause versprechen möchte und doch scheitern muss. Inspiriert von der archetypischen Figur des Flüchtlings, verwebt das Ensemble ein Panoptikum der eigentümlichen Flöz-Charaktere mit Motiven der Erzählung „Heidi“. Der unerträgliche Kontrast zwischen dem Elend einer flüchtenden Familie und den Wohlstandsneurosen einer Bürobelegschaft in Kerneuropa war die Inspiration für Familie Flöz, im Stück HAYDI! scheinbar unvereinbare Darstellungs- und Erzählformen miteinander zu kombinieren. So treffen starre Masken und leblose Puppen auf unverhüllte Gesichter. Visuelles Spiel trifft auf eine Kakophonie aus Sprachen, die in Form des Grammelots gehalten sind. Imaginative Bilder werden von grotesken und überzogenen Figuren unterbrochen. Der Verzicht auf eine einheitliche Linie in Form und Ästhetik in HAYDI! ist auch Ausdruck für die Unvereinbarkeit der beiden Erzählstränge.

„Das nur dreiköpfige Ensemble überraschte und überzeugte in einem dutzend Rollen, mit wunderbarem Puppenspiel und auch als Protagonisten eines weitgehend gezeichneten Films (…) Das Publikum im Ernst Deutsch Theater war begeistert.“
- Hamburger Abendblatt

„Neben den skurrilen Masken Hajo Schülers, (…) sind es diesmal auch die Schauspieler in Realszenen, die die Herzen der Zuschauer im Strum erobern. Herzlicher Premierenapplaus für diese Ausnahmegruppe!“ - Stuttgarter Nachrichten

„Zum ersten Mal zeigte das Ensemble mit Haydi! kein reines Maskentheater, sondern ein Stück bei dem die Schauspieler „Gesicht zeigen“. Das ist ein riskantes Experiment. Schnell zeigte sich im gut gefüllten Theater, dass sich das Risiko gelohnt hat.“
- Rheinische Post

Hotel Paradiso

Bizarres geschieht im traditionsreichen "Hotel Paradiso", dem kleinen, von der Seniorchefin mühsam zusammengehaltenen Familienbetrieb in den Bergen. Eine Heilquelle verspricht Linderung seelischer und körperlicher Nöte und über der Eingangstür glänzen vier Sterne. Doch am Himmel ziehen dunkle Wolken auf.

Auch nach mehr als zehn Jahren bleibt die Familie Flöz ein Phänomen, das sich schwer einordnen und noch schwerer beschreiben lässt. Mit ihren sprachlosen Stücken begeistert sie ihr Publikum auf der ganzen Welt durch ein ganz eigenes Genre, das die Truppe aus Schauspielkunst, Maskenspiel, Tanz, Clownerie, Artistik, Magie und Improvisation entwickelte. Die FLÖZ’sche Kunst, die Menschen nicht nur zum Lachen zu bringen, sondern zugleich zu Tränen zu rühren und in kindliches Staunen zu versetzen ist längst kein Geheimtipp mehr. Auch „Hotel Paradiso“ setzt nicht auf schnelle Lacher, sondern auf schwarzen, melancholisch durchwirkten Humor, einen ganzen Kosmos liebenswürdiger Figuren und Geschichten, und ein paar schöne Running Gags. Und meistens genügt es schon, in eines dieser so ausdrucksstarken Gesichter zu gucken, um zu schmunzeln.

"Am Ende könnte man schwören, die Darsteller hätten gesprochen, gelacht und geweint. Ein spannendes Theaterexperiment, überdies mit sagenhafter Körperbeherrschung aufgeführt", schrieb die Süddeutsche Zeitung.

Infinitá

Die ersten und letzten Momente im Leben – eine Zeit, in der die großen Wunder geschehen. Der erste Auftritt des Neugeborenen in der Welt, die ersten mutigen Schritte und der erste kühne Absturz.

In „Infinita" spielt das Leben selbst die Hauptrolle, seine kreative Kraft, die uns scheitern und triumphieren lässt – bis zum letzten Atemzug. Fabelhafte Masken, raffinierte Schattenspiele und eine wundervolle Musik bilden den Mittelpunkt der Produktion, die ganz ohne Worte auskommt und virtuos Artistik, Magie, Clownerie und Maskenspiel verbindet.

…Mit „Infinitá“ schenkt das Berliner Werkstatt-Theater Familie Flöz seinen Zuschauern im Theaterhaus eine federleichte, berückende Parabel von unserem Erdendasein. Größtes Geheimnis der Produktion, deren Geschichte sich in Perspektivwechseln von Schattenspielen mit Realszenen und einer verzaubernden Musik in unsere Herzen schleicht, ist die phänomenale Wirkung der Masken. Von genialer Puppenspielerhand in absurder Verfremdung der Wirklichkeit gestaltet, verführen die Schauspieler mit ihrer Körperkunst dazu, zu glauben, ihre Masken seien lebende Gesichter… STUTTGARTER NACHRICHTEN

Teatro Delusio

Drei Schauspieler erschaffen mit 29 Figuren eine eigene Welt voller Poesie und abgründiger Komik. Die blitzschnellen Verwandlungen erzeugen eine unglaubliche Intensität und Lebendigkeit des Maskentheaters.