Alles andere als Mainstream
Das Jahr 1989 - im kleinen nordrhein-westfälischen Grevenbroich finden sich drei gelangweilte Teenager, vereint durch ihre gemeinsame Liebe zur Rockmusik. Aber nicht jene Mainstream Acts, die sich in den Charts der späten 80er Jahre finden lassen. Nein, die Jungs haben allesamt ein Faible für die Sounds der späten 60er und frühen 70er Jahre. Mit ihrem pubertären Bedürfnis, sich vom Mainstream abzugrenzen, beschließen sie also kurzerhand ihre eigene Band zu gründen, in der sie sich vollkommen diesem Sound widmen. In 1990 fand die Band schließlich mit Harald Krause am Bass, Michael Nolte an den Keyboards/Backing Vocals und Markus Wasen an der zweiten Gitarre ihre ursprüngliche Besetzung und begab sich im Herbst 1990 zum ersten Mal als Flying Circus auf die Bühne.
In den frühen Jahren der Bandkarriere versuchten sich die Mitglieder zunächst an Covern von Klassikern des 70er Jahre Rocks wie Smoke on the Water, All Right Now oder Born To Be Wild. Den begabten Musikern wurde dies doch schnell zu langweilig. Nach einigen Veränderungen in der Besetzung konnte die Gruppe in 1997 mit ihrem Debüt Album Seasons (1997) schließlich ihren eigenen ausgefeilten Sound präsentieren. Mitreißende Heavy Beats vereinen sich hier mit psychedelischen und atmosphärischen Klängen und kreieren einen eigenen progressiven Rock Sound. Natürlich markiert das Debütalbum nur den Start der musikalischen Reise der Rocker. In den frühen 2000er Jahren wuchsen die Jungs unter stabiler Besetzung immer stärker zusammen und veröffentlichten weitere erfolgreiche Alben wie Out of the Waste Land (2004) und Pomp (2005).
Leider sollte die Band ab 2005 nicht vor stetigen Besetzungsveränderungen verschont bleiben. Aus beruflichen oder privaten Gründen mussten viele Bandmitglieder Flying Circus verlassen. Weiterhin getrieben von ihrem Willen großartigen progressive Rock zu produzieren, ließ sich Flying Circus davon jedoch nicht runterziehen. Über die Jahre feilte die Gruppe immer weiter an ihrem Sound und konnte in 2013 mit Rüdiger Blömer an der Geige, Ande Roderigo am Schlagzeug, Michael Rick an der Gitarre, Michael Dorp für den Gesang und Roger Witz am Bass endlich eine stabile Besetzung finden. Seither sind die Rocker motivierter denn je und konnten mit Ones and Zeros (2013), Starlight Clearing (2016) und 1968 (2020) einige ihrer herausragendsten Alben veröffentlichen.
Quelle: ADticket.de