Bild: Freiburger OratorienchorBild: Freiburger Oratorienchor
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Information zur Veranstaltung

In diesem Konzert widmet sich der Freiburger Oratorienchor der weltlichen Vokalmusik des 16. und 17. Jahrhunderts. Die musikalische Gattung dieses Genres war das Madrigal, das vor ca. 500 Jahren in Italien entstand und zum Gegenstück der Motette wurde. Obwohl es auch geistliche Madrigale gibt, besteht das eigentliche Madrigal aus der Vertonung eines weltlichen Textes, in dem es um das alltägliche Leben, um Menschen, um Tiere, um die Liebe oder um die Natur geht. Das Neue und gleichsam Revolutionäre dieser Kompositionsform war die Sprache, die nun nicht mehr Latein, sondern die jeweilige Muttersprache war, sodass jeder den Text verstehen konnte.

Dazu kam, dass in der Musik eindeutig der Inhalt des Textes vernehmbar wurde, was die Kirche bis dahin abgelehnt hatte. Hier war Monteverdi mit ein Wegbereiter, der mit seinem Anspruch auf verita, auf die subjektive Wahrhaftigkeit der Musik, einen großen Verdienst gleichsam an der Befreiung der Musik gegenüber dem Text hatte. So werden in dem Konzert auch Werke dieses Komponisten zu hören sein. Doch nicht nur aus dem italienischen Sprachraum enthält das Programm Beispiele, sondern ebenso werden französische, englische und deutsche Madrigale erklingen in den Vertonungen u. a. von Bennet, Farmer, Hassler, Lasso, Marenzio, Morley, Passereau, Senfl und Vecchi. Solistin ist Anna-Maria Wilke, Sopran, die von Niels Pfeffer am Cembalo begleitet wird. Er wird auch Werke für Gitarre aus dieser Zeit spielen.